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Vorankündigung: [EHF-Pokal Viertelfinale] US Ivry – VfL Gummersbach (Sonntag 29.03.2009, 17:00 Uhr in Ivry, Gymnase Auguste Delaune)

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Das EHF Viertelfinale Pokalspiel “US Ivry  gegen  VfL Gummersbach” wird ein Wiedersehen mit alten Bekannten, denn sowohl Trainer Sead Hasanefendic als auch VfL-Außen Audray Tuzolana haben gute Erinnerungen an US Ivry. Hasanefendic hat Ivry in den neunziger Jahren trainiert und ist 1997 französischer Meister mit der Mannschaft geworden. Für Audray Tuzolana war Ivry die erste Station als Profi, er hat 2007 mit dem Verein aus dem Pariser Vorort Ivry-sur-Seine den Meistertitel gefeiert. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 

 

Frankreich/Ivry (Von Holger Klein) – Wenn am Sonntag im Gymnase Auguste das Hinspiel im EHF-Viertelfinale zwischen den Lokalmatadoren von US Ivry Handball und dem VfL Gummersbach angepfiffen wird, kommt eine ganze Menge Tradition zusammen. Genau wie Gummersbach in Deutschland ist auch Ivry der zweierfolgreichste Verein seines Landes. Acht Mal gewann der Club aus Ivry-sur-Seine, einem Vorort von Paris, den französischen Meistertitel.

 

Eine weitere Parallele ist die sportliche Ist-Situation der beiden Mannschaften: In der französischen Liga hat Ivry – genau wie Gummersbach in Deutschland – die Tabellenspitze doch ein wenig aus den Augen verloren. Zwar belegen die Rot-Schwarzen noch den vierten Platz der französischen Tabelle, doch der Abstand zu Tabellenführer Montpellier ist gewaltig.

 

Ivry hat in der Liga einen schwarzen März hinter sich mit Niederlagen und Punktverlusten gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen. Nun kommt es im Viertelfinale zum Kräftemessen mit dem VfL Gummersbach. Nach den zwei bravourösen Siegen im EHF-Pokal-Achtelfinale gegen Magdeburg wollen die Oberbergischen nun die nächste Hürde nehmen und ins Halbfinale einziehen.  

 

Auch Abwehrspieler Geoffroy Krantz und VfL-Geschäftsführer Francois Xavier Houlet freuen sich auf das Spiel gegen ihre Landsmänner. „Ivry ist immer noch eine Spitzenmannschaft. Sie steht zwar nicht mehr ganz oben in der Tabelle, ist aber immer noch immens stark“, sagt VfL-Coach Hasanefendic. Er charakterisiert Ivry als einen unangenehmen Gegner, der schwer zu spielen sei.

 

„Sie bevorzugen eine offene 3-2-1-Verteidigung und versuchen immer wieder, beim Gegner technische Fehler und Ballverluste zu provozieren. Diese nutzen sie zu schnellen Gegenstößen“, weiß der VfL-Coach, der zudem die mentale Stärke der Franzosen lobt. „Sie haben einen großen Willen und werden am Sonntag alles geben, um ihren Heimvorteil zu nutzen.“

 

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Hasanefendic bereitet besonders das verletzungsbedingte Fehlen seiner beiden Routiniers Adrian Wagner (Anriss der Achillessehne) und Viktor Szilagyi (Muskeleinriss in der Wade) Kopfzerbrechen.

 

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 „Wir hätten ihre Erfahrung und Ruhe gut brauchen können. Jetzt sind die anderen gefragt“, sagt der Coach, der auch auf die Nachwuchsspieler Jonathan Eisenkrätzer, Ole Rahmel und Robin Teppich setzt. „Ein Spiel in einem europäischen Wettbewerb ist eine Herausforderung für die jungen Spieler. Hier können sie ihre Qualitäten unter Beweis stellen“, sagt Hasanefendic. Zudem nimmt er Geoffroy Krantz und Drago Vukovic in die Pflicht, die in der Offensive Viktor Szilagyi vertreten sollen.

 

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Eine ausschließlich auf die Defensive bedachte VfL-Mannschaft werden die mitgereisten VfL-Fans am Sonntag aber nicht erleben. „Eine sture Defensivtaktik funktioniert im Handball nicht. Wir spielen nicht auf Tore verhindern, sondern auf Tore erzielen. Wir wollen das Spiel gewinnen und uns eine gute Basis für das Rückspiel erarbeiten“, versichert der Coach. Ruhig, abgeklärt und in den entscheidenden Phasen mit hohem Tempo – diese Spielweise sei der Schlüssel zum Erfolg, glaubt Sead Hasanefendic.

 

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Geschäftsführer François-Xavier Houlet warnt ebenso vor den Stärken der Mannschaft aus Ivry. Auch wenn das Team in 2009 fünfmal hintereinander verloren habe, sei es immer noch in der Lage guten Handball zu zeigen. „Wir dürfen Ivry auf keinen Fall unterschätzen. Noch am Mittwoch hat das Team einen lockeren Sieg gegen Paris geholt und dabei demonstriert, dass es aus ihrem spielerischen Tief heraus ist und auch gegen starke Gegner gewinnen kann.

 

Ivry wird das Spiel sehr ernst nehmen und freut sich schon darauf, gegen eine deutsche Mannschaft zu spielen“, sagt Houlet, der besonders auf die Stärken von Rückraumspieler Fabrice Guilbert hinweist. Der durch seinen charakteristischen Lockenkopf bekannte Guilbert ist Spieler der französischen Nationalmannschaft und hat nur deswegen nicht mehr Länderspiele, weil er hinter den Weltklassespielern Karabatic, Narcisse und Fernandez nur die zweite Geige im französischen Rückraum spielt. „Doch wir müssen nicht nur auf Guilbert aufpassen. Das ganze Team von Ivry ist gefährlich und an guten Tagen nur sehr, sehr schwer zu schlagen.“

 

Quelle: Holger Klein, VfL Gummersbach

 

 


 

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06 909 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017