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Vorankündigung: HSG Wetzlar  – VfL Gummersbach

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Bei all den Schlagzeilen um Protest, Gehälter und Finanzen hat man eines fast vergessen: Bereits am morgigen Freitag steht für den VfL Gummersbach das nächste Saisonspiel an. Um 19.45 Uhr treten die Oberbergischen in der Rittal-Arena gegen die HSG Wetzlar an. In der Vorbereitungen standen sich die Mannschaften bereits zweimal gegenüber – und beides Mal behielt der VfL die Oberhand: Beim Turnier in Kleinostheim gewannen die Oberbergischen mit 42:41 im Siebenmeterschießen, in Linden lautete das Endergebnis 32:23 für die Hasanefendic-Schützlinge. Archivfotos: ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

Wetzlar – Die HSG wird also Revanchegelüste hegen, zumal der VfL den Wetzlarer auch noch beim letzten Ligaspiel im vergangenen April eine herbe Niederlage in eigener Halle zugefügt hat. Besonders VfL-Rückraumshooter Adrian Pfahl wird die Rittal-Arena in guter Erinnerung haben, der Linkshänder erzielte damals allein zehn der 35 VfL-Tore.

 

 

Doch das ist alles Vergangenheit: Morgen werden die Karten neu gemischt, die HSG wird alles daran setzen, den zweiten Saisonsieg einzufahren. Nach dem deutlichen Auftakterfolg der Wetzlarer in Dormagen hofft HSG-Manager Rainer Dotzauer auf einen Traumstart: „Mit 4:0-Punkten sind wir noch nie in die Saison gestartet. Es wäre toll, wenn uns das mit einem Sieg gegen Gummersbach gelingen würde“, sagt der HSG-Boss, der mit Michael Roth nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch vier Neuzugänge verpflichtete.

 

Wetzlar besitzt ein eingespieltes Team, bei dem die Hoffnungen besonders auf Rückraum-Neuling Daniel Valo (kam aus Melsungen), Nationalspieler Sven-Sören Christophersen und Spielmacher Timo Salzer ruhen. „Wir wollen in der Tabelle mit kleinen Schritten nach oben klettern und peilen in diesem Jahr Platz zwölf an“, sagt Dotzauer

 

„Wir können davon ausgehen, dass unser Gegner hochmotiviert ist“, warnt denn auch VfL-Coach Sead Hasanefendic. Die HSG habe das erste Saisonspiel gewonnen und sei damit voll positiver Energie. „Die wollen Revanche für die Niederlagen aus der Vorbereitung, die Halle wird voll sein – das wird ein unangenehmes Spiel“, sagt Hasanefendic, der die HSG als schnellen, konditionsstarken Gegner mit starken Rückraumschützen beschreibt.

 

 

Sead Hasanefendic
Die gleichen Vorzeichen wie auf die HSG treffen jedoch auch auf den VfL zu: Auch die Blau-Weißen sind mit einem Sieg in die Saison gestartet, der deutliche Heimerfolg gegen Düsseldorf mit 13 Toren Differenz spülte die Oberbergischen sogar zwischenzeitlich an die Tabellenspitze. „Es war ein sehr schönes Gefühl, auf die Tabelle zu schauen und wir standen ganz oben. Dieses tolle Bild möchten die Spieler und ich gerne noch eine weitere Woche genießen“, sagt Sead Hasanefendic, der von seinem Team einen Sieg verlangt.

 

„Das wird schwer, ist aber möglich.“ Seine Mannschaft müsse von Anfang an alles geben und hochkonzentriert auftreten. „Wir dürfen nicht wieder die erste Viertelstunde verschlafen wie gegen Düsseldorf, das wird Wetzlar eiskalt ausnutzen“, sagt der VfL-Coach, für den eine gute Leistung die richtige sportliche Antwort auf die Negativschlagzeilen der vergangenen Tage wäre, „deshalb müssen wir von der ersten Minute an kämpfen und alles geben“, so Sead Hasanefendic.

