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TBV Lemgo – VfL Gummersbach 26:24 (13:10) – VfL Geschäftsführer Francois-Xavier Houlet bekommt die “rot” zu sehen 

Alvanos - VfL Gummersbach

Am 34. und letzten Spieltag der TOYOTA-Handballbundesliga kassierte der VfL Gummersbach eine knappe Auswärtsniederlage gegen den TBV Lemgo. Der Gastgeber gewann das Spiel mit 26:24. Nach einer durchwachsenden ersten Halbzeit mit vielen Offensivfehlern steigerte sich der VfL und hatte das Heimteam in der zweiten Halbzeit am Rande einer Niederlage.  Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 

 

Lemgo – Die Heimmannschaft zeigte in den Anfangsminuten deutlich, wer der Herr im Haus ist: Vor johlender Halle ging der TBV schnell mit 2:0 in Führung. Es dauerte geschlagene fünfeinhalb Minuten, ehe der VfL Torwart Martin Galia bezwingen konnte: Geoffroy Krantz traf zum 2:1. Das war der Startschuss für einen Zwischenspurt der diesmal in grün spielenden Oberbergischen: Momir Ilic, Adrian Wagner und Robert Gunnarsson sorgten mit ihren Toren für eine 4:2-Führung (11.). Der Gastgeber ließ sich aber nicht schocken, durch einen Doppelschlag gelang dem TBV der Ausgleich.

 

Das Heimteam blieb am Drücker und nutzte die Abspielfehler der Oberbergischen, die besonders in der Offensive kaum ein Mittel fanden. Sinnbild der zwischenzeitlichen Abschlussschwäche war ein Tempogegenstoß, den Vedran Zrnic beim Stande von 7:5 für Lemgo weit am Tor vorbei platzierte.

 

VfL-Coach Sead Hasanefendic reagierte mit einer Auszeit und einem Generationswechsel: Er brachte mit Ole Rahmel, Robin Teppich, Jörg Lützelberger und Adrian Pfahl die junge Garde (17. Minute). Der TBV blieb jedoch spielbestimmend und in dieser Phase war es allein VfL-Keeper Goran Stojanovic zu verdanken, dass das Spiel nicht schon frühzeitig entschieden war. Mehrmals parierte der Montenegriner reaktionsschnell und hielt sein Team im Spiel. In der 27. Minute war der VfL wieder dran (10:9), doch dann blieb Drago Vukovic nach einer missglückten Angriffsaktion liegen und hielt sich den rechten Fuß. Nach einer Behandlungspause humpelte der Abwehrchef in die Kabine. Der TBV nutze die Schwächung der Oberbergischen und ging mit einer 13:10-Führung in die Kabine.

 

 

Drago Vukovic

Die Halbzeitpause tat dem VfL gut: Das Hasanefendic-Team kam deutlich verbessert aus der Kabine. Die Angriffe wurden nun konsequenter ausgespielt, immer häufiger musste der starke TBV-Torwart Martin Galia den Ball aus dem Netz holen. Eine weitere gute Nachricht: Drago Vukovic’ Verletzung war nicht ganz so schwerwiegend, der Kroate stand wieder auf der Platte.

 

 

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Bereits in der 37. Minute bot sich Momir Ilic die dicke Chance zum Ausgleich, doch der VfL-Kapitän scheiterte an Galia. In der 41. Minute machte es Viktor Szilagyi besser und glich zum 18:18 aus. Der TBV leistete sich in dieser Phase zu viele Fehler, der VfL nutze diese Fehler, ging in der 42. Minute das erste Mal in Führung (18:19). Der VfL blieb konzentriert und lag in der 52. Minute durch ein erneutes Szilagyi-Tor mit zwei Toren in Front (22:24). Die Führung hatte jedoch nicht lange Bestand, der TBV glich in der 54. Minute aus und ging drei Minuten später sogar in Führung: 25:24.

