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Bundesliga: HSG Wetzlar – VfL Gummersbach 24:35 (13:18)

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Die Vorzeichen für den VfL waren vor dem Spiel alles andere als optimal: Die VfL-Profis hatten die Ivry-Reise noch in den Knochen, mit Adrian Wagner, Viktor Szilagyi und Kevin Jahn fehlten bereits drei Profis verletzungsbedingt – und dann erwischte es im Abschlusstraining auch noch Stammspieler Alexis Alvanos: Der Linkshänder und Ex-Wetzlarer zog sich einen Kapselriss und eine Knochenabsplitterung im Daumen zu und wird dem VfL voraussichtlich drei bis vier Wochen lang fehlen. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777

 

Wetzlar/Gummersbach (Von Holger Klein) –  Als wäre das noch nicht an Unbill genug, schmerzte auch wieder der Oberschenkel von Abwehrspieler Geoffroy Krantz – er konnte nur sporadisch eingesetzt werden. Doch der VfL ließ sich von der Verletzungsmisere nicht stoppen und gewann nach einer teilweise begeisternden Vorstellung vor 3.350 Zuschauern in der schmucken Rittal-Arena mit 35:24.

 

 

VfL-Coach begann mit Nándor Fazekas im Tor, davor waren mit Vedran Zrnic, Momir Ilic, Drago Vukovic, Robert Gunnarsson und Audrey Tuzolana bekannte Gesichter. Neu in der Formation war dagegen Jonathan Eisenkrätzer. Er spielte den Defensivpart und wechselte mit Adrian Pfahl, wenn der VfL im Angriff war. Die Wechsel gingen voll auf: Youngster Jonathan Eisenkrätzer zeigte in der Abwehr eine solide Leistung, Adrian Pfahl und Nándor Fazekas waren sogar die überragenden Spieler auf der Platte. Adrian Pfahl zeigte seine bisher beste Leistung im blau-weißen Trikot und war mit zehn Toren ein hervorragender Ersatz für Alexis Alvanos. Auch Fazekas vertrat Stojanovic im Tor überragend: 23 Paraden standen nach Spielende in seiner Statistikspalte.

 

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Die HSG hatte den besseren Start. Die Wetzlarer Verteidigung spielte aggressiv und machte mit ihrer 5:1-Deckung den VfL-Angreifern das Leben schwer. Die Oberbergischen wirkten in der Anfangsphase ein wenig müde und überspielt. Als Wetzlar unter dem Jubel der Zuschauer das 7:5 erzielte, nahm Sead Hasanefendic ein Time-Out. Die war wie ein Weckruf: Von dort an spielte nur noch den VfL: Nach drei schnellen Toren von Momir Ilic (2) und Vedran Zrnic gingen die Oberbergischen mit 8:7 (19. Minute) in Führung – und gaben diese bis zum Spielende nicht mehr ab. Die HSG konnte der temporeichen Spielweise des VfL nichts entgegensetzen: Allein Adrian Pfahl traf in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit viermal. Während Wetzlar immer wieder an Nándor Fazekas scheiterte, traf der VfL selbst in Unterzahl. Zur Halbzeit führte das Hasanefendic-Team mit 18:13-Toren.

 

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Wetzlar kam motiviert aus der Kabine, doch nachdem die Heimmannschaft eine erneute Überzahlsituation nicht nutzen konnte und stattdessen der VfL durch Pfahl und Ilic trafen, war die Gegenwehr der HSG gebrochen. Die Oberbergischen zeigten die gesamte zweite Halbzeit eine absolute Topleistung: Pfahl, Ilic und Robert Gunnarsson trafen aus allen Lagen, die Oberbergischen waren kaum zu stoppen.

 

Volker Mudrow (Trainer HSG Wetzlar) 

Nach dem 24:17 (44.) durch Adrian Pfahl reagierte HSG-Trainer Volker Mudrow mit einer Auszeit, doch auch dieses taktische Mittel half nicht weiter: der VfL ließ sich nicht mehr aus dem Konzept bringen und nahm die Wetzlarer Abwehr förmlich auseinander. Nach einem Gunnarsson-Heber und einem Doppelschlag von Momir Ilic führte der VfL in der 53. Minute mit elf Toren Vorsprung (20:31). Diese Differenz blieb bis zum Ende bestehen – nach einer souveränen Vorstellung gewann der VfL mit 35:24.

