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Nur ganz selten hatten in den vergangenen Jahren die Gummersbacher Hardcore-Fans angesichts der obligatorisch numerischen Unterzahlsituation die Gelegenheit, bei einem Auswärtsspiel den Ton in einer fremden Halle anzugeben. In der Kreissporthalle Lübbecke war es mal wieder der Fall. Fotos: VfL Gummersbach

 

Lübbecke – (Von VfL Gummersbach) Die rund 50 treuen VfL-Fans übertönten jedenfalls von der ersten Minute an 1.650 Westfalen, die an diesem Abend überhaupt nicht in Stimmung kamen. Das Team von Alfred Gislason legte einen atemberaubenden Start hin. Die Abwehr packte zu, Gudjon Valur Sigurdsson spielte in der 5-1 Deckung die Rolle des Indianers gegen den Georgier Sergo Datukashvili perfekt, Torwart Nandor Fazekas präsentierte sich in hervorragender Verfassung und dann wurden die Gegenstöße und die zweite Welle aus dem Bilderbuch gelaufen.

 

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Dem von dem prächtig aufgelegten Oleg Kuleschow inszenierten High-Speed-Handball hatten die Gastgeber nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Momir Ilic war nach zuletzt schwächeren Leistungen nicht wiederzuerkennen, warf unter anderem das 1:5 nach sechs Minuten und war auch für das 2:10 nach 11 Minuten verantwortlich. Blankes Entsetzen herrschte zu diesem Zeitpunkt auf den Rängen und auf der Bank der Gastgeber nach dieser Handball-Demonstration. Die Gummersbacher waren weiterhin einen Schritt schneller, auch Alexis Alvanos stieß wie in besten Tagen immer wieder in die Lücken.

 



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Auf der anderen Seite war Lübbecke durch die Neutralisation ihres Hauptschützen aus der zweiten Reihe harmlos, da schon vor dem Anpfiff zwei Rückraumspieler verletzt ausgefallen waren. Der Serbe Dusan Tomic hatte sich in Göppingen einen Muskerfaserriss zugezogen, der Tscheche Jakub Szymanski erlitt einen Spiralbruch im Zeigefinger. So fehlten TuS-Trainer Velimir Kljaic die Alternativen. Dem VfL war es egal, der zeigte bis zur Pause eine Galavorstellung und setzte sich über 7:17 nach dreißig Minuten auf 8:19 ab.

 

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Es war natürlich klar, dass bei diesem Vorsprung die hohe Konzentration nicht bis zum Ende gehalten werden konnte. Roman Pungartnik zum Beispiel, der im ersten Abschnitt noch aus sechs Versuchen sechs Tore machte, hatte nun das Wurfglück verlassen, denn bei sieben Würfen des Slowenen in der zweiten Halbzeit landete der Ball nur noch einmal im Netz. Alexis Alvanos musste nach rund vierzig Minuten beim 12:21 mit einer Wadenprellung auf die Bank, das lähmte fortan etwas den Spielfluss.

 

Die Abwehr der Gastgeber agierte nun ruppiger, ohne dass es Konsequenzen hatte. Außerdem stand nun mit dem Isländer Birkir Gudmundsson der wesentlich bessere Torwart bei Lübbecke zwischen den Pfosten, der mit seinen Reflexen half, die unabwendbare Niederlage seines Teams erträglicher zu gestalten. Trotzdem geriet der hochverdiente Erfolg des VfL natürlich in keiner Phase in Gefahr. Über 16:23 (50.) und 21:27 (57.) wurde der Abstand bis zur Schlusssirene nur noch verwaltet.

 

Alfred Gislason (VfL Gummersbach): Ich freue mich nicht nur über die beiden Punkte, sondern vor allem über die Art und Weise, wie wir hier gewonnen haben. Das war in der ersten Halbzeit eine überragende Leistung der gesamten Mannschaft. Mit unserer offensiven Deckung hatten wir nicht nur den Georgier im Griff, denn auch die anderen wurden immer attackiert und kamen nie zur Entfaltung. Ein Superspiel hat heute vor allem Momir Ilic gemacht, der ist richtig explodiert und hat von zehn Meter die Bälle reingehauen.

 

Wir hatten in diesem Abschnitt keinen schwachen Punkt, ich könnte jeden loben. Roman Pungartnik für seine Quote von 100 Prozent, Oleg Kuleschow für das Tempo im Angriff und das Einleiten der Gegenstöße oder den ebenfalls stark verbesserten Alexis Alvanos. Endlich haben wir wieder schnell gespielt, das war der Schlüssel. Denn Lübbecke war vorne wie hinten immer einen Schritt zu langsam. In der zweiten Hälfte waren die Schiedsrichter sehr großzügig. Dazu fehlte im Abschluss hier und da die letzte Konzentration. So wurde der Abstand geringer, aber in Gefahr waren wie nie.

 

 

Infos zum Spiel

  • Schiedsrichter:Martin Harms, Jörg Mahlich
  • Zuschauer: 1.800

 

Torschützen VfL

  • Roman Pungartnik 7 Tore
  • Gudjon Valur Sigurdsson 7 Tore
  • Robert Gunnarsson 4 Tore
  • Momir Ilic 5 Tore
  • Alexandros Alvanos 3
  • Tore Oleg Kuleschow 1 Tor
  • Vedran Zrnic 1 Tor
  • Adrian Wagner 1 Tor

 

 

Torhüter – gehaltene Bälle

  • Nandor Fazekas 9 Paraden
  • Goran Stojanovic 4 Paraden

 


 

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06 776 · 07 2 · # Sonntag, 3. Dezember 2017