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VfL Gummersbach – HSG Düsseldorf 31:18 (14:11) @LANXESS arena 

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Sead Hasanefendic hatte die zwei Punkte gegen die HSG bereits prophezeit: „Wir wollen zwei Punkte mit aller Macht!“ Zum Saisonstart der Toyota Handball Bundesliga war mit der HSG Düsseldorf einer der Aufsteiger zu Gast. Für den VfL eine in doppelter Hinsicht nicht ganz einfache Situation. Im Vorfeld sorgten die Diskussionen um die finanzielle Situation bei dem Traditionsverein für Unruhe und mit der HSG kam eine Mannschaft die nur schwer einzuschätzen war. HQ-Fotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de
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Gummersbach wirkte in der Anfangsphase nervös und wurde von den Gästen in den ersten 12 Minuten der Partie regelrecht vorgeführt. Der einzige der auf Gummersbacher Seite einen klaren Kopf behielt war Goran Stojanovic. Ohne seine 26 Paraden (davon vier Siebenmeter) wäre es wohl nicht nur beim 1:5 Rückstand nach 10 Minuten geblieben.
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Neben Stojanovic war auch Audrey Tuzolana hellwach. Mit seinen 7 Treffern war er der Beste Werfer des Abends.

 

Köln – Es ist eine alte Sportweisheit: Beim ersten Spiel der Saison wissen die Mannschaften nie so genau, wo sie stehen. Folglich herrschte auch unter den VfL-Fans eine gewisse Nervosität. Die vorherrschende Frage war: Wie hat der neu formierte VfL die Schlagzeilen um die finanzielle Situation des Clubs weggesteckt?

 

 

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Ein recht harmloser VfL bekam erst mit und mit die nötigen Sicherheit und konnte nach 21. Minuten durch Adrian Pfahl zum 7:7 ausgleichen. Bedenkt man das Stojanovic zu diesem Zeitpunkt schon drei Siebenmeter entschärft hatte, wirkte auch der Ausgleich gegen den Aufsteiger eher schmeichelhaft. Danach war der VfL aber in der Partie angekommen. Zur Halbzeit nach dem klaren Rückstand dann schon eine verdiente 14:11 Führung.

 

 

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Die zweite Halbzeit lief dann für den VfL nach Maß. Zwar waren die Gäste bis zum 17:16 in der 40. Minute noch auf Augenhöhe, doch 12 Treffer der Hasanefendic Truppe in Folge ließen die HSG merken das man in der ersten Liga angekommen waren. Auf die aggressiven VfL Deckung hatten die Gäste keine Antwort mehr. Die VfL Deckung ließ keine leichten Treffer mehr zu und zwang den Gast immer wieder zu überhasteten Abschlüssen, die dem VfL immer wieder zu schnellen Gegenstößen verhalf, die auch eiskalt genutzt wurden.

 

 

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Überhaupt zeigte sich die VfL Spieler mit Toren auf breiter Front. Neben Tuzolana konterten: Adrian Pfahl (6), Drago Vukovic (5), Robert Gunnarson (5) Vedran Zrnic (2/1), Viktor Szilagyi (3). Jeweils einen Treffer erzielten Geoffroy Krantz und Jörg Lützelberger.

 

 

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Bester Scorer auf Seiten der HSG Düsseldorf Fratisek Sulc (#29)

 

 

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Lediglich 3.021 Zuschauer kamen zum ersten Spiel des VfL Gummersbach in die LANXESS Arena

 

 

 

Stimmen aus der Pressekonferenz:

 

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HSG Düsseldorf, Goran Suton
: „Ich gratuliere dem VfL für den auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Wir haben zwar konsequent angefangen und haben den VfL unter Druck gesetzt, haben aber auch klarste Chancen nicht genutzt oder sind an Goran Stojanovic gescheitert, der heute Abend wohl der beste VfL Spieler war. In der zweiten Halbzeit haben wir gemerkt, was es bedeutet in der 1. Liga zu spielen. Gummersbach hat keine leichten Treffer mehr zugelassen und ohne die konnten wir hier nichts reißen. Unsere schnellen Abschlüsse schlugen wieder und wieder fehl und wir wurden vom VfL gnadenlos ausgekontert.“

 

 

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VfL Gummersbach, Sead Hasanefendic
: „In den ersten Spielen der Saison sind immer Überraschungen drin. Wir haben uns zwar auf die HSG vorbereitet, waren aber zu Beginn von der 4:1 Deckung doch überrascht und sind nur schwer ins Spiel gekommen. Mit Verlauf der Partie wurden wir aber immer sicherer und haben mit Stojanovic unseren großen Rückhalt gehabt. Das hat die HSG verunsichert und am Ende haben wir verdient gewonnen. Wir haben nur eine dünne Spielerdecke und brauchen auch noch etwas Zeit die neuen Spieler ins Team zu integrieren. Ohne die geht es aber nicht. Mit nur neun Spielern wie heute ist es nicht möglich durch die Saison zu gehen. Umso vorrangiger ist es, auch die jungen Spieler, möglichst schnell zu integrieren.“

 

 

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Nach dem Spiel legte die HSG Protest gegen die Wertung des Spiels ein. „Wir wollen geprüft wissen, ob der VfL seine Spielberechtigungen zu Recht bekommen hat. Wir wollen geklärt sehen, dass der VfL die Gehälter der Spieler bezahlt hat. Da bitte ich um Verständnis, wir mussten so handeln“, so HSG-Manager Frank Flatten.

