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Rennfahrer Sebastian Kolmsee wird von einem Mechaniker nach dem Rennen beglückwünscht. Foto: privat

 

Wie viele andere Deutsche auch, verbrachte der Wiehler Rennfahrer Bastian Kolmsee das Pfingst-Wochenende in Holland; allerdings nicht zum Entspannen und Feiern, sondern zum Rennen fahren. Nach einer kurzfristigen Absage eines Fahrers bei dem Team Madeno Racing, wurde Kolmsee, der auch im selben Team den Seat Leon Supercopa bestreitet, als Ersatzfahrer für einen Lauf zum holländischen Renault Clio Cup auf dem Circuit Zandvoort engagiert.

 

Primär ging es für das Team und den Wiehler dabei um die Auffrischung und die Vertiefung der Streckenkenntnisse für den Lauf zum Seat Leon Supercopa, der im August diesen Jahres auf der gleichen Strecke stattfindet. Daneben sollte er seinem Team bei der Abstimmungsarbeit des Renault Clios unterstützen. Der Donnerstag und Freitag bestanden jeweils nur aus Trainings-Sessions. Da Kolmsee zuvor noch nie in einem Renault Clio als Rennfahrzeug gesessen hatte, musste er sich erst einmal mit dem Fahrverhalten des Autos vertraut machen. Der Samstag begann dann gleich mit dem Qualifying, dass Bastian Kolmsee zur Freunde seines Teams als Zweiter beendete. Für das 45 Minuten dauernde Rennen bedeutete dies also ein Platz in der ersten Reihe.

 

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Nach einem guten Start konnte sich Kolmsee sofort an die Spitze des Feldes setzen, musste sich aber heftiger Attacken der hinter mir fahrenden Holländer erwehren.

 

Da in diesen Rennen ein Boxenstopp Pflicht ist, fuhren fast alle Fahrer nach etwa der Hälfte des Rennens an die Box. Kolmsee blieb aber etwas länger auf der Strecke und baute seinen Vorsprung durch einige schnelle Runden weiter aus. Nachdem auch Kolmsee zu seinem Pflichtstop an die Box gefahren war, hatte er dadurch einen beruhigen Abstand von 3,8 Sekunden, den er im weiteren Verlauf bis zum Schwenken der Zielflagge auf annähernd acht Sekunden ausbauen und damit das Rennen souverän für sich entscheiden konnte. Im zweiten Rennen startete Kolmsee, aufgrund einer Umkehrregelung im Reglement für die ersten Acht, von der achten Position.

 

Nach diversen und unnötigen Kollisionen und Berührungen durch einige Konkurrenten befand sich Kolmsee einige Runden später bereits auf der dritten Position, jedoch mit der Einschränkung, dass seine Lenkung verbogen und dadurch die Spur stark verstellt war. Mit heftigem Untersteuern kämpfend, konnte er das Tempo an der Spitze nicht mehr mitgehen und musste sich mit dem fünften Platz am Ende zufrieden geben.

 

„Das Wochenende war eine gute Übung für unseren Lauf zum Seat Leon Supercopa im August. Dass ich gleich auf Anhieb hier gewinnen konnte, hätte ich nie gedacht. Kleiner Wehmutstropfen war nur die ruppige Gangart im zweiten Lauf und die damit verbundenen Schäden am Auto,“ so Kolmsee nach dem Wochenende. Vorerst wird der Einsatz in einem Renault Clio für Kolmsee wohl ein einmaliges Erlebnis bleiben, der am 23. – 24. Juni sein nächstes Seat Supercopa Rennen auf dem spektakulären Norisring bestreiten wird.

 


 

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06 1871 · 07 2 · # Dienstag, 5. Dezember 2017