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Massenhafter Anflug von Distelfaltern in Deutschland

Distelfalter (Schmetterling)

Zur Zeit lässt sich im Oberbergischen wie auch in anderen Gegenden Deutschlands ein interessantes Phänomen beobachten: Zahlreiche orange-schwarz gefleckte Schmetterlinge sitzen rastend an Wegrändern, stärken sich an Blumen mit Nektar oder fliegen sogar mitten durch die Innenstadt. Es handelt sich um , die zu den wenigen in Mitteleuropa vorkommenden Wanderfalter-Arten gehören. Die Schmetterlinge verbringen den Winter in Nordafrika, aber immer häufiger auch im europäischen Mittelmeerraum.

 

Von dort überfliegen die Falter die Alpen und treffen dann in Deutschland ein. Hier verpaaren sich die vom weiten Flug oft stark verblassten Insekten und bringen, je nach Witterung, bis zu drei Generationen hervor. Ihre Eier legen die Weibchen an Disteln, Brennesseln, Fingerkraut und Wegerich ab. Die erwachsenen Tiere ernähren sich vom Nektar vieler verschiedener Blütenpflanzen. Einige der hier geschlüpften Falter wandern im Herbst zum Ursprungsort der Elterntiere zurück, während die Zurückbleibenden den Winter nicht überleben.

 

Die Intensität der Wanderungen variiert stark von Jahr zu Jahr. In den letzten Wochen gab es Meldungen aus Hessen, Thüringen, Bayern und NRW, die mit Beobachtungen zahlreicher Schwärme in Spanien und Südfrankreich vor drei Wochen im Einklang stehen. Einzelne Meldungen sprechen von mehreren tausend Exemplaren. Aus dem Oberbergischen liegen der Biologischen Station Beobachtungen aus Marienheide, Gummersbach, Wiehl, Engelskirchen und Hückeswagen vor. Damit scheint 2009 zu einem guten Jahr für den Distelfalter zu werden, so dass die Chance, einen der Schwärme zu entdecken, recht groß ist.

 

Quelle: Biologische Station Oberberg

 

 


 

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06 4191 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017