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Galaktisch gut: Ultremo

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Mit dem neuen Wettkampfreifen Ultremo gelingt Bohle ein großer Sprung in der Reifentechnik. Superleichte 195 Gramm, ein Triple Compound sowie ein einzigartiger Schutzgürtel aus Vectran, das auch in der Raumfahrt eingesetzt wird, machen den Reifen schnell, griffig und pannensicher.

„Beim Landen auf dem Mars gibt es keine zweite Chance“, sagt die Firma Warwick Mills (USA), ein führender Anbieter von High-Tech-Fasern. Das Unternehmen entwickelte im Auftrag der NASA ein extrem stabiles Vectran-Gewebe für den Airbag des Marsmobils. Ein ähnliches Vectran-Gewebe findet sich nun in den neuen Reifen von Schwalbe.
 „Der daraus entstandene HD-V-Guard (High Density Vectran) ist – in Bezug auf Pannensicherheit und Gewicht – der Schlüssel zu einer neuen Dimension in der Konstruktion hochwertiger Fahrradreifen“, erklärt Holger
Jahn, Bohle-Geschäftsführer Technik. „In der Fahrradreifentechnik gibt es
zurzeit kein festeres Gewebe.“ Die Vectran-Fasern von Warwick Mills sind doppelt so reißfest wie Titan und fünfmal so fest wie Stahl. Gewebt mit einem patentierten Verfahren erreicht das Textil eine Schnittfestigkeit, die dreimal so hoch ist wie bei Aramid, das unter anderem in Fahrradreifen und kugelsicheren Westen eingesetzt wird.
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Erst die Webtechnik macht den Unterschied
Vectran wird zwar auch in anderen Fahrradreifen eingesetzt. Es handelt sich dort aber nicht um ein dichtes Gewebe, sondern um lose verwebte Fäden ähnlich einer Fahrradreifenkarkasse. „Doch nicht die Fäden, sondern die extrem dichte, patentierte Webtechnik bewirkt den Unterschied im Pannen-schutz. Nur so dicht gewebt, schützt Vectran optimal“, betont Holger Jahn. Warwick Mills hält 14 internationale Patente auf seine Webverfahren, darunter Patente für die engsten jemals gewebten Gewebe aus hochfesten Garnen. Damit ist Warwick Mills unbestritten der weltweite Innovationsführer in diesem Segment. Der HD-V-Guard wurde exklusiv mit und für Schwalbe entwickelt. Das Vectran-Gewebe wirkt sich auch auf das Gewicht des Reifens aus. Mit dem sehr leichten Schutzgürtel, der superfeinen, dünn beschichteten 127 epi-Karkasse bleibt Ultremo unter der „Schallgrenze“ von 200 Gramm.  „Ein phänomenaler Reifen. Er läuft super leicht“, sagt Profi-Rennfahrer
Lars Teutenberg vom Schwalbe Race Support. „Ich habe ihn nicht geschont, sondern bewusst durch Splitter und Scherben gelenkt und habe immer noch keine Panne. Und dabei ist er extrem leicht – 195 Gramm für einen vollwertigen Rennradreifen, das ist schon außergewöhnlich.“

Triple Compound kombiniert gegensätzliche Eigenschaften
Auch das innovative Triple Compound ist einzigartig in der Rennreifentechnik. In der neuartigen Lauffläche stecken gleich drei Gummimischungen. Durch die spezielle Anordnung können die einzelnen Compounds ihre Vorteile gezieltdort einsetzen, wo sie gebraucht werden. In der Mitte der Lauffläche geht es um Haltbarkeit. Dies garantiert eine widerstandsfähige Mischung. Die Testfahrer von Bohle haben damit mühelos mehr als 5.000 Kilometer zurückgelegt.
An den Reifenschultern ist dagegen vor allem gute Haftung gefragt. Hier verbessert das kompromisslos auf Grip getrimmte Compound die Nasshaftung enorm. Darunter, also ohne Straßenkontakt, liegt nun noch ein regelrechter Beschleuniger: Dieses Compound, das ursprünglich für Zeitfahren entwickelt wurde, hat einen äußerst geringen Rollwiderstand – und sorgt so für das entscheidende Quäntchen Schnelligkeit. Lars Teutenberg hat es ausprobiert: „Nach jeder Kurve hatte ich im Rennen 20 Meter Vorsprung. Ich fahre jetzt Schräglagen, die ich noch mit keinem anderen Reifen gewagt habe.“
Mit dem Triple Compound lassen sich drei eigentlich konträre Eigenschaften – hohe Laufleistung, gute Nasshaftung und geringer Rollwider-stand – miteinander verbinden und jedes für sich maximieren, ohne die andere Eigenschaft zu beeinträchtigen. Bohle hat sich viel vorgenommen mit dem Ultremo. „Mit diesem Reifen setzen wir neue Maßstäbe im Rennsport“, da ist sich Holger Jahn sicher.

Text: Doris Klytta/ Ralf Bohle GmbH

 


 

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06 1338 · 07 2 · # Sonntag, 3. Dezember 2017