 

 

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„Wir haben ganz schwach angefangen und es dauerte zehn Minuten, bis wir überhaupt ins Spiel gekommen sind, doch dann lief es. Super fand ich, dass wir mehrere Spieler hatten, die fünf- oder sechsmal getroffen haben. Wir haben viel über die Unruhe der letzten Tage im Mannschaftskreis gesprochen und ich bin froh, dass wir nun eine sportliche Antwort gegeben haben“, sagte der neue VfL-Kapitän Robert Gunnarsson unmittelbar nach dem Spiel.

 

 

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„Ein guter Auftakt ist wichtig, weil er richtungweisend ist. Ich denke, die Zuschauer wurden gut unterhalten und ich hoffe, sie kommen alle wieder. Die Mannschaft hat gut auf die problematische Situation in der vergangenen Woche reagiert und sich schnell bereit erklärt, dem Verein in der kritischen finanziellen Lage zu helfen. Daher ist auch keine große Unruhe in der Mannschaft entstanden. Ich sehe dem Protest gelassen entgegen. Ich denke, der Protest wird abgeschmettert“, so der Sportdirektor des VfL Gummersbach Francois Xavier Houlet.

 

 

 

Ausführlicher Spielbericht von Holger Klein:

 

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Torwart Goran Stojanovic gab gleich in der ersten Minute die richtige Antwort, als er einen Wurf Michael Hegemann parierte. Im Gegenzug traf Drago Vukovic nur die Latte, doch Hegemann scheiterte erneut an Stojanovic.

 

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Trotzdem ging das erste Tor auf das Konto der HSG: Sturla Asgeirsson (#22)  nutze einen Tempogegenstoß.

 

 

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Die Blau-Weißen taten sich mit der 5:1-Defensive der Gäste schwer, zudem war HSG-Keeper Matthias Puhle zweimal hintereinander auf den Posten. Nach sechs Minuten stand es 2:0 für die HSG, dem VfL gelang in der Anfangsphase keine einzige offensive Aktion. In der siebten Minute musste Patrick Fölser nach einem Foul an Vukovic für zwei Minuten das Feld verlassen, doch auch aus der Überzahl machte das Hasanefendic-Team nichts. Im Gegenteil, Düsseldorf traf in Unterzahl zum 3:0. Vedran Zrnic brach mit einem Siebenmeter den Bann: Es dauerte 9:43 Minuten, bis der VfL das erste Tor der Saison 2009/10 erzielte. Sicherheit brachte das aber nicht, die Nervosität des Teams war bis auf die Ränge der LANXESS arena zu spüren.

 

 

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Trainer Sead Hasanefendic reagierte beim Stande von 1:5 mit einer Auszeit. Es blieben jedoch die gleichen Sieben auf dem Feld: Stojanovic, Tuzolana, Vukovic, Krantz, Gunnarsson, Pfahl und Zrnic – und es wurde nicht besser. Ein Heber von Tuzolana verfehlte das Tor deutlich, jedoch parierte Stojanovic im Gegenzug einen Siebenmeter von Berblinger: Auch nach 13 Minuten führte die HSG mit 5:1. Fölser bekam seine zweite Strafe aufgebrummt und immerhin traf Gunnarsson zum 2:5. Vukovic legte nach: 3:5 (15. Minute), doch die gewünschte Sicherheit war immer noch nicht da. . Die HSG kassierte eine erneute Strafzeit, doch der VfL blieb unkonstant. In dieser wichtigen Phase scheiterte Zrnic mit einem Siebenmeter an Puhle, kurz danach traf Gummersbachs 77 nur den Pfosten – die Möglichkeit, den Anschluss zu schaffen, verstrich ungenutzt.

 

Doch auch die HSG zeigte plötzlich Nerven: Berblinger scheiterte erneut mit einem Siebenmeter an Stojanovic. Vukovic tankte sich im Gegenzug durch: 5:6 (20. Minute), der VfL war wieder auf Schlagdistanz. Stojanovic war in dieser Phase stärkster Spieler des VfL, er parierte den dritten HSG-Siebenmeter und gab seinen Mitspielern den nötigen Schub: Pfahl und Tuzolana trafen aus dem Rückraum – der VfL führte erstmals in diesem Spiel: 8:7.

