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Foto UPDATE!! (Teil 1/2): Nach 130 Rennen erster Sieg für Mark Webber! Lokalmatador Sebastian Vettel wird Zweiter @Nürburgring

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Mark Webber (AUS) gewinnt beim “Großen Preis von Deutschland” trotz Durchfahrtsstrafe (Rempler gegen Rubens Barrichello im Brawn).  Der australische Red-Bull-Pilot gewinnt am Nürbrugring vor seinem deutschen Teamkollegen Sebastian Vettel (+9,252) und holt im 130. Rennen seinen allerersten Sieg. Fotos: Dirk Birkenstock und Peter Grau [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171-6888777

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Heimrennen für Sebastian Vettel – sein erster Auftritt in einem Formel 1-Boliden auf dem Nürburgring und viele sahen ihn als Favorit. Den Doppelsieg für Red Bull sicherte Vettel nach verpatztem Start vor 250.000 Zuschauern zum “Großen Preis von Deutschland“.

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“Vettelmania“ löst in diesem Jahr die „Schumania“ ab – viele der 250.000 Zuschauer am Nürburgring drückten dem Youngstar die Daumen – auch wenn noch etwa genauso viele „Schumi-Fans“ am Ring waren.

 

Nürburg – Nach acht Jahren und genau 130 Grands Prix endlich der erste Sieg für den Australier Mark Webber. Vor den Augen seines gerührten Vaters kam es endlich zu dem heiß ersehnten Durchbruch, ausgerechnet in der Heimat seines Teamkollegen Sebastian Vettel von dem viele den Sieg erwarteten.

 

Zum dritten mal in der laufenden Saison war das Red-Bull-Renault-Paket, nach Shanghai und Silverstone, beim beim Großen Preis von Deutschland 2009 unschlagbar. Mark Webber, der trotz einer Durchfahrstrafe zu Beginn, vom Start weg in einer eigenen Liga fuhr gewann souverän und zeigte anschließend sogar ungewohnte Emotionen.

 

 

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Dritter wurde Ferrari-Pilot Felipe Massa (BRA)

 

 

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Zweitbester deutscher wurde Nico Rosberg im Williams-Toyota

 

 

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Die Weltmeisterschaft ist wieder offen – während Webber und Vettel keine ernsthaften Konkurrenten hatten, musste Jenson Button (GB) im bislang so dominanten Brawn-Mercedes während des Rennenens Schlangenlinien fahren, um irgendwie die Reifen auf Temperatur zu bekommen.

 

 

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Lewis Hamilton (GB) erwischte mit Abstand den besten Start. Der Weltmeister schoss dank KERS außen an allen Konkurrenten vorbei und wäre wohl in Führung gegangen, aber eine Berührung durch Webber bremste ihn ein. Mit defektem hinterem rechten Reifen musste er nach der ersten Runde an die Box.

 

 

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Zu Beginn des Rennens sah es für den in Gesamtwertung führenden Rennstall noch gut aus – Rubens Barrichello (BRA) bog als Erster vor Webber in die Mercedes-Arena ein

 

 

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Barrichello und Webber setzten sich zunächst von den Verfolgern ab, weil Heikki Kovalainen (SF) im McLaren-Mercedes als unüberholbarer Schutzwall fungierte. Jenson Button, Felipe Massa (BRA) im Ferrari und Sebastian Vettel verloren viel Zeit dahinter

 

 

In der 13. Runde eröffnete Button den Reigen der Boxenstopps, nur eine Runde später kamen gleichzeitig die beiden Führenden rein. Barrichello absolvierte einen normalen Service, Webber saß nur seine Durchfahrtsstrafe ab, die er für die Berührung eines Konkurrenten bekommen hatte.

 

 

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Mark Webber ging vor Kovalainen und Barrichello in Führung, er hatte in der Phase des Rennens freie Fahrt und konnte dadurch den Rückstand auf Barrichello vor seinem eigentlichen Boxenstopp in der 19. Runde verkleinern

 

Heikki Kovalainen, die “rollende Schikane”, ging schon in der 16. Runde an die Box und spielte in der Folge keine ernsthafte Rolle mehr.

