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Polizei klärt Serie von Vandalismus, Autodiebstähle und Einbrüche auf. Schaden mind. 200.000 Euro

 

Hartnäckige Observationen und aufwendige Vernehmungen führten zur Identifizierung von acht Jugendlichen bzw. Heranwachsenden (14-20 Jahre). Sie sind dringend verdächtig, im Rheinisch-Bergischen Kreis, in Leverkusen und im Oberbergischen Kreis 40 Buswartehäuser und 5 Telefonzellen erheblich beschädigt, zwei VW-Fox gestohlen sowie zwei Einbrüche und weitere Sachbeschädigungen begangen zu haben. Nicht zuletzt gehen auch Unfälle mit Flucht auf deren Konto. Die Jugendlichen müssen sich nun für einen Schaden von mehr als 200.000 Euro verantworten.

 

Sinnloser Vandalismus in Leverkusen, Leichlingen, Solingen, Bergisch-Gladbach, Wermelskirchen, Wipperfürth, Hückeswagen und Radevormwald am 18. und 19.10. beunruhigte in hohem Maß die Bevölkerung im Bergischen. Die Polizei setzte sich umgehend mit den Fällen auseinander; sie ging insbesondere allen Hinweisen nach. Der entscheidende Schritt gelang allerdings den Polizeibeamten der Polizeiwache Wipperfürth.

 

Sie erhielten am Dienstag (20.10.) einen Hinweis zu einem unfallbeschädigten VW-Fox. Einem Zeugen war aufgefallen, dass das Auto bereits seit Tagen auf dem Parkplatz an der Neye stand. Ermittlungen bei dem Fahrzeughalter, einer oberbergischen Firma ergaben, dass der Pkw gestohlen worden war. Bei der Nachschau fiel auf, dass noch ein weiterer VW Fox fehlte. Beide Fahrzeuge waren zuvor auf dem alten Bahngelände in Wipperfürth abgestellt worden.

 

Die Beamten machten sich nun auf die Suche nach dem zweiten Fox. Wenig später, gegen 17:40 Uhr entdeckten sie das Fahrzeug auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants in Wipperfürth. Eine sich anschließende stundenlange Observation brachte die Polizisten nicht weiter. Deshalb entschlossen sie sich kurzerhand, im Restaurant die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen um die Anwesenden nach dem Fahrer des weißen VW-Fox zu fragen. Die Beamten erhielten daraufhin eindeutige Hinweise auf einen anwesenden 20-jährigen Heranwachsenden.

 

Der versuchte sich im anschließenden Gespräch mit allen Mitteln aus der misslichen Situation zu winden. Schließlich räumte er ein, gemeinsam mit Bekannten die beiden VW gestohlen zu haben. Allerdings sei das keine Schwierigkeit gewesen, da sich die Schlüssel hinter den Tankklappen befanden, erklärte der 20-Jährige. Er habe beobachtet, wie die Fahrer sie dort deponierten. Für weitere Delikte käme er allerdings nicht in Betracht.

 

Da die Polizisten erhebliche Zweifel an seinen Angaben hatten, schalteten sie ihre Kollegen der Kripo ein. Nach aufwendigen Vernehmungen, in denen er sich fortwährend widersprach, gelang es den Beamten schließlich, den Heranwachsenden zu einer umfassenden Aussage zu bewegen. Er gab zu, gemeinsam mit Bekannten am 18.10. in das Gebäude der OVAG eingedrungen zu sein. Dort habe man zahlreiche technische Geräte beschädigt und sei mit einem Bus gegen eine Mauer gefahren. Außerdem räumte er ein, Buswartehäuschen beschädigt zu haben. Einige Mittäter nannte er beim Namen. Schließlich bekamen die Ermittler heraus, dass sich einige der genannten Personen in Wipperfürth-Kreuzberg zu einer Open-Air-Fete getroffen hatten.

 

Ein starkes Polizeiaufgebot traf gegen Mitternacht ca. 20 zum Teil erheblich alkoholisierte Jugendliche und Heranwachende, darunter auch vier Verdächtige, an. Sie wurden zum Kommissariat verbracht und mit den erdrückenden Fakten konfrontiert. Nach langem hin und her stellten sie sich ihrer Verantwortung. Sie erklärten mit den bei der OVAG erbeuteten Nothämmern zunächst das Glas in den Wartehäuschen und Telefonzellen im Oberbergischen und tags darauf die anderen eingeschlagen zu haben. Sie nannten auch weitere Namen von Beteiligten.

 

Zuletzt bekannten sie sich zu einem versuchten Einbruch in eine Radevormwalder Schule. Die Einbrüche bzw. Diebstähle wurden offensichtlich unter wechselseitiger Beteiligung begangen. Die in Halver, Hückeswagen und Wipperfürth wohnenden Jugendlichen müssen sich nun strafrechtlich verantworten. Im Raum steht auch die Regulierung des herbeigeführten Schadens.

 

Einer von ihnen hat die Folgen seines Handelns deutlich zu spüren bekommen. Er verbrachte seinen 18. Geburtstag in der Zelle. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei weist eindringlich darauf hin, keine Schlüssel in oder an Fahrzeugen zu hinterlegen.

 

Quelle: Pressestelle KPB Oberbergischer Kreis

 

 

 


 

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06 1507 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017