 

 

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HSG-Trainer Goran Suton regierte mit einer Auszeit (22. Minute). Doch auch bei seiner Mannschaft häuften sich nun die Fehler, dem VfL gelang durch einen Tuzolana-Gegenstoß in der 26. Minute die erste Zwei-Tore-Führung, Pfahl baute diese sogar auf drei Tore aus: 12:9 (27. Minute). Der Abstand blieb auch nach 30. Minuten bestehen: Mit einem 14:11 gingen die Teams in die Kabine. Nach sehr nervösem Beginn steigerte sich der VfL deutlich, die Führung ging in Ordnung.

 

 

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Die zweite Hälfte begann aus VfL-Sicht wie die erste: ein Vukovic-Schuss knallte an die Latte, doch Stojanovic parierte den Gegenzug. Trotzdem ging das erste Tor in Halbzeit zwei an Düsseldorf: Der Ex-Gummersbacher Max Ramota traf zum 14:12. Konfusion dann in der 35. Minute: Beim Stande von 15:13 lief Adrian Pfahl an der Außenlinie einem Ball hinterher, wurde jedoch von HSG-Trainer Suton behindert: Der Coach bekam ebenso zwei Minuten vom Schirigespann Martin Harms/ Jörg Mahlich aufgebrummt wie VfL-Außen Vedran Zrnic, der auch an der Szene beteiligt war. Weil auch Hegemann schon mit zwei Minuten auf der Bank saß, war der VfL in Überzahl – und nutzte diese durch Tuzolana und Adrian Pfahl: 17:14 (38. Minute). Sicherheit ins blau-weiße Spiel brachte die Führung aber nicht, auch weiterhin unterliefen den Oberbergischen Ballverluste und Fehlwürfe, so dass die HSG im Match blieb.

 

 

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In der 44. Minute gelang dem VfL erstmals eine Vier-Tore-Führung: Viktor Szilagyi tankte sich durch und traf aus dem Gewühl zum 20:16. Suton nahm erneut eine Auszeit.

 

 

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Doch sein Team musste sofort einen Rückschlag verdauen, als HSG-Kreisläufer Patrick Fölser (#11)seine dritte Zeitstrafe kassierte und somit die rote Karte sah.

 

Mehrmals hatte der VfL die Chance, die Führung auszubauen, doch die Chancenverwertung blieb bescheiden. Verlass war aber weiterhin auf Goran Stojanovic, der VfL-Keeper war wieder einmal sicherer Rückhalt und parierte in Unterzahl vierten Siebenmeter. Im Gegenzug traf Tuzolana nach schöner Kombination zum 21:16 (46. Minute). Der Widerstand des Aufsteigers ließ nach, erneut Tuzolana und Szilagyi schraubten das Ergebnis auf 23:16. Endlich spielte der VfL Tempohandball und traf fast nach Belieben: Nach 52 Minuten hatte das Heimteam nach einem Pfahl-Treffer eine sichere Zehn-Tore-Führung inne. Der HSG gelang minutenlang kein Tor, der VfL dagegen baute den Vorsprung noch weiter aus und spielte eine kaum möglich gehaltene 12:0-Serie. Nach einem holprigen, übernervösen Beginn fing sich der VfL rechtzeitig und schickte den Aufsteiger mit einem 31:18 ins heimische Düsseldorf.

 

 

 

… weitere Bonusfotos aus der LANXESS Arena…

 
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Gummi

 

 

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Ivan Zoubkoff

 

 

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Fotografen mit Canon bewaffnet 😉

 

 
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Goran Stojanovic

 

 
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Geoffroy Krantz

 

 
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Gummi – das VfL Maskottchen

 

 
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Michael Hegemann

 

 
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Sulc

 

 
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Zirnic

 

 
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Robert Gunnarsson bekommt gelb

 

 
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Jörg Lützelberger

 

 
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Gummi

 

 
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Puhle

 

 
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Ivan Zoubkoff (#77)

 

 
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A-Kader Schiedsrichter: Martin Harms

 

 
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VfL Gummersbach Bank mit Emir KurtagicSead Hasanefendic (Trainer) und Victor Szilagyi

 

 
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Timeout: (links) HSG Düsseldorf  – (rechts) VfL Gummersbach

 

 
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A-Kader Schiedsrichter: Jörg Mahlich

 

 
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Timeout – VfL Gummersbach

 

 
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Sturla Asgeirsson (#22) und Adrian Pfahl (#26)

 

 
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Timeout – HSG Düsseldorf – In der mitte Trainer Goran Suton.

 

 
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Goran Stojanovic

 

 
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Andrej Kogut

 

 
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Goran Stojanovic bei einem seiner 26 Glanzparaden.

 

 
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Geoffroy Krantz und Sead Hasanefendic

 
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Michael Hegemann der EX-Gummersbacher versucht sich an Stojanovic. Trifft insgesamt zwei Mal.

 
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Andrej Kurchev (#14) wirft sieben Mal und trifft nur zwei davon ins Netz.

 

 

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06 4443 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017