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Hummer Racing Team Europe startete beim 24h Offroad Rennen in Cottbus

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Für das Hummer Racing Team Europe waren die 24h Offroad von Cottbus ein voller Erfolg. Höchstleistung für Mensch und Maschine war angesagt beim Start in der Profi-Classe, galt es doch sicher und möglichst ohne Schaden über die 24 Stunden zu kommen. Fotos: Marathonrally / Hummer Racing Team
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Beim 24 Std. Offroad-Rennen in Cottbus bewies das Hummer Racingteam aus Wetter was alles in einem Hummer steckt. Zweimal Platz 2 in beiden Klassen im Lauf zur Deutschen Offroad Meisterschaft

 

Cottbus – Für das erste Europäische Hummer Racingteam war es sicherlich eines der schwierigsten, und gleichzeitig interessantesten Rallyes die sie in dieser Saison erleben durften. Der Rundkurs in Cottbus von 12 Km Länge war sehr hart, höchst Materialschlachtend, sehr Anspruchsvoll, etwas langsam in den einzelnen Waldpassagen, doch gepaart mit Schotterstrecken und  Asphalt-Abschnitten einer Kartbahn, bis hin zu einem künstlichen Wasserloch mit einer Wassertiefe von ca. 90.cm. Piste, Sand, Schotter, Teerstrasse, Schlamm, einfach alles was das Herz eines Offroaders begehrt.

 

24 Stunden in der Profi-Classe zu fahren, war bisweilen im Offroadsport Allen verwehrt geblieben da es die Erste Auflage in Deutschland war. Zirbes mit seinem Team ging dieses Risiko ein und wollte wissen, was in einem Hummer H1 alles steckt. Nach wie viel Stunden streikt der H1 bei Vollgas und Dauerbelastung? Was ist mit einem solchen Fahrzeug ohne Pause im Rennbetrieb alles möglich? Von ca. 60 Startern aus acht Nationen meldeten sich 13 Profiteams an, die es ebenfalls wissen wollten und auf volles Risiko gingen, um in der Gesamtwertung der Deutschen Offroad Meisterschaft noch volle Punktzahl zu erreichen.

 

Ein Ausfall in der Profi-Classe wurde hart bestraft, da man nur mit einem Auto fahren durfte und jede Reparatur am Fahrzeug wertvolle Zeit und gefahrene Runden kostete. Diejenigen die gleich zu Anfang des Rennens mit Vollgas in diese Materialschlachtende Huppel-Offroadstrecke gingen, hatten keine Chance 24 Stunden zu überstehen. Selbst international anerkannten und erfahrenen Rallyefahrern ist dieses Problem widerfahren,  dass sie die Zielflagge nicht erreichten. Es gingen an diesem Wochenende 31 Teams mit ca. 60 Fahrern an den Start. Hierunter fand man Rallyefahrer wie auch den Weltmeister Miroslav Zapletal, Albert Grysczuk der die Breslau gewonnen hatte, das Daktec Team und viele andere Persönlichkeiten aus dem Rallyesport.

 

Andere Teilnehmer hingegen nahmen dieses Risiko der Profi-Classe nicht auf sich und gingen gleich mit vier Fahrzeugen an den Start, damit sie das Risiko sodann durch vier teilen konnten, was auch zu einem geringen Resultat der Punkteverteilung führte. Diese fuhren in der dafür eingebauten “Team-Classe” wo man mehrere Fahrzeuge für die 24 Stunden einsetzen konnte. Ist hier ein technischer Schaden geschehen, konnte man mit dem weiteren Fahrzeug raus auf die Strecke und das defekte in der Zwischenzeit reparieren. In der Profi-Classe wurde alles auf eine Kappe gesetzt. Entweder mit einem Auto oder gar nicht!

 

 

Getreu nach dem Motto “Alles oder Nichts” ging das Hummer Racingteam in der Profi-Classe an den Start. Uwe Zirbes mit Co-Pilotin Bettina Zirbes startete mit dem Vorjahres-Siegerfahrzeug, dem Dieselmotorisiertem Hummer H1. Dieser sollte das Team sicher durch das Wasserloch und Schlammpassage bringen, da der neu aufgebaute Rennhummer mit Benzinmotor seit dem letzten Überschlag, noch nicht komplett fertig gestellt war.
Um die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen, musste der Punktevorsprung ausgebaut werden.