 

Tore VfL Gummersbach: Adrian Pfahl (10), Momir Ilic (10), Gunnarsson (6), Vukovic (4), Tuzolana (3), Zrnic (2)

 

 

  • Stimmen zum Spiel:

Sead Hasanefendic (VfL Gummersbach)

Sead Hasanefendic, VfL Gummersbach: “Ich bin hochzufrieden, nicht nur mit dem Resultat, sondern mit unserem kompletten Spiel. Wir haben eine sehr, sehr gute Leistung gezeigt. Hier mit elf Toren zu gewinnen, ist nicht selbstverständlich. Ich habe meine Spielern gesagt: Hier ist so eine schöne Halle, da müssen wir auch eine schöne Leistung bringen. Das haben sie beherzigt. Wir wollten eine gute Torwartleistung zeigen, viel laufen, in der Abwehr sicher stehen und im Angriff mit Ruhe spielen – das hat heute alles funktioniert. Ich musste einige Spieler ersetzen, doch das hat man heute nicht gemerkt. Wir haben sehr konzentriert gespielt. Adrian Pfahl war sehr stark heute, auch Momir Ilic und Drago Vukovic haben die Abwehr sehr gut organisiert. Ein Lob auch an Jonathan Eisenkrätzer. Wir haben ein Spiel mit viel Spaß und Leidenschaft gezeigt. Wir haben Wetzlar nichts erlaubt und nicht viel zugelassen.”

 

Francois-Xavier Houlet

Francois-Xavier Houlet: “Ich habe befürchtet, dass wir heute nicht die nötige Konzentration haben, doch das war nicht der Fall. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt. Es ist immer schwierig, zwischen zwei Pokalspielen in der Bundesliga zu spielen und dann noch die nötige Konzentration zu haben, doch wir haben es heute eindrucksvoll geschafft. Doch nun müssen wir direkt in Richtung Ivry gucken, schon in drei Tagen geht es weiter mit dem nächsten Spiel.”

 

 

Volker Mudrow (HSG Wetzlar)

Volker Mudrow, HSG Wetzlar: “Unsere Niederlage geht auch in der Höhe in Ordnung. Wir haben nur bis zum 7:7 das Spiel offen gehalten, dann haben wir in den wichtigen Situationen Fehler gemacht und die Chancen nicht genutzt. Das hat Gummersbach sofort bestraft. Nach der Halbzeit wollten wir noch mal angreifen, doch dann haben wir gleich fünf leichte Bälle verworfen. Das durfte nicht passieren. Ilic, Pfahl und Gunnarsson konnten heute mit uns machen, was sie wollten. Der Sieg für den VfL war hochverdient.”

 

 

Nandor Fazekas

Rainer Dotzauer: “Man hat heute deutlich gesehen, was Torhüterleistungen ausmachen. Nandor Fazekas hat fünf, sechs Gegenstöße gehalten und uns damit das Genick gebrochen. Es war ein verdienter Sieg für Gummersbach – nicht weil wir so schlecht waren, sondern weil Gummersbach so stark war. Sead Hasanefendic hat gesagt, er kommt gerne nach Wetzlar. Das kann ich nach dem Spiel verstehen. Wir haben schon seit acht Jahren nicht gegen den VfL gewonnen, daher ist die Niederlage keine Sensation. Ich muss Gummersbach ein Kompliment machen. Ich hätte nicht gedacht, dass der VfL hier so auftritt. Was die Mannschaft hier trotz des schmalen Kaders gebracht hat, war beachtlich.

 



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Jack Wolfskin – Neuzugang als VfL Gummersbach “Premium-Partner”


Der VfL Gummersbach und sein Vermarkter IMG freuen sich, einen Neuzugang bei seinen Premium-Partnern begrüßen zu können: Ab sofort unterstützt das Outdoor-Bekleidungsunternehmen Jack Wolfskin den VfL. Das Unternehmen mit der markanten Tatze als Logo hat sich ganz den Outdoor-Aktivitäten verschrieben. Die Marke ist europaweit führend in der Entwicklung und dem Vertrieb hochwertiger Bekleidung, Schuhen und Ausrüstung in den Segmenten Bergsport, Wandern und Reise.

 

 „Mit unserer Ausrüstung können sich die Kunden jederzeit draußen zu Hause fühlen“, so die Philosophie des Unternehmens mit Sitz in Idstein im Taunus. Im Fokus aller Entwicklungen stehen immer anwenderorientierte Produkte, die höchsten Ansprüchen in punkto Funktionalität und Qualität gerecht werden. „Ich bin sehr froh, dass eine weltbekannte Marke wie Jack Wolfskin ab sofort zu unseren Premiumpartnern zählt“, freut sich VfL-Geschäftsführer François-Xavier Houlet über die Zusammenarbeit mit Jack Wolfskin.

 

Quelle: Holger Klein, VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1823 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017