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Von VfL Gummersbach – Klarer als es das Ergebnis vermuten lässt, gewann der VfL dieses Traditionsduell gegen den Revierklub. Das Spiel eins ohne den am selben Tag in Düsseldorf operierten Gudjon Valur Sigurdsson (wir berichteten bereits), der in der Halle “Am Hallo” schon unter den Zuschauern weilte, sorgte nur in den ersten zehn Minuten für sorgenvolle Mienen bei den Gummersbacher Fans.

 

Der niederländische Nationaltorwart Gerrie Eijlers schien im Essener Tor in dieser Phase unüberwindbar, denn nach zwei Treffern von Evars Klesniks und einem Tor von Mark Dragunski schaffte es Geoffroy Krantz, der zu Beginn als Spielmacher den Vorzug vor Oleg Kulescho erhielt, erst mit dem zehnten Wurf den Ball im Rechteck der Gastgeber unterzubringen.

 

Als Mark Dragunski noch einmal mit vollem Körpereinsatz die VfL-Abwehr narrte und das 4:1 erzielte, wurde es Trainer Alfred Gislason in der 10. Minute zu bunt. Eine klare Ansprache in der Auszeit wirkte Wunder. Plötzlich stand die Abwehr besser und kompakter und vorne wurde konzentriert abgeschlossen. So kippte das Spiel, denn der VfL machte aus dem 4:1 eine 4:7 Führung.

 

Der eingewechselte Oleg Kuleschow sorgte im Angriff für Tempo und kreative Momente und Momir Ilic übernahm nach dem Ausfall des Kapitäns die Führungsaufgabe, die von ihm erwartet worden war. Nach seinen vier Toren wurde es beim 7:13 in der Halle immer ruhiger, jetzt hörte man teilweise nur noch die Gummersbacher Fans.

 

Roman Pungartnik, der zu Beginn mehrfach an TuSEM-Schlussmann Eijlers gescheitert war, kam immer besser in Fahrt, lief die Gegenstöße vorne weg und wurde von Alexis Alvanos gut in Szene gesetzt. Gefahr drohte in der ersten Hälfte bei den Essenern eigentlich nur noch durch Evars Klesniks, der Linkshänder erzielte zum 10:15 kurz vor der Pause schon seit fünftes Tor. Ansonsten spekulierten seine Mitspieler mit langen Ballpassagen vergeblich auf die zweite Chance.

 

 Konzentriert kam der VfL aus der Kabine, mit dem 12:20 durch den gut aufgelegten Robert Gunnarsson schien die Luft raus und sich die Vorahnungen von TuSEM-Trainer Jens Pfänder zu bestätigen, der 51 Stunden nach der Niederlage in Wilhelmshaven angesichts eines Grippeviris im Team einen Kräfteeinbruch befürchtet hatte.

 

 



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Der alle überragende Momir Ilic, der in der Abwehr im Mittelblock und im Angriff zum absoluten Leader mutierte, und der jetzt sehr treffsichere Roman Pungartnik bauten den Vorsprung auf zehn Tore Differenz aus. In der Mitte der zweiten Hälfte war das Spiel entschieden. Als aber nach dem 16:26 Alfred Gislason die Alternativen einwechselte und unter anderem Momir Ilic eine Pause gönnte, kam Essen wieder auf und konnte in der Folge ein Debakel abwenden.

 

Zwar konnte Geoffroy Krantz noch einige Male seine individuelle Zweikampfstärke demonstrieren und zwei schöne Tore bis zum 20:29 beisteuern, doch der Rest des Spiels hatte nur noch Trainingscharakter. Mit dem neunten Tor von Roman Pungartnik zum 23:32 begann ein munteres Schiebenschießen auf beiden Seiten, denn hüben wie drüben hatten die Abwehrformationen ihre Arbeit eingestellt.

 

Alfred Gislason (VfL Gummersbach): Ich bin erleichtert, denn das waren heute zwei sehr wertvolle Punkte. Nach dem schweren Start werden wir von Spiel zu Spiel besser, dieser Sieg ist auch wichtig für die schweren Aufgaben, die nun vor uns liegen. Beim Warmmachen habe ich entschieden, dass Vedran Zrnic nach Hause fahren kann. Er wird Vater. Um so bemerkenswerter ist diese Leistung von uns, denn wir haben ohne die beiden etatmäßigen Außen der letzten Saison gespielt und eine gute Leistung gezeigt. Bis zum 4:1 haben wir zu überhastet geworfen.

 

In der Auszeit nach zehn Minuten habe ich noch auf die ständige Essener Variante für Klesniks aufmerksam gemacht. Als wir dann vorne mit mehr Druck spielten, fielen die Tore zwangsläufig. Ich bin sehr zufrieden, da auch wie erhofft Momir Ilic in der neuen Rolle seine Klasse gezeigt hat. Geoffroy Krantz hat für mich sein erstes gutes Spiel gemacht. Für Gudjon Sigurdsson werden wir keinen neuen Spieler verpflichten. Von seiner Klasse gibt es sowieso keinen Spieler auf dem Markt und mit Adrian Wagner haben wir schon die beste Lösung gefunden.

 

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06 1011 · 07 3 · # Sonntag, 3. Dezember 2017