 

Die 24 Std. Renndistanz teilte man sich mit mehreren Fahren auf. Rallyepilot Uwe Zirbes mit Co-Pilotin Bettina Zirbes, das Vater-Sohn-Duo Erlen und Simon Hillerich sowie Mario Humme und seinem Beifahrer Carsten. Für alle Fahrer war es eine Höchstleistung die vollbracht wurde, um den Hummer H1 durch dieses schwierige und enge Gelände sicher und schnell zu navigieren.

 

Das Hummer Racingteam konnte aber auch die Team-Classe mit zwei Fahrzeugen erfolgreich besetzen! Die Strategie war, dass man ein eigenes Team in der Team-Classe besetzt, damit dieses im Notfall schnell auf der Strecke helfen kann. Es war von Anfang an klar, dass kein gegnerisches Team helfen würde, weil es um wertvolle Punkte in der Meisterschaft geht.

 

So wurde der Rennhummer H1 mit Mechanikern auf die Strecke gesetzt sowie, ein Hummer H2, gefahren von Uli Biskoping und seinen Co-Piloten Carsten Böger wie auch A. Göddecke und Kollege A. Mathweis. Die Piloten mit dem Hummer H2 haben eine echte Meisterleistung vollbracht und fuhren sich recht schnell in die Herzen der Zuschauer hinein. Das Hummer Racingteam machte vor diesem Rennlauf in den einschlägigen Medien eine Ausschreibung und suchte ein weiteres Team, welches für dieses Rennen eingesetzt werden sollte. Der Straßenbau-Unternehmer, Uli Biskoping und seine Kollegen erhielten diese Chance und fuhren in Wertung mit dem Hummer Racingteam, diesen Lauf zur Deutschen Offroad Meisterschaft. Für die bereits erfahrenen Offroader war es jedoch der Erste offizielle Rallyeeinsatz.

 

 

Bereits zu Anfang des Rennens erlitt das Racingteam einen herben Schlag vom Pechteufel. Der neu aufgebaute Rennwagen gab bereits nach 800 Metern den Geist auf. Die Kopfschrauben hatten sich gelöst, dass Fahrzeug blieb stehen. Somit war bereits die wochenlange Vorarbeit und der zu erwartende Sieg bereits vor dem Start verloren. Die komplette Strategie musste umgestellt werden und schnell eine Lösung her. So wechselte man vor dem Prolog die Fahrer und Co-Piloten der Fahrzeuge untereinander aus. Dem Gewinner der Ausschreibung, Unternehmer Udo Biskoping gab man eine weitere Verantwortung hinzu.
Er war nun gezwungen nicht wie angedacht, 12 Stunden mit seinem Hummer H2 zu fahren sondern gleich 24 Stunden, wie der Rennhummer in der Profi-Classe. Da es sich beim H2 um eine reine Straßenversion handelte, musste er es also sehr „gelassen“ angehen, damit keine großen technische Probleme während des Rennens entstehen konnten. Seine primäre Aufgabe war, auf der Strecke zu sein wenn dem Profi-Team ein technisches Problem ereilen würde.

 

Mit dem vollen Risiko im Nacken, dass niemand schnell da sein kann, wenn es Probleme auf der Strecke gibt, ist somit das Racingteam mit seinem Hummer H1 an den Start gegangen und legte beim Prolog die zweitschnellste Zeit hin. Im Rhythmus von 3 Stunden hat das Team Fahrer und Beifahrerwechsel wie auch Tankstopps gemacht. Bereits nach dem ersten Wechsel ist die Radaufhängung gebrochen. In der Box wurde es schnell repariert so dass man erneut am Rennen teilnehmen konnte. Beim zweiten Wechsel mit Fahrer Humme und Co-Pilot Carsten, gab es noch ein kleines technisches Problemchen mit der Kraftstoffzufuhr, was aber dennoch zu einem Boxenstopp führte und sodann ca. 4 Minuten Zeit kostete. In den späten Abendstunden bemerkte man, welcher Mechaniker mit vollem Herzen dabei ist, und welcher Halbherzig mit seiner Müdigkeit mehr Stress hatte als mit seiner eigentlichen Arbeit.

