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Der Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga macht es deutlich. Am Samstag steigt in der Eugen-Haas-Halle (18.30 Uhr) das Schlagerspiel des fünften Spieltages. Der VfL erwartet als Spitzenreiter mit dem TV Großwallstadt eine noch ungeschlagene Mannschaft der laufenden Saison, die ihre Ambitionen mit einem überzeugenden Heimsieg gegen die SG Kronau-Östringen am Mittwoch bestätigte. Ein Unentschieden zum Auftakt beim THW Kiel war das erste Ausrufezeichen, das Trainer Michael Roth mit seinem Team in den letzten Wochen setzte. ”

Hannawald
Archivfoto: Christian Sasse [ TVG Torhüter Chrischa Hannawald ]

Die Vorzeichen sind klar, der VfL ist Favorit und wir krasser Außenseiter”, sagte Michael Roth, “wir kommen aber nicht nach Gummersbach, um zu verlieren, sondern wollen unsere Serie fortsetzen, auch wenn der Sieg gegen Kronau-Östringen sehr viel Kraft gekostet hat.”

In der vergangenen Saison war der TVG am Ende Siebter und begeisterte dabei zeitweise mit herrlichem Tempohandball. Zwar verlor das Team mit Dominik Klein einen der herausragenden Protagonisten des neuen Stils, aber personell schwächer besetzt ist das Aufgebot in Großwallstadt definitiv nicht. Mit dem 105-fachen Nationalspieler Jan-Olaf Immel kehrte zu Saisonbeginn ein wichtiger Baustein der Abwehr nach langer Verletzungspause zurück. Das gleiche Schicksal musste auch der Ukrainer Wjatscheslaw Lochmann verarbeiten, der sich ebenfalls fit zurückmeldete und getrost als weiterer “Neuzugang” angesehen werden kann. Fünf Spieler wurden dazu im Sommer neu verpflichtet, vor allem mit dem dänischen Nationalspieler Anders Oechsler dürfte sich die Qualität des Rückraums erhöhen. Die beiden Isländer Alexander Petersson und Einar Holmgeirsson haben ebenfalls internationale Erfahrung und bilden ein Gespann, das auf der rechten Angriffsseite zu den torgefährlichsten der Liga zählt. Erwähnt man auch noch die deutschen Nationalspieler Jens Tiedtke, Andreas Kunz, Heiko Grimm und Torwart Chrischa Hannawald, mutet es als künstliches Understatement an, wenn Michael Roth von einer Mannschaft ohne Stars spricht. Die gibt es inzwischen beim wieder erwachten TV Großwallstadt wie beschrieben im Dutzend. “Wir sind eine geschlossene Einheit und schlecht auszurechnen, das sieht man auch an der Torstatistik”, sagte Michael Roth, “wir bauen auf Teamspirit.” In der Vorbereitung trafen im Übrigen beide Mannschaften schon zweimal aufeinander.

Der TV Großwallstadt gewann beide Spiele und bestätigte schon damals, dass das Erreichen eines Europapokal-Wettbewerbs kein unrealistisches Saisonziel sein muss. Der VfL Gummersbach ist also hinreichend gewarnt.

vfl wieder da

Trainer Alfred Gislason (VfL Gummersbach):
Wir werden am Samstag auf eine wirklich sehr starke Mannschaft treffen. Ich glaube, dass Großwallstadt seit zehn bis fünfzehn Jahren nicht mehr eine Mannschaft mit dieser Qualität hatte. Ich sehe sie in der Verfolgerrolle der Topklubs, denn sie haben sich in dieser Saison personell verstärkt.

Jan Olaf Immel hat ja ein Jahr gar nicht gespielt, er ist aber jetzt in der Abwehr im Mittelblock mit Ulrich Wolf wieder ein ganz wichtiger Mann. Auch der Ukrainer Lochmann im linken Rückraum ist eine Bereicherung, das hat er schon mehrfach bewiesen. Meine Landsleute Petersson und Holmgeirsson sind ebenfalls sehr wichtig im System von Großwallstadt, dazu gibt es noch einige deutsche Nationalspieler. Michael Roth hat als Trainer sehr gute Arbeit
geleistet, sie spielen einen modernen und sehr schnellen Handball.

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Archivfoto: Christian Sasse [ VfL Physiotherapeut Mori Azghandi machte Alanos wieder “einsatzbereit”. ]

Ich bin froh, dass unser Physiotherapeut zu Beginn dieser Woche einen so tollen Job gemacht hat und Alexis Alvanos bis Mittwoch spielfähig bekam. Jeder konnte in Wetzlar sehen, wie wichtig er für unser Spiel ist. Auch gegen die aggressive Abwehr, die wir von Großwallstadt kennen, ist er ein ganz wichtiger Mann. Es war gut zu sehen, wie Alexis mit aller Macht um seinen Einsatz kämpfte. Er hat auf die Zähne gebissen und bewiesen, dass er kein Weichei ist.

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Archivfoto: Christian Sasse [ Wieder dabei gegen Großwallstadt Alexis Alvanos. ]

Es wird am Samstag sicher ein ganz enges Spiel. Deshalb hoffe ich auch auf ein ausverkauftes Haus in Gummersbach, das uns den Rücken stärkt. Wir haben in Kiel gewonnen, sind Tabellenführer und jetzt kommt mit Großwallstadt der alte Rivale mit einer Topmannschaft. Mehr kann man nicht machen.

Text: VfL Gummersbach

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Archivlink vom 20.04.2006: Desaströse sportliche Vorstellung in Großwallstadt
http://www.ultra-fast-webserver.de/fotoshooting/2006/04-19-2006-vfl-grosswallstadt/index.htm

 


 

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06 3875 · 07 3 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017