Gesamtmaßnahme zur abwassertechnischen Sanierung im Einzugsgebiet der Kerspe-Talsperre bis Frühjahr 2008 abgeschlossen
 
 
Bei der im Mai 2005 begonnen abwassertechnischen Sanierung erfolgen nun die beiden letzten von insgesamt fünf Bausteinen des gesamten Maßnahmenpakets. Der Wupperverband beginnt Anfang Juli 2007 mit dem Umbau des vorhandenen Stollens, der vom neuen Regenüberlaufbecken (RÜB) Eickener Mühle bis zum Betriebsstandort Stöcken führt, und mit dem Umbau des Stollenein- und -auslaufbauwerks.

 
 
In den vorhandenen Stollen werden zwei neue Rohrleitungen eingebaut. Sie ersetzen die bestehende, hydraulisch überlastete Schmutzwasserleitung. Durch die beiden Leitungen im Stollen wird zukünftig das Abwasser aus dem Kanalsystem der Stadt Kierspe zum Klärwerk Marienheide des Wupperverbandes geleitet. Bei starkem Regen werden überschüssige Wassermengen, die von den Leitungen nicht mehr aufgenommen werden können, im RÜB Eickener Mühle zwischengespeichert. Lässt der Regen nach, wird das im Becken gestaute Wasser dosiert über die Leitungen zum Klärwerk abgegeben.
 
 
Sollte die Kapazität des RÜB ausgeschöpft sein, wird das überschüssige Wasser in dem Stollen gespeichert, der zukünftig zusätzlich als Regenrückhaltebecken mit einem Volumen von rund 5000 Kubikmetern genutzt wird. Erst wenn auch das Volumen des Regenrückhaltebeckens (Stollen) ausgeschöpft ist, erfolgt die Einleitung in den Lingesebach.
 
 
Das RÜB war bereits im November 2006 fertig gestellt worden. Doch erst nach Abschluss der Stollenbaumaßnahme wird es seine vollständige Wirkung entfalten können.

 

Das gesamte Maßnahmenpaket zur abwassertechnischen Sanierung in Kierspe umfasst :

 

  • den Umbau des RÜB Mühlenberg zu einem Absetzbecken mit nachgeschalteter Versickerungsmulde (Fertigstellung Juni 2005),
  • den Umbau des RRB Wildenkuhlen (Fertigstellung Juni 2005),
  • den Neubau des RÜB Eickener Mühle (Fertigstellung November 2006),
  • den Neubau von zwei Rohrleitungen im vorhandenen Stollen zur Ableitung des Drosselabflusses aus dem RÜB Eickener Mühle in Richtung Klärwerk Marienheide,
  • den Umbau des Stollenein- und -auslaufbauwerks und Nutzung des Stollens als Regenrückhaltebecken (RRB).

 

Das Ziel des gesamten Maßnahmenpakets ist, die alten Anlagen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprachen, zu ersetzen und somit den Schutz der nahe gelegenen Kerspe-Talsperre, einer der von der Wuppertaler Stadtwerke AG betriebenen Trinkwassertalsperren, weiter zu verbessern. Darüber hinaus soll der Stadt Kierspe eine geordnete Stadtplanung unter Einbeziehung der Gewerbeentwicklung ermöglicht werden. Um dies zu gewährleisten, hatten die Wuppertaler Stadtwerke, die Stadt Kierspe und der Wupperverband im Dezember 2003 einen Kooperationsvertrag geschlossen.

 

Darüber hinaus soll auch die Lingese-Talsperre des Wupperverbandes von den Baumaßnahmen profitieren, da zukünftig die Einleitungen aus dem alten Regenüberlaufbecken Stöcken in den Lingesebach reduziert werden können.

 

Der Umbau des Stollens – und somit die Umsetzung der Gesamtbaumaßnahme – wird voraussichtlich im Frühjahr 2008 abgeschlossen sein. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme von rund 5,1 Mio. Euro werden von den Wuppertaler Stadtwerken, der Stadt Kierspe und dem Wupperverband anteilig getragen.

 

Quelle: Wupperverband


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