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Le Mans hatte es in sich! Sonne und Regen im Wechseltakt. Am Ende erneuter Sieg für Audi vor Peugeot.  (v.l.n.r.) Emanuele Pirro (Italien) und Frank Biela (Neuss/Monte Carlo), für beide der fünfte Sieg in Le Mans, und Marco Werner (Dortmund/Schweiz), für ihn der 3. Le Mans Sieg in Folge. Hier bei der Fahrerpräsentation in Le Mans – Fotos: Dirk Birkenstock [ Fotoagentur NTOi.de ]

 

Frankreich (Le Mans) – Zum 75. mal lud der Veranstalter ein zu einer der größten Motorsportveranstaltungen der Welt – dem 24 Stunden-Rennen von Le Mans. Für Mensch und Material eine der härtesten Belastungen wenn es mit einer Durchschnittsgeschwíndigkeit von ca. 215 km/h vierundzwanzig Stunden lang durch den Bugatti Circuit und die angrenzenden Landstraßen, um die 13,629 km lange Rennstrecke, geht.

 

Zum ersten mal bekam die erfolgsverwöhnte Truppe von Audi dieselangetriebene Konkurrenz in Form des V12 Peugeot 908 HDI FAP. Audi hatte im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Langstreckenklassiker mit einem mit Diesel angetriebenen Fahrzeug gewonnen.

 

 

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Der V12 Peugeot 908 HDI FAP, in kürzester Zeit entwickelt und schon mit einigen Siegen bei 6h-Rennen tritt zum ersten mal in einem 24h-Rennen an

 

Und Peugeot hatte namhafte Fahrerbesetzungen für die Fahrzeuge gewählt, alle Fahrer mit Formel 1- bzw. Champ Car-Erfahrung. Für die Startnummer 8 hatte Peugeot Fahrer wie Stephane Sarrazin (Frankreich), Pedro Lamy (Portugal) und Sebastien Bourdais (Frankreich) verpflichten können.

 

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Wohl einer der berühmtesten „Söhne“ der Stadt Le Mans, der 3-fache Champ Car-Gesamtsieger Sebastien Bourdais, auch genannt „Mr. Champ Car“. Seit 1999 startet er in Le Mans, kam in diesem Jahr zum ersten mal auf’s Podium.

 

Für die Startnummer 7 eine nicht weniger starke Besatzung mit Nicolas Minassian (Frankreich), Marc Gene (Spanien) und Jacques Villeneuve (Kanada).

 

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Formel 1-Weltmeister von 1997, Jacques Villeneuve startete in Le Mans für Peugeot. Hätte er das Rennen gewonnen wäre er der erste gewesen, dem ein Sieg in den vier wichtigsten Meisterschaften bzw. Rennen geglückt wäre (Champ Car-Meisterschaft, Formel 1-Weltmeisterschaft, Indy 500 und 24h-Rennen Le Mans).

 

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Das Fahrzeug von Villeneuve und Co. schied in den Morgenstunden mit technischen Problemen aus

  

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Die Pole-Position hatte Sebastien Bourdais für Peugeot herausgefahren und ging am 16. Juni um 15:00 Uhr als erster über die Start-Ziel-Linie, vor dem Audi mit der Startnummer 2 und seinem „Schwesterauto“, dahinter zwei weitere Audi TDI

 

Doch schon in der ersten Schikane verschenkte Bourdais die Führung an Audi.

   

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Geht noch in der ersten Runde in Führung, der Audi R 10 TDI mit Rinaldo Capello (Italien), Tom Kristensen (Dänemark) und Allan McNish (Großbritannien, hier am Lenkrad)

 

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Und schon nach kurzer Zeit die Dreifach-Führung für Audi – im Bild Nr. 3 Lukas Luhr (Koblenz/Schweiz, hier am Lenkrad), Mike Rockenfeller (Neuwied/Schweiz) und Alexandre Prémat (Frankreich) vor dem Audi mit der Nr. 2

 

Widrige Wetterbedingungen mit immer wieder heftigem Regen im Wechsel mit Sonnenschein waren nicht gerade günstige Bedingungen für die Fahrer und die 260.000 angereisten Fans. In der 24. Runde, beim Herausbeschleunigen aus der Tetre Rouge verlor Mike Rockenfeller sein Fahrzeug und schlug in die Reifenstapel ein. Trotz aller Bemühungen konnte er den Audi nicht mehr an die Box bringen, somit ein frühes Aus für den ersten Audi.

