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“Momir Ilic (Foto) soll nach Sigurdsson Verletzung die Teamleader Position übernehmen!” Dass der VfL schon am Dienstag (20.15 Uhr) im DSF-Spiel bei TuSEM Essen antreten muss, kommt Jens Pfänder, dem Trainer des Aufsteigers, nicht gerade gelegen. Der sprach nämlich im Vorfeld öffentlich von “Wettbewerbsverzerrung”, weil sein Team noch am Sonntag beim Wilhelmshavener HV um Punkte spielte. Archivfotos: [ Foto + TV Agentur NTOi.de ]

 

(Von VfL Gummersbach)  – Essen unterlag knapp mit 24:25 und litt dabei an einem Grippe-Virus, der für drei Ausfälle gesorgt hatte. In den Heimspielen konnte der TuSEM aber bislang erstaunliche Ergebnisse vorweisen. Der überraschend klare Sieg gegen die SG Kronau-Östringen verblüffte noch die Fachwelt, doch spätestens das Unentschieden gegen die SG Flensburg sollte allen Mannschaften eine Warnung sein, die aus der neuen Halle “Am Hallo” Punkte mitnehmen wollen.

 

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Der komplette Umzug für alle Spiele aus der Grugahalle scheint sich schon jetzt auszuzahlen, denn das Fassungsvermögen ist mit rund 3200 Plätzen zwar geringer, aber die Atmosphäre wesentlich hitziger und emotionaler, da die Zuschauer eng um das Spielfeld sitzen. Relativ souverän hatte der Revierclub den Aufstieg in die TOYOTA Handball-Bundesliga geschafft. Nach dem Lizenzentzug im Jahr 2005 gelang ein Durchmarsch in die Eliteliga, der wegen des reduzierten Etats nicht automatisch zu erwarten war.

 

Allerdings standen schon in der vergangenen Saison mit Torwart Gerrie Eijlers (Niederlande), Spielmacher Halldor Sigfusson (Island), Rückraumspieler Evars Klesniks (Lettland), Rechtsaußen Mark Schmetz (Niederlande) und Kreisläufer Mark Dragunski fünf in zahlreichen Länderspielen erprobte Akteure zur Verfügung, dazu kam der erfahrene Spanier Sergio Ruiz Casanova, der zwar nie für sein Heimatland international spielte, aber seine Klasse zuletzt mit 12 Toren beim Sieg über Kronau-Östringen demonstrierte.

 

In diesem Jahr wurde die Professionalisierung nicht nur mit einem neuen Vorstand vorangetrieben. Der neue Trainer Jens Pfänder, der schon beim TuS N-Lübbecke und der SG Solingen in der höchsten Spielklasse arbeitete, bekam fünf neue Spieler, von denen vier ebenfalls Erfahrungen auf diesem Niveau vorweisen können. Spielmacher Andrej Siniak (von Kronau-Östringen) hat für Weißrussland gespielt, Kreisläufer Vaclav Vrany (Dukla Prag) für Tschechien und Rückraumspieler David Katzirz (Wilhelmshavener HV) für Ungarn. Torwart Torsten Friedrich kennt die Bundesliga, nur Linksaußen Aljoscha Schmidt wechselte aus der Zweiten Liga zum TuSEM. Immerhin sieben Spieler des 19-er Kaders kommen aus der eigenen Jugend, das ist zweifellos eine Spitzenquote in der Bundesliga.

 



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Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason: “Der Ausfall von Gudjon Sigurdsson ist in jeder Beziehung eine Katastrophe. Aber das endlose Jammern bringt nichts, jetzt müssen die anderen ran. Goggi fehlt auf dem Feld nicht nur als variabel einsetzbarer Spieler und herausragender Torschütze, er ist schließlich der Kapitän und der Antreiber, an dem sich alle aufrichten, wenn es nicht läuft. Diese Rolle des Leaders muss in der Mannschaft neu gefunden werden.

 

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Ich erwarte, dass Momir Ilic nach seiner starken Vorbereitung und den letzten überragenden Leistungen diese Aufgabe übernimmt. Er wird nach meinen Beobachtungen auch von der Mannschaft sehr akzeptiert und ist prädestiniert für diese Aufgabe. Da wir mit einem mehrmonatigen Ausfall von Sigurdsson rechnen müssen, bin ich natürlich sehr froh, dass wir mit Adrian Wagner eine Alternative verpflichtet haben.

 

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Der hat schon im Training überzeugt und zuletzt auch gegen Balingen sehr gut gespielt. Er ist allerdings nur ein echter Linksaußen und kann nicht auf einer anderen Position spielen.

 

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Essen spielt in der neuen Halle sehr stark und lebt dort nicht nur von einer guten Abwehr und der großen Kampfkraft. Kronau-Östringen hat den Aufsteiger vielleicht noch unterschätzt, das hat Flensburg bestimmt nicht mehr gemacht. Essen hat eine gute Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern. Sie spielen nicht unbedingt einen schnellen Handball, spielen selten die zweite Welle und die Schnelle Mitte, nur die Außen Mark Schmetz und Ben Schütte sind mit Gegenstößen sehr gefährlich .

 

Sie spielen eher taktisch klug und warten auf die klare Chance. Im Rückraum haben sie mit Klesniks, Siniak und Katzirz drei torgefährliche Werfer, dazu den Allrounder Casanova. Wir müssen unsere beste Leistung abrufen, denn die gute Stimmung in der neuen Halle hilft den Essenern zusätzlich.”

 


 

 

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06 1008 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017