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Vorankündigung: (Handball) DHB-Pokal – Lufthansa Final Four [Samstag 09. / Sonntag 10.05.2009]

Hamburg, wir kommen! Final Four 2009 (Sead Hasanefendic) 

Hamburg, wir kommen! Final Four 2009“- Es gilt als das größte zweitägige Handball-Event der Welt: das Lufthansa Final Four um den DHB-Pokal in der Color Line Arena Hamburg. Bereits zum 16. Mal findet das Viererturnier in der Hansestadt statt´. Zuerst in der altehrwürdigen Alsterdorfer Sporthalle, dann seit 2003 in der Arena im Hamburger Volkspark. Dem VfL war es bisher nie gelungen, sich für das prestigeträchtige Turnier zu qualifizieren – in den vergangenen Jahren war stets spätestens im Viertelfinale Endstation für die Blau-Weißen. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Nach vielen vergeblichen Anläufen hat sich das Hasanefendic-Team erstmals für das Lufthansa Final Four qualifiziert und misst sich mit den besten Mannschaften Deutschlands – die zugleich zu den besten Mannschaften Europas gehören: “Kiel, Hamburg und die Rhein-Neckar-Löwen standen allesamt im Halbfinale der Champions League. Das zeigt die sportliche Wertigkeit des Turniers. Daher bin ich sehr stolz, dass wir beim Final Four dabei sein können”, sagt VfL Gummersbach Coach Sead Hasanefendic.

 

 

Der VfL qualifizierte sich mit Siegen über Köndringen-Teningen, Bielefeld/Jöllenbeck und TuS Lübbecke für das Viertelfinale. Hier kam es zu einem dramatischen Schlagabtausch mit der HSG Nordhorn, den die Blau-Weißen letztlich denkbar knapp mit 25:24 für sich entscheiden konnten. In “Hamburg, wir kommen”-Shirts bejubelten die Spieler in der tobenden Eugen-Haas-Halle die erstmalige F4-Qualifikation. Endlich war auch der VfL bei dem Megaturnier in der Color Line Arena vertreten.

 

Die Oberbergischen gewannen zwar schon fünf Mal (1977, 1978, 1982, 1983 und 1985) den DHB-Pokal, doch die Teilnahme am Final Four blieb ihnen bisher stets verwehrt. In Hamburg nimmt der VfL die Rolle des Außenseiters ein. “Wir können befreit aufspielen. Der Druck liegt bei den anderen Mannschaften”, weiß Geschäftsführer Francois-Xavier Houlet, der sich in der Außenseiter-Position äußerst wohl fühlt: “Wir waren noch nie so beliebt, wie vor der Auslosung – jeder wollte uns als Gegner”, sagte Houlet augenzwinkernd.

 

 

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Krzysztof Lijewski (19, HSV Hamburg) und Alvanos (21, VfL Gummersbach) – Fußball-Idol loste dem VfL den Lokalmatadoren als Gegner zu: Die Blau-Weißen treffen im ersten Halbfinale am morgigen Samstag um 13 Uhr auf den HSV Hamburg, um 15 Uhr kommt es dann zum Duell zwischen dem Titelverteidiger THW Kiel und den Rhein-Neckar-Löwen. “Jede Mannschaft, die beim Final Four dabei ist, will nicht nur teilnehmen, sondern auch gewinnen. Doch wir müssen realistisch sein: der HSV ist der klare Favorit, er gehört zu den besten Mannschaften der Welt und hat in der Champions League starke Spiele gegen Ciudad Real gezeigt.