 

 

Jürgen Franke - Lemgo

Co-Trainer Jürgen Franke – Lemgo – Zwei Minuten vor Schluss bekam Daniel Kubes nach seiner dritten Zeitstrafe die rote Karte, der VfL war in Ballbesitz und Szilagyi traf zum vermeintlichen Ausgleich. Doch das Schiedsrichter-Duo Schaller/Wutzler hatte Passgeber Adrian Wagner im Aus gesehen und gab das Tor nicht. Doch damit nicht genug: Der VfL bekam völlig überraschend auch noch eine Bankstrafe aufgebrummt und stand auch nur noch mit fünf Feldspielern auf der Platte.

 

 

Zouzou - Francois-Xavier Houlet

VfL-Geschäftsführer Francois-Xavier Houlet erhielt sogar noch auf Anweisung des Zeitnehmertischs die rote Karte – übrigens die erste in seiner zwanzig Jahre langen Handballkarriere.

 

 

Lars Kaufmann

Lars Kaufmann nutzte die Konfusion und traf aus der Distanz zum 26:24 – das Spiel fand ein aus Gummersbacher Sicht unglückliches Ende.

 

 

Stimmen aus der Pressekonferenz:  

Sead Hasanefendic 

Sead Hasanefendic (Trainer VfL Gummersbach): Es waren in der ersten Halbzeit ein paar typische Szenen für ein letztes Spiel der Meisterschaft dabei: verworfenen Angriffe, unnötige Ballverluste, Passfehler. Damit war ich gar nicht zufrieden, weil wir uns etwas anderes vorgenommen hatten. Wir wollten uns mit einem starken Gegner messen und ein positives Resultat erreichen. Wir sind hier nicht zu einem Freundschaftsspiel gekommen. Doch in der ersten Halbzeit sind wir zu wenig gelaufen, haben viele Fehler gemacht und nicht das gezeigt, was wir können. In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Wir haben den Drei-Tore-Rückstand aufgeholt und sind sogar in Führung gegangen. Doch kurz vor Schluss wurde es kurios. Da war eine unglückliche Entscheidung dabei, aber ich will die Schiedsrichter nicht kritisieren. Wir haben viel investiert, da war dieses Ende für uns sehr schade. Aber wir können mit der Niederlage leben, denn wir haben eine tolle Saison gespielt.

 

 

Francois-Xavier Houlet (Geschäftsführer VfL Gummersbach): Das Spiel hatte dieses Ende nicht verdient. Der Zeitnehmer muss Autorität zeigen, doch es ist kein Zeichen von Autorität, wenn man allein für die Frage, wer von der Bank eine Zeitstrafe bekommen hat, mit einer roten Karten vom Feld geschickt wird. Das ist nicht verhältnismäßig.

 

 

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Markus Baur (Trainer TBV Lemgo): Wir haben in der ersten Halbzeit sehr beweglich gespielt und aggressiv gedeckt. Wir wollten dem Gegner zeigen, dass wir die Herren im eigenen Haus sind. Das sieht manchmal hart aus, aber es gibt Sicherheit in der Abwehr. 24 Gegentore zu kassieren, ist eine gute Quote, das bin ich zufrieden. Im Angriff war es aber ein Spiel mit vielen Fehlern. Da wurden von beiden Mannschaften die Bälle dahin gespielt, wo sie nicht hin sollten. Ich bin mit dem Sieg am Ende und dem vierten Tabellenplatz sehr zufrieden.

 

Tore VfL Gummersbach : Krantz (2), Wagner (2), Vukovic (1), Ilic (2), Gunnarsson (4), Teppich (1/1), Szilagyi (5), Pfahl (6/3), Zrnic (1)

 

Tore: TBV Lemgo : Kraus (6/1), Preiß (2), Bechtloff (4), Schmetz (1), Kehrmann (1), Mocsai (2), Hermann (3), Kaufmann (7)

 

Strafzeiten: 4/1

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 

 

 


 

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06 4450 · 07 2 · # Freitag, 15. Dezember 2017