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MT Melsungen – VfL Gummersbach 34:31 (14:14)

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Die Melsunger zeigten vor 2.500 Zuschauer in der Kasseler Rothenbachhalle schon in der Anfangsphase, dass sie nicht gewillt waren, das Spiel gegen den VfL abzuschenken. Die Defensivspieler der MT Melsungen spielten aggressiv und gut geordnet und ließen den VfL-Angreifern nur wenige Lücken. Und wenn mal ein Wurf der Blau-Weißen durchkam, war meist Torwart Mario Kelentric auf dem Posten, der einen Sahnetag erwischte und eine Parade nach der nächsten zeigte. Archivfotos: Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Anfragen erwünscht unter 0171-6888777

 

(Von Holger Klein/VfL Gummersbach) Diesmal feierten die Anderen: Nach einem pomadigen Spiel verlor der VfL letztlich verdient mit 34:31 gegen die MT Melsungen. Während die Gastgeber nach dem Schlusspfiff ausgelassen jubelten, verließen die Blau-Weißen enttäuscht über ihre schwache Leistung die Platte. Gegen die kriselnden Melsunger wäre mit Sicherheit mehr drin gewesen, doch dafür hätte das Hasanefendic-Team auch deutlich engagierter spielen müssen.

 

Coach Sead Hasanefendic hatte schon im Vorfeld gewarnt, dass das Spiel kein Selbstläufer wird: „Wenn wir in Melsungen gewinnen wollen, müssen wir hart arbeiten“, sagte der VfL-Trainer vor dem Spiel. Melsungen gilt als Mannschaft mit zwei Gesichtern, gegen den VfL zeigte das Team von Trainer Robert Hedin seine positive Seite. Die Rückrund verlief für die MT bisher eher bescheiden. Nach vier Niederlagen in Folge – besonders die 31:35-Heimschlappe gegen Balingen sorgte für Bestürzung und löste eine Trainerdiskussion aus – holte das Team erst am vergangenen Spieltag durch einen 32:29-Sieg beim Tabellennachbarn Minden den ersten doppelten Punktgewinn. Diesen Schwung nahmen sie mit gegen den VfL. Die Blau-Weißen hatten bis auf Adrian Wagner und Robin Teppich den kompletten Kader an Bord.

 

Sogar Kevin Jahn war beim Warmmachen dabei, ein Einsatz kam aber noch zu früh. Das von den Schiedsrichterinnen Jutta Ehrmann-Wolf (Odenthal) und Susanne Künzig (Karlsruhe) geleitete Spiel verlief in der ersten Halbzeit immer nach dem gleichen Schema: Eine Mannschaft legte vor, die andere glich aus. Folglich wurden beim Stand von 14:14 die Seiten gewechselt.

 

Der VfL agierte zu fahrig und unkonzentriert, immer wieder kam es zu Ballverlusten, die insbesondere Savas Karipidis zu erfolgreichen Tempogegenstößen nutzte. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang es keiner der beiden Mannschaften, einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen, nach 42 Minuten stand es weiterhin Unentschieden (22:22). Nach einem Doppelschlag von Alex Alvanos und Vedran Zrnic führte der VfL nur eine Minute später zwar mit 24:22, doch keine zwei Minuten später hatte Melsungen wieder ausgeglichen. Zwischen der 50. und der 53. Minute traf die Heimmannschaft plötzlich vier Mal in Folge und zog davon (30:26/53. Minute).

 

Doch der VfL zeigte sich unbeeindruckt und glich durch zwei Tore von Momir Ilic, dem mit neun Toren besten Werfer auf dem Feld, sowie durch Tore von Alex Alvanos und Drago Vukovic zum 30:30 (55:47) aus. Zu diesem Zeitpunkt hatte Melsungen nach zwei Zeitstrafen nur noch vier Feldspieler auf der Platte. Doch diesen Vorteil wusste der VfL nicht zu nutzen. Trotz der doppelten Unterzahl brachte Vladica Stojanovic die MT wieder in Führung und legte kurz danach sogar noch ein Tor nach: 32:30 nach 58 Minuten. Zwar gelang Ilic noch der Anschlusstreffer, doch nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Vedran Zrnic nutzte Melsungen clever den personellen Vorteil und traf noch zwei Mal.

 

Tore VfL Gummersbach: Geoffroy Krantz (1), Drago Vukovic (1), Momir Ilic (9/4), Robert Gunnarsson (4), Alex Alvanos (6), Viktor Szilagyi (1), Vedran Zrnic (7), Audrey Tuzolana (2) Beste Werfer Melsungen: Savas Karipidis (8), Daniel Valo (7), Nenad Vuckovic (6) Strafzeiten:4:2

 

 

Stimmen aus der Pressekonferenz nach dem Spiel: 

 

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Sead Hasanefendic (VfL Gummersbach): Ich hatte heute das Gefühl, dass meine Mannschaft nicht mit aller Konsequenz bei der Sache war. Vielleicht waren sich doch noch müde vom Pokalspiel. Wir haben nicht genug getan, um dieses Spiel zu gewinnen. Wir wussten, dass Melsungen eine gute Mannschaft hat, die an guten Tagen sehr ambitioniert spielen kann. Wir haben das heute leider zugelassen. Es fehlte heute bei meiner Mannschaft der letzte Wille, um das Spiel zu gewinnen. Auch haben nicht alle Spieler Verantwortung übernommen. Manchmal hatten sie die Möglichkeit zu werfen und haben dann doch lieber abgespielt. Das war heute zuwenig. Ich muss Melsungen gratulieren. Es war eine tolle Atmosphäre in der Halle, hoffentlich bekommen wir in Gummersbach auch bald solch eine Spielstätte.

 

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Robert Hedin (MT Melsungen): Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Es war das erste Mal, dass wir gegen Gummersbach gewonnen haben. Wir hatten viel Respekt vor dem VfL und wussten, dass es sehr schwer wird. Ich hatte meinen Spielern gesagt, dass Gummersbach in der Defensive Probleme hat und wir die zweite Welle nutzen müssen. Das hat gut geklappt, wir haben viele einfache Tore erzielt. Ich hoffe, dass jetzt unsere Kritiker endlich mal still sind und uns in Ruhe arbeiten lassen.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1043 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017