 

Wenn der HSV 100 Prozent spielt, werden wir es ganz, ganz schwer haben. Aber ich sage nicht, Gummersbach hat keine Chance. In 60 Minuten kann alles passieren, wir werden jedenfalls alles geben, um ein positives Resultat erreichen”, sagt VfL-Coach Sead Hasanefendic, der erstmals in diesem Jahr auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Auch die Langzeitverletzten Kevin Jahn, Viktor Szilagyi und Adrian Wagner meldeten sich pünktlich zu dem Superturnier in der Hansestadt wieder einsatzbereit. Hasanefendic hatte damit die Qual der Wahl und musste zwei Spieler im heimischen Gummersbach lassen. Er entschied sich für Youngster Adrian Rother und Kevin Jahn, für den nach seiner neunmonatigen Verletzungspause ein Einsatz doch noch etwas zu früh kommt.

 

“Es ist sicher kein Traumlos, wenn man im ersten Spiel gleich gegen den Gastgeber spielen muss. Mir wären die anderen beiden Mannschaften lieber gewesen”, sagt Francois Xavier Houlet. Das Final Four sei für den HSV die letzte Möglichkeit in dieser Saison einen Titel zu gewinnen. “Sie werden vor eigenem Publikum, alles dafür geben, den Pokal zu holen”, weiß Houlet. Den Gastgebern hilft nicht nur der Heimvorteil, auch die Personallage an der Alster hat sich deutlich verbessert. “Der HSV hat wieder einige wichtige Spieler an Bord und kann personell aus dem Vollen schöpfen. Ich freue mich besonders, Oleg Velyky wieder auf der Platte zu sehen. Auch wenn er gegen uns viele Tore wirft, werde ich ihm gratulieren. Ich freue mich, dass er wieder Handball spielen kann”, wünscht Houlet dem krebserkrankten Velyky weiterhin eine gute Genesung. Sportlich sei der HSV derzeit gut drauf, zuletzt hätten die Hansestädter zwei starke Leistungen in der Champions League gegen Ciudad Real gezeigt und auch das Heimspiel gegen Balingen am Dienstag locker gewonnen. “Alles spricht für den HSV und das ist auch gut so. Wir haben keinen Druck und alles andere als eine Niederlage, wäre eine Sensation. Also kann für uns in dem Spiel nur etwas Gutes herauskommen”, sagt Houlet´.

 

 

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VfL-Kapitän Momir Ilic freut sich stellvertretend für sein Team, dass die Oberbergischen am “Handball-Erlebnis” Final Four teilnehmen können. “Seit Jahren haben wir in Gummersbach immer über dieses Turnier geredet, nun sind wir endlich dabei. Das ist ein Riesenerfolg für uns”, sagt der 27-jährige Rückraumshooter. Sportlich sieht sich der VfL-Kapitän nicht chancenlos: “Gewiss, der HSV ist ein Favorit auf den Titel und hat eine Top-Mannschaft, die auf jeder Position doppelt besetzt ist – aber auch wir können an einem guten Tag jeden Gegner schlagen”, sagt Ilic. Sein Teamkollege Adrian Wagner pflichtet ihm bei: “Viele unserer Spieler kennen die Atmosphäre des Final Four noch nicht so, aber ich glaube, dass das ein Vorteil ist. Ich bin mir sicher, dass diese besondere Atmosphäre uns noch mehr motivieren wird und das entscheidende Quäntchen sein kann, damit wir gegen den HSV gewinnen. Eines ist sicher: Wir werden alles aus uns rausholen und kämpfen bis nichts mehr geht”, versichert der gebürtige Hamburger, der seit 2007 das VfL-Trikot trägt und schon fünfmal mit seinen früheren Vereinen am Final Four teilgenommen hat.

 

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Welches Schiedsrichtergespann das Spiel HSV Hamburg – VfL Gummersbach leitet, steht noch nicht fest. Der DHB hat Bernd Methe  / Reiner Methe (Vellmar), Jürgen Fleisch und Holger Rieber (Ostfildern/Nürtingen) sowie Ralf Damian und Frank Wenz (Bingen/Mainz) als Unparteiische nominiert. Welches Gespann welche Partie leitet, wird jedoch erst unmittelbar vor dem Anpfiff bekannt gegeben.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

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06 2887 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017