 

Die Freelancer Crew aus Bamberg die eigens für dieses Projekt eingegekauft wurde, um die Hauseigenen Mechaniker des Hummer Racingteam aus Bochum zu unterstützen, erwiesen sich als „Nicht geeignet“ für ein 24-Stunden Rennen. Inmitten der Nachtrallye verloren sie die Lust am Schrauben und ließen das Rennteam im Stich! Der Hummer wurde mit stehenden Reifen ins Camp gezogen, hatte ein Kardanwellen-Problem, Schaden an der Antriebswelle wie auch am hinteren Getriebe. bzw. Differenzial. Teamchef und Eigner Zirbes war es aus Erfahrung klar, was genau kaputt ist bzw. was repariert werden musste. Nur mit gemeinsamer und geballter Kraft konnte man diese Reparatur rasch beheben. Die Bamberger Racingcrew mit Chef Jörg Weigert hingegen sahen dieses anders und zogen es vor, die Arbeit zu beenden da man keinen Sinn mehr daran erkennen konnte. Man glaubte das es sich nicht lohnen würde und das Rennen somit gelaufen sei.

 

Teamchef Zirbes schmiss die Frelllancer-Crew noch an Ort und Stelle aus dem Team und schraubte mit seinen eigenen Hummer Mechanikern am H1. Diese ganze Aktion war zu diesem Zeitpunkt sehr kritisch. Alles hängte von dieser Reparatur ab, der Sieg der Deutschen Meisterschaft, den Sieg für dieses 24 Std. Rennen, die ganze Vorarbeit über Monate hinweg, Alles stand auf der Kippe. Dennoch, Zirbes ließ sich nicht unterkriegen, gab nicht auf und reparierte mit seinen Mechanikern Lars Vogelgesang, Maciej Zaborowski, und den Serviceleuten Marko und Simon von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr am Morgen. Danach setze er seinen Helm auf und fuhr mit seinem Racing Hummer H1 auf die Strecke weitere 8 Stunden, mit einem kleinen Tankstopp, bis zum Ziel gegen 14.00 Uhr.

 

In dieser Zeit wurden die notwendigen Runden herausgefahren, um noch in Punktwertung zu kommen, die für die Gesamtwertung der Deutschen Offroad Meisterschaft notwendig waren.  Darüber hinaus hat das Hummer Racingteam das Unmögliche Möglich gemacht. Es fuhr sich noch mit 3 Minuten Vorsprung pro Runde, in den Platz 2 hinein! Dieses hat das Racingteam besonders seiner festen Mechaniker Crew, wie auch den Fahrern Hillerich und Humme zu verdanken, die an den Erfolg des Rennens glaubten. Unermütlich schraubte und fuhr die Crew insgesamt 48 Stunden durch!

 

An dieser Stelle auch ein dickes Kompliment und Hochachtung an das „Gewinnerteam“ der Fa. Biskoping mit ihrem serienmäßigen Hummer H2, die unter der Flagge des Hummer Racingteams in „Teamklasse“ ebenfalls den 2 ten Platz erreicht haben! (Und das direkt hinter dem Langjährig erfahrenen Ebleteam, was dazu gleich 4 Hummer H1 benötigte um an diese Position zu kommen.) Von ca. 60 Fahrzeugen kamen letztendlich nur 27 Fahrzeuge ins  Ziel! Weltmeister Miroslav Zapletal in seinem FIA Hummer H3, lag im Endergebnis hinter dem Hummer Racingteam.

 

Niemals aufgeben, an seine Ziele glauben und noch dann stehen wenn andere längst das Handtuch geworfen haben, dass ist die Kraft des Hummer Racingteam was nun mit 6 Punkten Vorsprung in den Endlauf der Deutschen Meisterschaft geht. Vor laufender Kamera bedankte sich Teamchef Zirbes bei seiner Crew, die das Unmögliche Möglich gemacht hat, ebenso bei seinen Sponsoren: hunting heads International, Becker Carbon, Aral, Dürholz Spedition, Fuchs Schmierstoffe und Getriebebauer Henri Dreissen, wie auch bei seinen Fan´s die an ihn glaubten, für den 2ten Platz im Lauf der Deutschen Meisterschaft.

 

 

Das Racingteam hat erfolgreich in beiden Klassen mit Platz 2 das Rennen beenden können und geht nun zum Endlauf der Deutschen Meisterschaft mit 6 Punkten Vorsprung am Freitag 11.09.2009 ins Rennen. Die Fernsehsender N24, DMax und DSF haben das Rennen mit aufgezeichnet…

 

 

Quelle : Hummer Racingteam Europe, Thien Terrell

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06 3781 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017