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Daniel Narcisse hat bei einer Abwehraktion von Karsten Wöhler den Ellenbogen ins Gesicht bekommen. Diagnose: Dreifacher Jochbeinbruch! Gegen TuS N-Lübbecke ist er daher auch wieder nicht dabei!! VfL Trainer Gisslasson: “Ich bin zuversichtlich, dass wir auch ohne Daniel Narcisse eine Lösung finden. Zwei Punkte sind für uns in einem Heimspiel immer Pflicht. Aber alle müssen ohne Daniel Narcisse einen Zahn zulegen, denn wir haben im Rückraum weniger Wurfkraft.” Alle Fotos: Christian Sasse [ Fotoagentur NTOi.de ]

 

GummersbachWenn der VfL am Donnerstag (20.30 Uhr) in der Eugen-Haas-Halle gegen den TuS N-Lübbecke wieder um Bundesligapunkte spielt, wird Trainer Alfred Gislason erneut auf einen Weltklasse-Mittelmann verzichten müssen. Daniel Narcisse hat sich bekanntlich vor rund drei Wochen bei MT Melsungen in der 10. Minute einen Jochbeinbruch zugezogen und fällt noch mindestens bis Ende April aus. Der klare Kantersieg in Rotenburg gelang also schon mit der neuen Formation, in der jetzt Bennet Wiegert und Zouzou Houlet abwechselnd die Regie übernehmen. Aber auch der Vorletzte der Tabelle kommt nicht ohne personelle Sorgen, aber dafür mit einem bekannten neuen Gesicht auf der Bank.

 

Seit dem 7. März hat Velimir Kljaic bei den Ostwestfalen das Traineramt mit der Aufgabe übernommen, den TuS N-Lübbecke vor dem Abstieg zu retten. Doch bislang blieb der Erfolg aus, drei Heimpleiten in Folge ließen die Stimmung Richtung Nullpunkt sinken. In den Internetforen der Fans wurde schon der Abgesang eingeläutet und über eine mögliche Fusion mit dem Nachbarn GWD Minden spekuliert und diskutiert.

 

Zwischenzeitlich wollte der ehemalige Gummersbacher Coach, der mit dem VfL in der letzten Saison die Qualifikation für die Champions League schaffte, nach nur wenigen Tagen sogar selbst das Handtuch werfen. Denn nach der knappen 26:27-Niederlage (10.3.) gegen die MT Melsungen folgte ein 18:33 Debakel gegen die SG Kronau/Östringen (17.3.), in dem Kljaic nach eigener Aussage zum ersten Mal in seinem Leben erleiden musste, dass ein von ihm betreutes Team in einer Halbzeit nur ganze sechs Tore erzielte.

 


Doch der 61 Jahre alte Trainerfuchs machte weiter und nahm anschließend die einkalkulierte 27:41-Niederlage gegen den THW Kiel (21.3.) schon viel gelassener hin. Schließlich hatten findige Statistiker herausgefunden, dass die Schere der sportlichen Leistungsfähigkeit der sechs Topteams zum Rest der Liga in dieser Saison so groß geworden ist wie noch nie. Gegen einen Gegner ab Platz elf hat bislang keiner der Spitzenclubs auch nur einen einzigen Punkt verloren.

 

Welch schwieriges Amt Velimir Kljaic übernommen hat, war schon lange klar. Manager Siggi Roch und der Ex-Trainer Jens Pfänder hatten kein Glück mit dem Umbau der Mannschaft. Leistungsträger wie Fabian van Olphen (zum SC Magdeburg), Nandor Fazekas (VfL), Daniel Kubes (HSG Nordhorn) und Jan Thomas Lauritzen (SG Flensburg) hatten im vergangenen Sommer den Club verlassen, Nationalspieler Rolf Herrmann schon einen Vertrag beim TBV Lemgo (ab 2007) unterschrieben. Die Neuzugänge (Kokir, Mraz, Sandu, Remer, Szymanski) konnten die Lücken nicht schließen oder waren zwischenzeitlich verletzt. Am 7. Dezember vergangenen Jahres durfte zunächst Siggi Roch die Koffer packen, nach der 28:29 Niederlage bei der HSG Wetzlar (2.3.07) folgte Jens Pfänder gut drei Monate später.

 

In der dreiwöchigen Spielpause mussten im Übrigen geplante Testspiele abgesagt werden, nachdem in einem Freundschaftsspiel gegen einen Regionalligisten aus der Region nur noch acht Feldspieler gesund waren. Der eine oder andere Rekonvaleszent (Sudzum, Mraz, Hartmann, Szymanski, Tönessen, Herrmann) dürfte zwar am Donnerstag fit sein, aber an der krassen Außenseiterrolle der Ostwestfalen wird sich nichts ändern.

 

Alfred Gislason (VfL Gummersbach): Ich bin zuversichtlich, dass wir auch ohne Daniel Narcisse eine Lösung finden. Die Mannschaft hat schon in Melsungen eine sehr positive Reaktion gezeigt und dort eine wirklich gute Leistung geboten.

 

Uns fehlen jetzt natürlich vor allem im Angriff die einfachen und leichten Tore von Daniel Narcisse. In der Abwehr haben wir dagegen einige Möglichkeiten, den Ausfall zu kompensieren. Bennet Wiegert machte seine Sache in Melsungen gut, auch Jörg Lützelberger hat schon oft bewiesen, dass man auf ihn bauen kann. Goggi Sigurdsson rückte auf die Halbposition, das klappte zuletzt fünfzig Minuten sehr ordentlich. Für unser Saisonziel war die Verletzung von Daniel Narcisse natürlich ein schwerer Schlag. Jetzt darf nichts mehr passieren, sonst wird es sehr schwer.

 

Lübbecke ist in dieser Phase natürlich ein machbarer Gegner, aber wir dürfen uns keine Schwächen erlauben. Mit Velko Kljaic haben sie einen neuen Trainer, der mit seiner Erfahrung dort sicher einiges bewegen kann und die Leistung wieder steigern wird. Diese Mannschaft hat ohne Zweifel wichtige Spieler verloren, vor allem die Abwehr hat ohne den Mittelblock van Olphen/ Kubes und ohne Torwart Fazekas viel Substanz eingebüßt. Dazu hatten sie viel Verletzungspech und kamen eigentlich nie in Tritt, weil die wichtigen Neuzugänge wie Mraz und Kokir sofort ausfielen.

 

Zwei Punkte sind für uns in einem Heimspiel immer Pflicht. Aber alle müssen ohne Daniel Narcisse einen Zahn zulegen, denn wir haben im Rückraum weniger Wurfkraft. Es geht in diesem Spiel neben den beiden Punkten auch darum, die neue Deckung einzuspielen und zu stabilisieren, damit sie auch bei den kommenden schweren Aufgaben gegen Kronau/Östringen und Lemgo steht.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 


 

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06 4070 · 07 3 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017