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Handball Experten rechnen mit bis zu 20% Mehrkosten

Helmut Bathen (FöKa, Handball, Schiedsrichter, Köln)

(Von Helmut Bathen, Foto) – In der kommenden Handball Saison droht deutschlandweit ein Massenabstieg im Handball. Hintergrund ist ein Beschluss der Deutschen Handball Liga (DHL), die Zweite Bundesliga nicht mehr in Nord und Süd aufzuteilen. Der Deutsche Handball-Bund zog nach und streicht zur Saison 2010/11 eine Regionalliga, (die dann wohl Dritte Liga heißen wird). Dazu sollen die Oberligen Mittelrhein und Niederrhein zur Oberliga Nordrhein verschmelzen. Dadurch sollen die Spitzenklassen professionalisiert und eine größere Leistungsdichte erreicht werden.  Archivfoto: `Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

 

Doch die drohenden Auswirkungen auf die Amateurklassen am Mittelrhein und in den einzelnen Handballkreisen sind gewaltig. Denn aus der zweiten Liga und aus der Regionalliga werden 32 Mannschaften handball.jpggestrichen. Hinzu kommen 14 Teams aus der Zusammenlegung der beiden Oberligen. Und die alle müssen irgendwohin. So zieht sich der erhöhte Abstieg abhängig von der neuen Regionalaufteilung bis in Verbands- und Landesligen herunter. Daraus ergeben sich gewaltige Verschiebungen und Abstiege, so sehen es viele Vereinsvertreter. Und bereits in der kommenden Spielzeit wird das wohl alles Wirklichkeit. Der Handball am Mittelrhein würde von der neuen Struktur besonders massiv betroffen sein. Denn hier spielen viele Leistungsmannschaften. Es werden kleinere Vereine auf der Strecke bleiben, sagt man in Insiderkreisen. Die meisten Vereine ahnen noch nicht viel von ihrem „Glück“. Bisher gab es keine Durchführungsbestimmungen der Landesverbände für die nächste Saison. Eines jedoch ist klar: Wer in zwei Jahren noch der gleichen Liga spielen will wie in dieser Saison, muss tiefer in die Tasche greifen.

 

Experten rechnen mit bis zu 20 Prozent Mehrkosten für weitere Fahrten und stärkere Kader. Wir sind mit Geld nicht übersäht ist, für den ist das deshalb schon hart, so der Tenor einer Abfrage bei den Vereinen. Andere sind der Meinung: Das dies ein Wahnsinns-Vorhaben sei. Denn: Es werden Vereine kaputtgehen oder zumindest zurückziehen. Auch erwartet man, dass nun mehr Spielgemeinschaften gegründet werden, um den neuen Aufwand zu stemmen.

 

Andere Vereinsvertreter flüchten sich in Galgenhumor und meinen: Immerhin bleibt der Ball rund. Alle hoffen aber: 1) es gibt weiterhin Handball am Mittelrhein. 2) die Verantwortlichen in den Gremien denken bei solchen gravierenden Beschlussfassungen auch mal an die Kleinen = Amateure und lassen sich nicht immer von den Profis treiben.

 

 


 

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06 1162 · 07 3 · # Dienstag, 12. Dezember 2017