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Rot glühendes Eisen im Feuer und sprühende Funken in der Dunkelheit. Dazu das rhythmische Klingen des Schmiedehammers in der Dämmerung. All das verleiht dem Schmieden bei Nacht einen eigenen, besonderen Reiz. Diese einmalige Atmosphäre kann man bei der “Nacht der Schmiedefeuer” am Freitag, den 10. August erleben.

 

In drei oberbergischen Museen, davon zwei in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) brennen von 19 bis 22 Uhr die Schmiedefeuer: im Bergischen Freilichtmuseum in Lindlar des LVR, im Museum “Achse, Rad und Wagen” in Wiehl und im Oelchenshammer des Rheinischen Industriemuseums des LVR, Schauplatz Engelskirchen.

 

Im Bergischen Freilichtmuseum Lindlar kann man dem Schmied bei seiner schweißtreibenden Handarbeit über die Schulter schauen. In der original eingerichteten Dorfschmiede wurden früher Huf- und Klaueneisen sowie Pflugscharen, Beschläge und in großen Mengen Nägel hergestellt. Über das Schmiedehandwerk und die Eisenverhüttung im Wandel der Jahrhunderte berichtet der Geschichtenerzähler. Auf dem Vorplatz der Schmiede ist eine Feldschmiede in Aktion.

 

Im Werksmuseum der BPW Bergische Achsen KG geht es um das Thema Wagenschmied. Der Museumsschmied Helmut Thieme führt einen Federhammer und eine Biegemaschine vor. Als Höhepunkt der Veranstaltung wird um 19 und um 21 Uhr ein glühender Radreifen auf ein Holzspeichenrad aufgezogen.

 

Im historischen Oelchenshammer des Rheinischen Industriemuseums Engelskirchen lebt eine fast vergessene Handwerkskunst wieder auf. Unter dem schweren, wasserbetriebenen Hammer wird ein Stahl von ganz besonderer Qualität geschmiedet. Er wurde einst in bergischen Betrieben zu Messern, Sensen und anderen hochwertigen Werkzeugen weiter verarbeitet. Faszinierend ist es, dem Schmied bei seiner schweren Arbeit an Esse und Hammer über die Schulter zu schauen.

 

Im ehemaligen Haus des Schmiedemeisters informiert eine kleine Präsentation in Text und Bild über das einst in der ganzen Region verbreitete Eisen- und Stahlgewerbe. Im Hof des Oelchenshammers demonstrieren verschiedene Hufschmiede ihr Können.

 

Quelle: Landschaftsverband Rheinland (LVR)

 


 

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06 1018 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017