 

 

 

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Auch VfL-Sportdirektor François Xavier Houlet erwartet einen schweren Gang für das VfL-Team. „Wir haben in der Vorbereitung zweimal gegen Wetzlar gespielt und gemerkt, dass sich die HSG verbessert hat. Wetzlar ist ein ernstzunehmender Gegner, aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft alles tun wird, um das Spiel zu gewinnen“, sagt Houlet, der den VfL-Profis ein gehöriges Maß Charakterstärke attestiert:

 

„Die Mannschaft hat sich im ersten Spiel sehr gut präsentiert und gezeigt, dass sie mit der aktuellen Situation gut umgehen kann. Die Jungs haben ein klares Signal gegeben, dass sie sich mit dem Verein identifizieren und wollen dem Club in der schwierigen Zeit helfen.“

 

Die Unruhe der letzten Tage sei für eine konzentrierte Spielvorbereitung natürlich nicht nützlich gewesen, daher hofft Houlet, dass so langsam wieder Normalität beim VfL einkehrt und die Spieler sich auf ihre Aufgabe konzentrieren können. „Das morgige Spiel gegen Wetzlar ist richtungsweisend für den Rest der Saison. Mit einem Sieg könnten wir uns in der ersten Tabellenhälfte etablieren, das würde uns viel Sicherheit für die weiteren Spiele geben“, sagt Houlet.

 

Das Spiel wird geleitet vom Schiedsrichtergespann Andreas und Marcus Pritschow.

 

 

 

Großes Unverständnis auf die Äußerungen von HSG Düsseldorf Manager “Frank Flatten”

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Mit großem Unverständnis hat der VfL Gummersbach auf die Äußerungen von Frank Flatten, dem Manager der HSG Düsseldorf, reagiert. Flatten hatte nach dem 31:18-Sieg des VfL gegen Düsseldorf am Samstag Protest gegen die Spielwertung eingelegt, weil er Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Spielberechtigung der VfL-Profis hegt. Diese könnten wegen der finanziellen Schwierigkeiten des VfL zu Unrecht erteilt worden sein, mutmaßte Flatten, der sich auf Informationen „aus den Medien und vom Hörensagen“ beruft, wie er einer Zeitung sagte. Die „Rheinische Post“ zitierte Flatten gar mit der auf den VfL gemünzten Aussage: „In einem Jahr sind die weg.“

 

Von diesem Zitat hat sich Frank Flatten mittlerweile distanziert, doch es bleibt festzuhalten, dass dem VfL durch solche Aussagen großer Schaden entstehen kann. Es ist unbestritten, dass Düsseldorf im Zweifelsfall Protest gegen eine Spielwertung einlegen und das zuständige Gremium mit der Klärung des Sachverhaltes beauftragen kann, jedoch wäre ein weniger medienwirksames Auftreten begrüßenswert gewesen. „Ich bin entsetzt, dass ein Vertreter eines anderen Vereines unsere derzeitige schwierige Situation derart populistisch ausnutzt.

 

Wir haben die Lizenz ordnungsgemäß beantragt, es gibt keinen Grund für Spekulationen, der Protest ist absolut unbegründet. Daher bin ich auch HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dankbar, der dies bestätigt und dem Protest der HSG keine Erfolgsaussichten eingeräumt hat. Den von Herrn Flatten suggerierten Vorwurf der Unstimmigkeiten weise ich weit von uns. Dies werden wir auch in dem anstehenden Gespräch mit der HBL darlegen“, so VfL-Aufsichtsratschef Claus Horstmann.

 

 


Der VfL habe seine finanziellen Schwierigkeiten offen und transparent kommuniziert, eben um Spekulationen zu vermeiden sowie Fans und Partner über die angespannte Lage zu informieren. „Solche Aussagen wie von Herrn Flatten führen daher nur zu Verunsicherung und behindern uns massiv bei der Sponsorensuche.

 

Ich kann nur an alle appellieren, uns ein wenig Zeit bei der Beseitigung der Probleme zu geben. Wir haben positive Signale von Mannschaft und Partnern, wir sind auf dem richtigen Weg“, so Claus Horstmann.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 

 


 

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06 2422 · 07 5 · # Samstag, 9. Dezember 2017