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Hauptsache gewonnen! Das war das einhellige Fazit aller Gummersbacher nach dem Schlusspfiff, als Spieler, Offizielle und Fans auf dem Spielfeld ausgelassene Freudentänze der Erleichterung aufführten. Foto: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Rein kommerzielle Fotoanfragen gerne erwünscht 0171-6888777 oder cs@ntoi.de 

 

Minden –  Kurz zuvor hatte Oleg Kuleschov mit einem Hechtsprung in den Kreis den Ball ins Seitenaus befördert und damit nach der 17. Parade von Nandor Fazekas verhindert, das Minden noch einmal in Ballbesitz kam.

 

Diese spektakuläre Aktion war das i-Tüpfelchen einer guten Leistung des russischen Spielmachers und der Höhepunkt einer dramatischen Endphase eines Spiels, in dem die kämpferischen Elemente im Vordergrund standen. Es war auch kein Zufall, dass der dritte Gummersbacher, der in den letzten zwei spannenden Minuten zu den Hauptdarstellern zählte, wie seine Teamkollegen Kuleschow und Fazekas an diesem Nachmittag zu den Stützen des VfL zählte.

 

Robert Gunnarsson wurde neun Sekunden vor der Sirene von Oleg Kuleschow herrlich angespielt, narrte mit einer Körperdrehung zwei Abwehrspieler und warf den erlösenden Siegtreffer zum 23:24.

 

Fünf Versuche und fünf Tore dokumentierten auch in der Statistik die bemerkenswerte Vorstellung des isländischen Kreisläufers, der nach seiner Meniskusoperation bekanntlich erst vor gut einer Woche in das Training eingestiegen war. Robert Gunnarsson war es auch, der nach fünf Minuten das erste Tor des VfL erzielte. Der VfL hatte nämlich so begonnen, wie er am Mittwoch gegen die Rhein-Neckar Löwen in der Kölnarena aufgehört hatte: verunsichert und übernervös, weit entfernt von den Ansprüchen eines Champions League Teilnehmers.

 

Die Abschlussquote des ideenlosen Angriffs war miserabel und die Gegenstöße fehlten, so dass sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Nach einer Viertelstunde stand es 5:5, denn Minden konnte mit seinen bescheidenen Mitteln nicht nur Paroli bieten, sondern witterte seine Außenseiterchance. Nach dem 7:9 durch Gudjon Sigurdsson schien sich eine Wende anzubahnen und der VfL seine sportlichen Ziele auch auf dem Feld umsetzen zu können. Doch nach dem 8:11 (24.) ließen sich die Gummersbacher durch einige Schiedsrichterentscheidungen wieder aus der Bahn werfen, Minden nutzte die Gunst der Stunde und glich bis zur Pause wieder aus.

 

Lange Zeit mussten dann die oberbergischen Fans in der zweiten Hälfte in der mit 2000 Zuschauern nur halb gefüllten Kampahalle bangen, es drohte am zweiten Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga die zweite Niederlage. Die Ostwestfalen führten mit 17:15 und 18:16 und nach dem 20:18 nahm VfL-Trainer Alfred Gislason noch einmal eine Auszeit, um mit taktischen Änderungen das drohende Unheil abzuwenden. Die Ansprache wurde verstanden und hatte Erfolg. Der bis dahin erneut blasse Alexis Alvanos schaffte den Anschluss, anschließend schien Momir Ilic förmlich zu explodieren.

 

Das 20:20 gab dem serbischen Rückraumspieler neues Selbstbewusstsein, denn anschließend bekam Minden ihn überhaupt nicht mehr in den Griff. Sein Treffer zum 21:22 ließ die VfL-Fans in der 57. MInute zum ersten Mal von zwei Punkten träumen, nach dem Gegenstoßtreffer von Roman Pungartnik zum 22:23 durfte weiter gezittert werden. Stefan Just verwandelte aber 36 Sekunden einen Siebenmeter für die Gastgeber sicher. Der folgende Show-down mit den drei Protagonisten ist bekannt. Neuzugang Adrian Wagner hatte im Übrigen einen Kurzeinsatz von fünf Minuten.

 

Alfred Gislason (VfL Gummersbach): Heute zählen nur die beiden Punkte. Wir waren wie schon am Mittwoch irgendwie zu überdreht und sehr nervös, alles war nur Kampf und Krampf. Die Abwehrleistung und unser Torwart waren in Ordnung, der Gegenstoß war schlecht und der Rückraum sehr schlecht. Bis auf Oleg Kuleschow, der hat ein gutes Spiel gemacht, seine drei Tore aus der zweiten Reihe waren sehr wichtig für diesen glücklichen Sieg. Das letzte Anspiel kam ja auch von ihm, seine Ideen in der Spielöffnung haben uns sehr geholfen.

 

Wir haben ja hier nicht gegen eine direkten Konkurrenten gepunktet, wir haben andere Ansprüche. Minden hat uns aber mit einer bis an die Grenze gehenden aggressiven Spielweise das Leben sehr schwer gemacht. Dazu haben uns einige Entscheidungen verunsichert und abgelenkt. Ich habe in den letzten zehn Minuten noch einmal taktisch umgestellt. Davon hat vor allem Momir Ilic profitiert. Der spielte fünfzig Minuten schwach, dann aber in den letzten zehn Minuten sehr stark. Ich bin überzeugt, dass uns diese zwei Punkte Sicherheit geben und wir uns spielerisch steigern. Kämpferisch haben alle ihr Bestes gegeben.

 

Text: VfL Gummersbach

 

 

Infos zum Spiel

  • Schiedsrichter: Hagen Becker, Axel Hack
  • Zuschauer: 2.000

 

 

Torschützen:

# Feldspieler Tore Quote 7m Quote
18 Robert Gunnarsson 5/5 100% 0/0 0%
20 Oleg Kuleschow 4/7 57% 0/0 0%
13 Momir Ilic 5/7 71% 2/3 67%
22 Gudjon Valur Sigurdsson 6/7 86% 3/3 100%
10 Roman Pungartnik 2/3 67% 0/0 0%
21 Alexandros Alvanos 2/4 50% 0/0 0%
2 Geoffroy Krantz 0/1 0% 0/0 0%
14 Sverre Andreas Jakobsson 0/0 0% 0/0 0%

 

# Torwart Paraden 7m-Paraden
1 Nándor Fazekas 17 1

 

 

 

Strafzeiten:

 

# Name 2min Gelbe Rote
2 Geoffroy Krantz 4 1 0
14 Sverre Andreas Jakobsson 4 1 0
13 Momir Ilic 2 0 0
1 Nándor Fazekas 0 0 0
18 Robert Gunnarsson 0 1 0
10 Roman Pungartnik 0 0 0
21 Alexandros Alvanos 0 0 0
22 Gudjon Valur Sigurdsson 0 0 0
20 Oleg Kuleschow 0 0 0

 

 Quelle: VfL Gummersbach

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06 1062 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017