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VfL Gummersbach meldet Neuigkeiten im Doppelpack 

Neu beim VfL Gummersbach Allahkaran Esteki (21). Der Sportstudent spielt beim iranischen Erstligisten Foolad Mobarakeh Sepahan und gilt als eines der größten Talente des Landes. Trotz seines jungen Alters wurde er bereits 36-mal in die Nationalmannschaft des Irans berufen. Zudem absolvierte er 25 Länderspiele für die Juniorenauswahl seines Landes. Esteki spielt in Offensive und Defensive auf Halblinks und Mitte. In seiner Heimat ist der 1,95 Meter große und 94 Kilogramm schwere Athlet besonders für seine Rückraumschüsse bekannt. Foto: VfL Gummersbach

 

Gummersbach – Iranische Profi-Fußballer sind in Deutschland keine Seltenheit: Mehdi Madavikia, Ali Daei oder Ali Karimi sind bekannte Namen. Nach iranischen Handballspielern sucht man dagegen in den Kaderlisten der Toyota Handballbundesliga vergeblich. Das könnte sich bald ändern, denn heute konnte der VfL Gummersbach mit Allahkaran Esteki den ersten iranischen Handballspieler begrüßen, der sein sportliches Glück in Europa sucht.

 

Der 21-jährige Rechtshänder trainiert in den kommenden drei Monaten bei den VfL-Profis zur Probe mit, sollte Allahkaran das Trainerteam um Sead Hasanefendic überzeugen, steht einem Vertrag mit dem 36-fachen Nationalspieler nichts im Wege. Sein Aufenthalt in Gummersbach wird nur im August für zwei Wochen unterbrochen, wenn Allahkaran bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Ägypten am Ball sein wird. „Ich bin sehr froh, hier in Gummersbach zu sein und bin dankbar, dass ich mittrainieren darf. Es wäre ein Wunschtraum, wenn ich der erste iranische Spieler in der Handballbundesliga sein dürfte, doch das ist noch ein sehr langer Weg“, gibt sich Allahkaran bescheiden.

 

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VfL-Physiotherapeut Mori Azghandi – Archivfoto: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777

Ob Allahkaran auch mit den Anforderungen der „besten Handballliga der Welt“ zurechtkommt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die Umstellung wird auf jeden Fall riesig sein, denn die iranische Liga „ist von der Spielstärke her etwa mit deutschen Regionalliga zu vergleichen“, sagt VfL-Physiotherapeut Mori Azghandi, der den Kontakt zwischen seinem Landsmann Esteki, dem iranischen Handballverband und dem VfL Gummersbach hergestellt hat. „Ich habe viele Spiele der iranischen Nationalmannschaft gesehen und immer hat mir Allahkaran gut gefallen.

 

Irgendwann habe ich vom iranischen Handballverband DVDs mit seinen Spielen besorgt und sie unserem Trainer und unserem Geschäftsführer gezeigt. Sead Hasanefendic und Zouzou Houlet haben dann entschieden, dass Allahkaran eine Chance bekommt und mittrainieren darf. Er hat viel Potenzial, nun wollen wir sehen, ob er auch mit dem ungewohnten Umfeld zurechtkommt und hier seine Leistung abrufen kann“, sagt Mori Azghandi.

 

Dass in den ersten Tagen der Saisonvorbereitung hauptsächlich Konditionsarbeit auf dem Trainingsplan steht, schreckt Esteki nicht. Er kommt geradewegs von einem Trainingslager der iranischen Juniorennationalmannschaft „und ist fit wie ein Turnschuh“, wie Mori versichert.

 

 

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Steffen Fäth wird in der kommenden Spielzeit das Trikot des VfL Gummersbach tragen

 

Das 19-jährige Rückraumtalent kommt von den Rhein-Neckar-Löwen ins Oberbergische und wird vorerst für ein Jahr ausgeliehen. Je nach Entwicklung des Spielers ist jedoch auch eine Zusammenarbeit über die Saison 2009/10 hinaus zwischen VfL und Steffen Fäth möglich. Der 1,94 große und 88 Kilogramm schwere Rechtshänder gilt als eine der großen Nachwuchshoffnungen des deutschen Handballs. Steffen Fäth ist eine feste Größe in der Juniorennationalmannschaft und bereits in den Focus von Bundestrainer Heiner Brand gerückt. Bei den Jugendeuropameisterschaften im vergangenen Jahr in der Slowakei wurde er zum „Most valuable Player“ gewählt. Steffen ist Allrounder, fühlt sich aber auf der halblinken Königsposition am wohlsten. Wegen der großen Konkurrenz auf dieser Position bei den Rhein-Neckar-Löwen hat er in der vergangenen Saison auch ein Zweitspielrecht beim Zweitligisten SG Wallau-Massenheim erhalten, der 19-Jährige war aber meist im Kader der Rhein-Neckar-Löwen zu finden und hat regelmäßig Tore für die Mannheimer geworfen.

 

Das Zweitspielrecht für Wallau-Nachfolger HSG Frankfurt RheinMain behält Steffen auch weiterhin, seine Konzentration liegt jedoch eindeutig auf dem VfL Gummersbach. „Ich freue mich sehr auf die Zeit beim VfL Gummersbach. Es wird ein tolles Erlebnis in einem Club mit so viel Handballtradition zu spielen“, sagt Steffen. Durch seinen Wechsel verspricht er sich, weiter Fuß in der Handballbundesliga zu fassen. „Mein Ziel ist es, mich in Gummersbach weiterzuentwickeln und möglichst viele Spielanteile zu bekommen. Ich will so gut es geht dabei helfen, die vom Club gesetzten sportlichen Ziele zu erreichen.“

 

Steffen Fäth sei ein sehr interessanter Spieler, dessen Entwicklung er schon einige Zeit verfolgt habe, so VfL-Geschäftsführer François-Xavier Houlet. „Steffen ist eines der größten Handballtalente Deutschlands und verfügt über viele Qualitäten, daher bin ich sehr froh, dass er nun bei uns spielen wird. Dass er in der Bundesliga mithalten kann, hat er bei seinen Einsätzen für die Rhein-Neckar-Löwen gezeigt. Nun kann er bei uns den nächsten Schritt machen und sich etablieren. Allerdings müssen wir ihm auch Zeit geben und dürfen nicht sofort zu viel von Steffen erwarten“, so Houlet.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

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06 1051 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017