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Der Förderverein Tschernobyl besuchte mit 13 Kindern und Jugendlichen Landrat Hagen Jobi (r.) in seinem Büro. Foto: Oberbergischer Kreis

 

Gummersbach – Die gute Luft in Oberberg und die herzliche Aufnahme in den Gastfamilien in Wipperfürth und Lindlar helfen 13 Kindern aus dem Dorf Petuchowka sich von den Folgeschäden des Reaktorunfalls in Tschernobyl zu erholen. Um den Oberbergischen Kreis ein wenig besser kennen zu lernen, besuchten die Jungen und Mädchen am heutigen Mittwoch auch das Kreishaus.

 

Landrat Hagen Jobi hieß seine jungen Gäste herzlich willkommen und informierte sie über den Oberbergischen Kreis und sprach mit ihnen über ihre Eindrücke nach zwei Wochen Aufenthalt. Mit ihrer Lehrerin und einer Dolmetscherin bleiben die Kinder noch bis kommenden Sonntag. „Die drei Wochen tun der Gesundheit der Kinder sehr gut“, erklärte Lehrerin Lubow Woronzowa.

 

Dank des gesunden Essens, das nicht radioaktiv belastet sei, und der frischen Luft würden sich die Acht- bis Zwölfjährigen gut erholen und vor allem ihr Immunsystem stärken. Wie Monika Gräf, zweite Vorsitzende des Wipperfürther Vereins, berichtete, vermittelten Ärzte und die Stiftung der Kinder von Tschernobyl in Minsk die jungen Gäste nach Oberberg. Obwohl der Unfall in dem Kernkraftwerk Tschernobyl schon 21 Jahre zurückliegt, leiden die Menschen noch heute unter einem geschwächten Immunsystem und Erkrankungen wie Leukämie und Schilddrüsenveränderungen.

 

Nach einem Besuch in Petuchowka 1996 gründeten einige Wipperfürther den Verein und organisieren seitdem jährlich für Kinder drei Wochen Ferien in Oberberg. Zur Erinnerung an ihren Besuch im Kreishaus überreichte Landrat Jobi allen Jungen und Mädchen eine Brotzeit-Dose gefüllt mit frischem Obst. Für ihn gab’s im Gegenzug eine handgefertigte Puppe aus Weißrussland.

 


 

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06 954 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017