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Auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern hat das Nationalparkforstamt Eifel Netze auslegen lassen, um die von den Bäumen fallenden Bucheckern zu sammeln. Aus den gewonnenen Samen werden später kleine Buchenpflanzen gezogen, die als zwei- oder dreijährige Bäumchen zur Ausbreitung naturnaher Laubwälder wieder im Nationalpark gepflanzt werden sollen. 

 

Nationalpark Eifel – Aufgrund der warmen Witterung im Frühjahr sind die Bucheckern im Nationalpark Eifel in diesem Jahr ungewöhnlich früh reif. Auch die Menge an Baumfrüchten scheint höher zu sein als in anderen Regionen. Die Ursache sieht Gerd Ahnert, Leiter des Dezernats Waldentwicklung im Nationalparkforstamt Eifel, im heißen und trockenen Sommer 2006. Denn bereits im vergangenen Jahr haben die Bäume mit der Bildung der Knospen die Weichen für die diesjährige Fruchtproduktion gestellt.

 

 „Die Wasserversorgung der Bäume war im Sommer 2006 für einige Wochen sehr knapp. Als Reaktion haben die Buchen besonders viele Frucht-Knospen ausgebildet, um im Falle des Absterbens vorher noch viel Nachwuchs zu erzeugen“, erklärt Ahnert. Zum Absterben der Buchen führte der Sommer allerdings nicht, was zur Folge hat, dass jetzt Bucheckern in Hülle und Fülle zur Verfügung stehen. Auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern hat die Nationalparkverwaltung daher Netze auslegen lassen, um die von den Bäumen fallenden Bucheckern zu sammeln. Aus den gewonnenen Samen werden später kleine Buchenpflanzen gezogen, die als zwei- oder dreijährige Bäumchen zur Ausbreitung naturnaher Laubwälder wieder im Nationalpark gepflanzt werden sollen.

 

 „Die jungen Buchen pflanzen wir in größere zusammenhängende Nadelwälder, wo keine alten Buchen als Samenbäume stehen. Die in der Eifel nicht heimischen Fichtenwälder werden sich so in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten wieder in naturnahe Buchenwälder wandeln“, so Ahnert. Hierzu verwendet die Nationalparkverwaltung ausschließlich das selbst gewonnene Saatgut, denn die daraus gezogenen Pflanzen vertragen das raue Klima der Eifel-Hochlagen besonders gut. Schließlich konnten sich die Eifeler Buchen über Jahrtausende an die Wuchsbedingungen gewöhnen. Eine norddeutsche Buche, so Ahnert, hätte es deutlich schwerer in der Eifel.

 

 „Wir hoffen, dass der Genpool unserer seltenen Eifelhochlagen-Buchen so im Nationalpark erhalten bleibt. Sollten wir Saatgut oder Pflanzen übrig behalten, können wir vielleicht sogar eine weitere Ausbreitung im westdeutschen Bergland unterstützen“, freut sich Ahnert über die guten Aussichten. Rund 90.000 Buchen haben die Nationalpark-Ranger allein im vergangenen Jahr gepflanzt.

 

Quelle (Foto & Text): Nationalparkforstamt Eifel

 




 

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06 1231 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017