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(straßen.nrw). Verkehrszeichen 101 hat jeder Autofahrer schon gesehen. Das Warnschild mit dem roten Rand und dem schwarzen Ausrufezeichen ist der Hinweis auf eine Gefahrenstelle. Wenn es mit dem Zusatzzeichen Z1006-37 aufgestellt werden muss, weiß jeder Straßenwärter: Die Nächte werden wärmer, die Kröten wandern wieder. Am liebsten bei feucht-warmer Frühlingswitterung machen sich Lurche wie Frösche, Kröten oder Molche aus ihren Winterquartieren auf den Weg zu den Laichgewässern.

 

Die Krötenwanderung hat Hochkonjunktur, wenn es nachts nicht mehr friert und die Tagestemperaturen auf zehn Grad steigen. Die Straßenmeistereien des Landesbetriebs Straßenbau NRW kennen die Wege der Kröten. Rechtzeitig vor der Wanderung wurden Warnschilder für die Autofahrer aufgestellt. Insgesamt unterhalten die Straßenmeistereien über 50 Kilometer Krötenschutzzäune. Manche Strecken werden während der Krötenwanderung sogar komplett für den Verkehr gesperrt. Die Straßenmeistereien arbeiten dabei mit Landschaftsbehörden, örtlichen Naturschutzgruppen aber auch einzelnen Bürgerinnen und Bürgern zusammen, die sich im Amphibienschutz engagieren.

 

Die freiwilligen Helfer betätigen sich spät abends und früh morgens als “Krötentaxi”: Sie tragen die Sammelbehälter über die Straßen, in denen die Amphibien landen, wenn es an den Schutzzäunen nicht weitergeht. “Autofahrer sollen, wenn Sie das Warnschild 101 mit dem Zusatz “Krötenwanderung” sehen, runter vom Gas gehen”, bittet Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW. Tödlich für die Kröten sei nämlich nicht nur das direkte Überfahren, auch der Luftdruck, den die Karosserie erzeugt, wenn ein Fahrzeug über die Kröte hinweg fährt, könne schon bei geringen Geschwindigkeiten tödlich wirken.

 

Quelle: Bernhard Meier, Landesbetrieb Straßenbau NRW

 

 


 

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06 1343 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017