 

In der Serie der ersten Boxenstopps kam Adrian Sutil (D) im voll betankten Force-India-Mercedes immer weiter nach vorne. Er war inzwischen zweiter hinter Barrichello als er planmäßig in der 27. Runde zu seinem ersten Stop an die Boxen kam. Sutil stand bei seinem Stop nur 6,8 Sekunden und witterte beim Rausfahren die Chance, sich zwischen die beiden Ferraris zu schieben.

 

 

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Kimi Räikkönen (SF) wollte sich das nicht gefallen lassen und setzte sich vor der ersten Kurve außen neben Sutil, der sich seinerseits nach außen tragen ließ. Es kam zur Berührung, bei der Sutil sich den Frontflügel seines Boliden beschädigte

 

 

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Er hätte zur Sensation des Tages werden können, aber bei Adrian Sutil wird wohl die Enttäuschung riesengroß gewesen sein als er eneut an die Box musste um sich eine neue Nase für den Force India abzuholen. Mit dem Speed wäre wohl ein vierter Platz, und damit das beste Ergebnis in Sutils Formel-1-Karriere realistisch möglich gewesen. Für den “Iceman” Raikkönen war der Arbeitstag ebenfalls vorzeitig vorbei, er musste seinen Ferrari an der Box abstellen

 

 

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Das Brawn-Duo setzte plötzlich auf eine Drei-Stop-Strategie, hoffte man dort auf einsetzenden Regen? Der Himmel wurde dunkler und die Wolken ließen die Mannen des Teams Brawn GP hoffen, aber der Regen blieb aus. So kam Button nur als fünfter und Barrichello als sechster ins Ziel. Mit den harten Reifen mussten sie Schlangenlinien fahren, um irgendwie Temperatur in die Reifen zu bekommen, eine deftige Schlappe für das erfolgsverwöhnte Team

 

 

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Mark Webber ließ an der Spitze nichts mehr anbrennen: “Es ist ein unglaublicher Tag für mich! Ich wollte unbedingt gewinnen, denn ich hatte mir schon in Silverstone Chancen ausgerechnet. Nach der Pole wollte ich es wissen. Nur am Ende fürchtete ich, dass es zu regnen beginnen könnte, aber heute war auch Gott auf meiner Seite”, jubelte er

 

 

Mit dem ersten australischen Grand-Prix-Sieg seit 28 Jahren schrieb Webber Geschichte! Er rückt in der Fahrerwertung bis auf eineinhalb Punkte an Vettel heran und ist nun WM-Dritter.

 

 

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Siebter wurde Fernando Alonso (E) im Renault. Kovalainen rettete auf dem achten Platz einen WM-Punkt ins Ziel

 

“Gut war nur der Start bis zum Anbremspunkt der ersten Kurve”, klagte der Mercedes-Sportchef Norbert Haug. “Lewis streckte vom fünften Platz aus die Nase kurz in Führung, war spät auf der Bremse und unser Rennen war nach dem darauf folgenden Plattfuß vorbei. Immerhin noch ein Punkt für Heikki mit der alten Spezifikation. Wir müssen uns dringend weiter steigern.”

 

 

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Timo Glock (D) im Toyota, nach Start aus der Boxengasse zeigte er eine starke Performance. Nach 60 Runden lag er nur  2,7 Sekunden hinter dem achten Platz

 

 

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Nick Heidfeld im BMW Sauber kam nur als 10. ins Ziel. Wieder einmal wurden die Probleme, mit denen BMW zu kämpfen hat deutlich, an Podiumsplätze ist derzeit wohl nicht zu denken

 

 

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Giancarlo Fisichella im zweiten Force-India-Mercedes kam als elfter ins Ziel

 

 

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12. Platz für Kazuki Nakajima (J) im Williams-Toyota

 

 

13. Platz für Nelson Piquet jun (BRA) im Renault. Robert Kubica (PL) im BMW wurde 14.

 

 

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Adrian Sutil im Force India wurde 15. vor Sebastian Buemi (CH) im Toro Rosso der als 16. ins Ziel kam

 

 

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Jarno Trulli (I) im Toyota wurde 17. beim großen Preis von Deutschland

 

 

Lewis Hamilton im McLaren Mercedes ist der einzige Fahrer der im Rennen überrundet wird, er kommt als 18. ins Ziel.

