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(Quelle: VfL Gummersbach) – VfL-Mannschaftskapitän Gudjon Valur Sigurdsson war zuletzt neu auf die Verletztenliste geraten, Rechtsaußen Vedran Zrnic ist schon seit Anfang 2007 angeschlagen. Beide wurden jetzt operiert, VfL-Mannschaftsarzt Dr. Thomas Koppelberg gab heute Aktuelles über den Stand der Dinge bei beiden VfL-Profis durch.  


 
“Gokir” Sigurdsson ist heute erfolgreich in der Kölner Praxis von Dr. Höher, einem Knie-Spezialisten, ambulant operiert worden. Der Eingriff war erfolgreich, im Knie befanden sich freie Gelenkkörper, die nun entfernt sind. “Wann genau er wieder einsatzbereit ist, kann man schwer voraussagen”, informiert Dr. Koppelberg, “voraussichtlich wird das drei Wochen dauern”.
 
 
Deutlich weiter ausholen muss der Mediziner bei der Beschreibung der “Krankenakte Zrnic”, die hoffentlich in zwei Wochen geschlossen werden kann, während Vedran momentan noch seine Muskulatur mit Reha-Maßnahmen stärkt.
 
 
Erstmalig war er im April 2007 wegen seiner Beschwerden am Schienbein von Dr. Koppelberg untersucht worden. “Auf dem Röntgenbild habe ich einen Defekt an der vorderen Schienbeinkante gesehen und daraufhin eine Kernspintomographie veranlasst, die am 3. Mai in Gummersbach stattfand”, berichtet der Sportmediziner.
 
 
Diese Untersuchung zeigte ein Unterschenkel-Stresssyndrom durch Überbelastung. Daraufhin erfolgte zunächst eine konservative Behandlung durch Schonung und Physiotherapie, die auch eine Besserung brachte. “Wir hofften damals alle, dass durch die Beruhigung in der Sommerpause die endgültige Heilung eintreten würde”, so Dr. Koppelberg.
 
 
Als Vedran sich jedoch zur Saisonvorbereitung beim VfL zurückmeldete, beklagte er sich wieder über schlimmer werdende Schmerzen. Er hatte sich während der Sommerpause in Kroatien weiter konservativ behandeln lassen, um topfit in das Training mit der Mannschaft einsteigen zu können. Die VfL-Mediziner veranlassten dann eine weitere Kernspintomographie, als deren Ergebnis der Verdacht auf ein Osteoid-Osteom herauskam, einen gutartigen, aber schmerzhaften Knochentumor (als solchen bezeichnet man eine “fehlerhafte” Knochenneubildung).
 
 
Sofort ließen die VfL-Ärzte eine weitergehende Untersuchung, eine Skelett-Szintigraphie durchführen, die diese Diagnose wieder in Frage stellte. Um endlich Klarheit zu gewinnen und für Vedran eine Lösung herbeizuführen, stelle Dr. Koppelberg ihn dem Paderborner Knochentumor-Spezialisten Prof. Lindner vor. Dieser führte eine Operation unter CT-Kontrolle durch.
 
 
 

 

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Es handelte sich um einen minimalen, punktuellen Eingriff. Die entnommene Knochenprobe führte zu dem histologischen Ergebnis einer lokalen Knochen-Nekrose – ein vermutlich alter, vernarbter und nicht durchbluteter Defekt, der mittels einer Herdsanierung behandelt wurde. Der betroffene Bereich am Schienbein wird jetzt wieder durchblutet. “Eine solche lokale Knochen-Nekrose ist sehr, sehr selten und auch schwierig zu diagnostizieren, selbst der ausgewiesene Spezialist Prof. Lindner, der schon viel gesehen hat, kannte sie an dieser Stelle am Schienbein noch nicht”, sagt Dr. Koppelberg.

 
 
“Ich habe seit der Operation keine Schmerzen mehr”, freut sich Vedran. “Die Stelle ist noch ein bisschen geschwollen, aber das ist normal.” Vedran geht jetzt, momentan noch auf Krücken, jeden Tag für verschiedenste Maßnahmen und das Krafttraining in Urban Wronas Reha-Zentrum “Rehaktiv” – und er schätzt seine Heilung ein wie Dr. Koppelberg: “Ich werde nach zwei Wochen wieder mit der Mannschaft trainieren können und brauche dann vielleicht noch zehn Tage, bis ich wieder richtig drin bin.”
 


 

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06 1500 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017