 

Um 7:35 Uhr, nach einer glücklicherweise trockenen Nacht, kam dann das Aus für den zweiten, favorisierten und in Führung liegenden Audi mit u. a. dem siebenfachen Le Mans-Sieger Tom Kristensen. Bei Tempo 260 verlor „Dindo“ Capello ein Hinterrad und der Audi R10 schlug in die Leiplanken ein. Zum Glück blieb das Geburtstagskind, dass an diesem Tag 43 Jahre alt wurde dabei unverletzt. Tom Kristensen – auch genannt Mr. Le Mans – blieb damit vorerst der achte Sieg in Le Mans verwehrt.

 

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9:43 Uhr – der Audi R10 TDI mit Marco Werner hinter dem Lenkrad auf Siegeskurs

 

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Kommt trotz technischer Probleme kurz vor Schluss als zweiter ins Ziel – der Peugeot 908 HDI FAP mit Sarrazin, Lamy und Bourdais

 

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Dritter in der LM P1- (Le Mans Prototypen 1) und gleichzeitig in der Gesamtwertung wird der Pescarolo-Judd 01 mit Emmanuele Colard, Jean Christophe Boullion und Romain Dumas (alle drei Frankreich)

 

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Die schnellste Rennrunde in einem benzingetriebenen Fahrzeug fuhr Stefan Mücke (Berlin) im Lola-Judd B07/17 vom Charouz Racing System (CZ). Zusammen mit Jan Charouz (Tschechien) und Alex Yoong (Malaysien) kam er auf Platz 8 der Gesamt- und auf Platz 5 der LM P1-Wertung ins Ziel. Ohne die technische Probleme, die das Team weit zurückwarfen wäre vielleicht ein Platz auf dem Podium möglich gewesen.

 

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18. Platz gesamt und Sieger in der LM P2-Wertung wird der Lola-Zytek B05/40 vom Team Binnie Motorsports (USA) mit Bill Binnie, Allen Timpany und Chris Buncombe (alle drei Großbritannien)

 

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Sieger in der Klasse der GT1-Fahrzeuge wird der Aston Martin DBR9 mit Darren Turner und David Brabham (beide Großbritannien) und Rickard Rydell (Schweden)

 

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Sieger der Le Mans GT2-Fahrzeuge, der Ferrari F430 GT von Risi Competition (USA) mit Niclas Jönsson (Schweden), Tracy Krohn und Colin Braun (beide USA)

 

  • Von 55 gestarteten Fahrzeugen kamen nur 29 gewertet ins Ziel

 

Kommentar zum Rennen: Nach mehr als 100 Rennen die ich mittlerweile live erlebt habe war dieses Ereignis – die 24 Stunden von Le Mans – mit Abstand die Beeindruckenste aller Motorsportveranstaltungen und ich würde mich freuen im nächsten Jahr für Euch wieder von dort berichten zu können. Ihr Dirk Birkenstock…

 


 

 

-> BONUS! DESKTOP FOTO zum DL! 

 

  • Ein Geschenk an alle Motorsportfans – Die Sieger der 24h von Le Mans als Desktophintergrund (1280×1024 Pixel) Viel Spaß damit!

 

 


 

  • Alle Fotos: Dirk Birkenstock [ Fotoagentur NTOi.de ] Mobil: +49.171.6.888.777 / Festnetz: +49.2261.47.8888. Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht!

 

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06 3511 · 07 2 · # Montag, 18. Dezember 2017