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Von April bis September werden rund 4.000 Schafe  im Nationalpark Eifel grasen, damit ökologisch wertvolle Offenlandbereiche dauerhaft erhalten bleiben. Hierzu haben Markus Vollmer, Revierleiter vom Bundesforstamt Wahnerheide, (Mitte) und Dr. Andreas Pardey vom Nationalparkforstamt Eifel (li.) mit Peter Hilberath und drei weiteren Schäfern entsprechende Vereinbarungen getroffen.

 

 

Nationalpark Eifel – Rund 4.000 Schafe werden in den Jahren 2007 und 2008 auf der Dreiborner Hochfläche des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang im Nationalpark Eifel grasen. Gesellschaft leisten ihnen dabei einige Ziegen und ein Esel. Hierzu haben das Bundesforstamt Wahnerheide und das Nationalparkforstamt Eifel entsprechende Vereinbarungen mit vier Schäfern abgeschlossen. Die Beweidung von April bis September dient der Entwicklung von ökologisch wertvollem, nährstoffarmem, aber artenreichem Grünland. Gleichzeitig sollen auch Ginsterheiden mit ihrem abwechslungsreichen Mosaik aus Sträuchern und Grasflächen sowie attraktive Fernblicke für Nationalparkbesucher erhalten bleiben.

 

Das Grünland und die Ginsterheiden sind Lebensraum für zahlreiche seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie den Neuntöter, eine bevorzugt in teils verbuschtem Offenland lebende Vogelart, den Warzenbeißer, eine in Deutschland gefährdete Heuschreckenart, sowie Schmetterlinge wie den Schwalbenschwanz. Auch Rothirsche und Wildkatzen sowie Turmfalken und andere Greifvögel suchen auf dem Offenland gerne nach Nahrung. Die Nationalpark-Verordnung und der Entwurf des Nationalparkplans sehen daher eine dauerhafte Pflege des Offenlandes durch Beweidung oder Mahd vor.

 

Die jetzt mit den Schäfern abgeschlossenen Verträge umfassen eine Fläche von fast 730 Hektar. Zusammen mit im Jahr 2006 abgeschlossenen Verträgen zur Mahd weiterer Grasflächen von rund 270 Hektar werden damit auf der Dreiborner Hochfläche etwa 1.000 Hektar Offenland erhalten. Um die Flächen frei von Gehölzen zu halten, werden die Schafe über reines Grasland häufiger getrieben, als durch Ginsterheiden, in denen Sträucher auf bis zur Hälfte der Fläche erhalten bleiben können. Einige Flächen, in denen am Boden brütende Vogelarten wie Feldlerche und Wiesenpieper vorkommen, werden dabei erst nach Abschluss der Brutzeit beweidet, damit die Nester nicht durch Schafe zertreten werden. Auf dem restlichen Offenland der Dreiborner Hochfläche wird dagegen künftig auf pflegende Eingriffe verzichtet. Hier wird sich entsprechend der Nationalpark-Philosophie „Natur Natur sein lassen“ in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten wieder Wald entwickeln.

 

Freizeit-Tipp „Dreiborner Hochfläche“

 

Ausgehend vom Adlerhof am Forum Vogelsang bieten die Ranger des Nationalparkforstamtes Eifel jeden Sonntag, ab 13 Uhr eine kostenfreie Führung über die Dreiborner Hochfläche an. Nach etwa drei Stunden endet der rund 6,5 Kilometer lange Rundweg, der auch zu der ehemaligen Ortschaft Wollseifen führt, wieder am Forum Vogelsang.

 

Während der Führung erläutern die Ranger die Besonderheiten des Nationalparks, seiner Tier- und Pflanzenwelt sowie der Philosophie „Natur Natur sein lassen“. Dabei erfahren Teilnehmer aber auch, wie wichtig der gezielte Erhalt einiger Offenlandbereiche für gefährdete Tier- und Pflanzenarten ist. An den Sonntagen im Juli und August bieten die ehrenamtlich tätigen Nationalpark-Waldführer die Tour parallel in niederländischer und französischer Sprache an. Exklusive Touren für Gruppen sind unter der Internetadresse des Nationalparks Eifel  buchbar.  

 Quelle: Nationalparkforstamt Eifel


 

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06 2465 · 07 3 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017