 

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Das erste Ausfallopfer im Rennen war schon im ersten Renndrittel Sébastien Bourdais (F) im Toro-Rosso-Ferrari, es wird wohl sein letzter Auftritt in der Formel 1 gewesen sein

 

 

Sebastian Vettel: “Glückwunsch an Mark – er war heute nicht zu schlagen und hat diesen Sieg mehr als verdient. Ich selbst freue mich nach dem schwierigen Start gegen die KERS-Autos über den zweiten Platz.” – Der Deutsche liegt nach neun von 17 Rennen 21 Punkte hinter Jenson Button an zweiter Stelle der Fahrer-WM. Marc Webber liegt eineinhalb und Barrichello drei Punkte dahinter.

 

 

In der Konstrukteurswertung ist Red Bull bis auf 19,5 Punkte an Brawn GP herangekommen.

 

 

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Aber an diesem Wochenende gab es mehr als nur einen Formel 1 Grand Prix. Der „neue Nürburgring“ präsentierte sich nach den großen Umbauarbeiten (fast) fertig mit:

  • der neuen, voll überdachte Haupttribüne für 5.000 Menschen sowie modernste Business-Lounges für insgesamt 600 Personen,
  • dem schnellsten Fahrgeschäft der Welt, einer Beschleunigungsbahn, die parallel zu Start und Ziel auf einer Rundbahn in 2,7 Sec. auf 217 km/h beschleunigt. Die Beschleunigungswerte sind doppelt so schnell wie in der Formel 1! Es wurde am Sonntag durch Michael Schumacher eröffnet, der die erste Fahrt vor dem Grand Prix im Coaster erleben durfte,
  • Erlebnisgastronomie im „Dorf Eifel“ – der „Grünen Hölle“ – gegenüber dem Boulevard mit einer Kapazität von 5.000 Plätzen und Angeboten für Gruppenreisen und Individualtouristen (65 Zimmer),
  • ein Motorsport-Resort mit 100 Bungalows, in einem idyllisch südwärts gelegenen Hain in der Nähe der Rennstrecke und des Offroad-Parks,
  • ein weiteres Vier-Sterne-Hotel mit 160 Zimmern und außergewöhnlichen Wellness-, Tagungs- und Gastronomiebereichen,
  • eine neue 1.800 qm große Eventhalle (plus 200 qm Foyer) für 1.500 Personen,
  • eine 15.000 qm große „Indoor-Attraction“, eine faszinierende Mischung aus Museum und Science Center: Mythos Nürburgring, Automobil-Historie, Rennsport, Technik-Labor, Formel 1, Nürburgring-Academy (Schulungsprogramme), Simulatoren, 4D-Kino etc.. Aufenthaltsdauer: 4-5 Stunden,
  • ein überdachter 350 m langer und bis zu 65 m breiter Boulevard (oder Mall) neben der neuen Haupttribüne mit Flagship-Präsentations-Stores (Brand Centers), Gastronomie und einer überdachten Mehrzweck-Arena für 3.600 Personen und einer bespielbaren Fläche von 2.000 qm, inklusive einem neuem Parkhaus mit 700 Plätzen,
  • ein neues Welcome Center als zentrale Orientierungs- und Anlaufstation. Bus- und Pkw-Vorfahrt, Touristen-Information, Bank, Merchandising-Shop.

 

 

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Viele Fotos vom „Neuen Nürburgring“, den Fans die für Stimmung nicht nur beim Großen Preis von Deutschland und den Rahmenrennen, sondern auch im „Dorf-Eifel“ sorgten folgen im zweiten Teil, und vieles mehr!

 

 

Dirk Birkenstock und Peter Grau für Motorsport.NEWS-on-Tour.de

 

 

 

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06 7503 · 07 4 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017