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Wenn der VfL am Mittwochabend in der Nordfrost-Arena (20.15 Uhr) beim Wilhelmshavener HV um Punkte spielt, drängt sich mal wieder das Klischee auf, dass es in der TOYOTA Handball-Bundesliga keine leichten Gegner gibt. Schwer war es schon in der vergangenen Saison für die Gummersbacher zwei Punkte mitzunehmen, denn am Ende reichte es bei den Norddeutschen nur zu einem knappen 35:37 Erfolg. Archivfotos: Christian Sasse [ Foto + TV Agentur NTOi.de ]

 

Text: VfL Gummersbach

 

Täuschen kann auch nicht die Tatsache, dass der WHV sieben Spieler im Sommer ziehen ließ und nur vier Neuzugänge verpflichtete. Die finanzielle Schlankheitskur drückte aber bislang nur auf die Quantität und nicht auf die Qualität. Der Auftakt verlief nämlich nach Plan. Ein Heimsieg über Minden, ein Unentschieden in Nettelstedt-Lübbecke und eine Niederlage in Flensburg belegen zunächst, dass der Aderlass keine Folgen hatte.

 

“Wir haben einfach weniger im Topf”, sagt Manager Dieter Koopmann, der mit einem offiziellen Etat von rund 2 Millionen Euro haushalten muss und damit zum bedürftigen Teil der Eliteliga zählt. Das Aufgebot wurde also unter Kostendruck von siebzehn auf vierzehn Spieler (darunter drei Torhüter) reduziert, doch wenigstens die Stammsieben blieb Trainer Michael Biegler erhalten. Die soll möglichst schnell viele Punkte holen, denn in der Rückrunde könnte es mit dem relativ kleinen Kader und den üblichen Verletzungen eng werden.

 



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“Man braucht normalerweise sechzehn oder siebzehn Spieler über eine gesamte Saison, deshalb haben wir schon an Qualität verloren”, sagt Dieter Koopmann, der froh ist, dass sich die Doppelbelastungen der Leistungsträger in Grenzen halten. Torwart Adam Weiner ist noch für die polnische Nationalmannschaft unterwegs und Renato Rui steht im aktuellen Aufgebot von Brasilien.

 

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Es gibt zwar noch fünf weitere Handballer mit internationaler Erfahrung, doch die ist aktuell nicht gefragt. Sei es bei Tobias Schröder (hat auch schon 9 Länderspiele), bei Oliver Köhrmann (6 Länderspiele), dem Polen Jacek Bedzikowski (102 LS), dem Isländer Gylfi Gylfason (17 LS ) oder dem serbischen Neuzugang Milan Vucicevic (30 LS), dessen Last-Minute- Transfer im Übrigen nur nachträglich vom Beirat genehmigt worden war und der nach Gummersbach und Wetzlar jetzt am Jadebusen Tore werfen soll.

 

Spieler wie David Katzirz (zu Tusem Essen) oder Bostjan Hribar (TV Großwallstadt) waren immerhin für die Konkurrenzklubs interessant, Manuel Liniger (Kadetten Schaffhausen) und Jan Henrik Behrends (Amicitia Zürich) wechselten in die Schweiz. Erstligaerfahrung im neuen Quartett bringt dagegen neben Vucicevic nur noch Linksaußen

 

Michael Binder vom TBV Lemgo mit. Torwart Holger Eilts, der schon verletzt ist (Kreuzband), kam aus der Zweiten Bundesliga von der SG Achim und Dominic Kelm sammelte bislang beim Regionaligisten TSV Anderten Erfahrung. Der Wilhelmshavener HV pendelte in den letzten fünf Jahren am Saisonende zwischen Rang elf und Rang sechzehn der Tabelle, so ist unter den aktuellen Voraussetzungen natürlich nur der Klassenerhalt das Ziel.

 

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Das Statement von Trainer Alfred Gislason (VfL Gummersbach): Nachdem ich das Spiel gegen Flensburg noch einmal auf Video analysiert habe, kommt der Frust wieder hoch. Am Ende hatten wir trotz der miserablen ersten Halbzeit doch noch eine große Chance, die beiden Punkte zu behalten. Beim 27:27 hatten wir eine Überzahlsituation und Ballbesitz, das war der Lohn für 27 sehr gute Minuten. Dann besiegten wir uns leider durch individuelle Black-outs mit vier technischen Fehlern selber.

 

Wir haben natürlich noch viel Arbeit vor uns, auch wenn das Spiel einige wichtige Erkenntnisse brachte, wie die erfolgreiche Umstellung der Abwehr und das bestätigte Vertrauen auf eine eingespielte Formation. Adrian Wagner war ein guter Linksaußen und Gudjon Sigurdsson spielte auf der Mittelposition besser als alle anderen vor ihm. Wilhelmshaven wird ein ganz schwieriges Spiel, denn die erste Besetzung ist eingespielt und damit sind sie nicht schwächer als im letzten Jahr, als es für uns ganz knapp wurde.

 

Wir müssen schon die Leistung der zweiten Halbzeit gegen Flensburg über sechzig Minuten bringen, wenn wir bestehen wollen. Das heißt, die Abwehr muss sich bewegen und vorne dürfen wir nicht so viele Fehler machen. Jeder soll bei seinen Aktionen sich in den Dienst der Mannschaft stellen und nicht den Ball dem Gegner schenken. Eine große Sorge ist die schlechte Ausbeute bei den Siebenmetern.

 

Wir haben jetzt in den ersten vier Spielen von fünfzehn Siebenmetern zehn vergeben. Das ist natürlich eine unhaltbare Quote. Deshalb sehne ich die Gesundung von Vedran Zrnic herbei. Der wird bei mir auch ohne Training auf der Bank sitzen, damit er die Siebenmeter werfen kann. Leider werden wir darauf aber noch zwei bis drei Wochen warten müssen.

 


 

Nächstes Heimspiel:

VfL Gummersbach – HBW Balingen, Kölnarena, Samstag den 22. September, 19:00 Uhr, Treuebonus: für alle Besucher des Flensburg-Spiels 50% Rabatt für den 22.9.!

 

 

Aktuelle Ticketangebote:

 

  • 5 xVfL , 25 % Rabatt für 5 Heimspiele, (Kiel, Veszprém, Celje, Nordhorn, Lemgo)
  • CL+BL , 30 % Rabatt für 4 Heimspiele, (Veszprém, Celje, Nordhorn, Lemgo)
  • 3er Woche, 40 % Rabatt für 3 Heimspiele, (Celje, Nordhorn, Lemgo)

 

 


 

 

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06 2026 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017