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Archivfotos: [ Fotoagentur NTOi.de ]

 

Köln – Am Samstag um 17 Uhr erwartet der VfL Gummersbach in der Kölnarena die Ausnahmemannschaft des ungarischen Handballs zum Spiel der Gruppenphase in der EHF Champions League 2007/2008. Die Liste der Erfolge von MKB Veszprém KC ist lang: Fünfzehn Mal wurde der Club Landesmeister, siebzehn Mal Pokalsieger, und dazu spielte er schon fünfzehn Mal in der Königsklasse des Handballs mit.

 

Seit 1998 erreichte Veszprém mindestens das Viertelfinale, 2002 erscheint die Finalteilnahme in den Annalen. So erwartet den VfL nach dem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Sieg in Island ein Gegner von ganz anderem Kaliber. Dass der Spitzenclub aus Ungarn auch im internationalen Vergleich finanziell gut ausgestattet ist, verdeutlicht ein Blick auf den Kader. Denn neben den Nationalspielern des Landes war Veszprém schon immer ein Anlaufpunkt für die besten Handballer aus Osteuropa.

 

Zwar ging im Sommer mit Kiril Lazarow der zweifache Champions-League-Torschützenkönig zum wieder erstarkten RK Zagreb, und man verlor mit dem ehemaligen Gummersbacher Ivan Lapcevic und Liszkai Szilveszter zwei weitere wichtige Akteure, doch mit dem neuen Trainer Lajos Mocsai sind die Erwartungen und Möglichkeiten nicht geringer geworden. Der Universitätsdozent Mocsai, der lange beim TBV Lemgo große Erfolge feierte und in Gummersbach als Interimstrainer in neun Spielen seine Kompetenz bewies und in bester Erinnerung blieb, soll aus drei Neuzugängen und mit den eigenen Talenten wieder in aller Ruhe eine schlagkräftige Mannschaft formen.

 



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Mit Ilyes Ferenc, dem Top-Rückraumspieler von Pick Szeged, dem Meister dieses Jahres, Rechtsaußen Tamas Ivancsik von Dunaferr SE und Zarko Markovic von Tatabanya wurde in anderen Gefilden mehr als Ersatz gefunden, denn kein Spieler dieses Trios gilt als Lückenfüller. Die Leistungsträger, die geblieben sind, würden auch in der deutschen Bundesliga jederzeit einen Job finden.

 

Sei es Torwart Dejan Peric, der trotz seiner 37 Jahre in der Welt als einer der bestens seines Fachs gilt, oder der ebenfalls schon betagte gebürtige Kubaner Carlos Perez (36), die schwergewichtigen Kreisläufer Gyula Gal (113 kg) und Marian Cozma (114 kg) oder der wurfgewaltige Serbe Marko Vujin, der inzwischen die meisten Tore für Veszprém wirft. Spielmacher Zarko Sesum gilt neben dem Gummersbacher Momir Ilic als der große Hoffnungsträger in der Nationalmannschaft Serbiens.

 

So war das 24:24-Unentschieden am ersten Spieltag der EHF Champions League 2007/2008 in der eigenen Halle, die ab 2008 durch eine moderne Arena ersetzt wird, gegen Celje Pivovarna Lasko für die heimstarken Ungarn sicher eine negative Überraschung. Der glückliche Ausgleichstreffer der Slowenen in der allerletzten Sekunde hatte aber für viel Diskussionsstoff gesorgt.

 

 

Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

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 “Unsere gute Leistung gegen Kiel stimmt mich zuversichtlich. Wir haben kämpferisch am Mittwoch alles gegeben und hatten eigentlich zur Pause ein Unentschieden verdient. Vier Tore Abstand sind gegen Kiel für eine Halbzeit zu viel, wenn Thierry Omeyer wieder so viele freie Bälle von uns hält. Ich habe mir natürlich das Spiel von Veszprém gegen Celje angeschaut.

 

Das Ergebnis hat mich überrascht, Celje war nach den vielen personellen Veränderungen besser als erwartet. Die Abwehr und Torwart Skof machten viele Probleme. Ich glaube, dass auch Veszprém diesen Gegner etwas unterschätzt hat. Die Ungarn sind für mich nämlich eigentlich die bessere Mannschaft. Das Unentschieden ist auf den ersten Blick natürlich gut für uns. Mit zwei Heimsiegen in den restlichen Spielen scheint der zweite Platz so gut wie sicher. Auf der anderen Seite ist noch vieles möglich, denn Veszprém kann auch in Celje gewinnen. Veszprém ist für mich die beste Mannschaft der Gruppe F und nach den Veränderungen nicht schwächer als in der letzten Saison, da sind sie ja nach harter Gegenwehr im Viertelfinale an Kiel gescheitert. Den Verlust von Kiril Lazarow haben sie gut kompensiert. Das System garantiert seit Jahren Kontinuität. So wurde zum Beispiel Marko Vujin im letzten Jahr aufgebaut, jetzt wirft er die meisten Tore. Auch Spielmacher Zarko Sesum wird immer besser und ergänzt sich mit Nikola Eklemomic hervorragend.

 

Diese Mannschaft ist auf allen Positionen mit Top-Spielern besetzt, und die Alternativen sind nicht wesentlich schwächer. Sie spielen einen schnellen Handball und sind von allen Positionen torgefährlich. Die Schnelle Mitte und die Gegenstöße zählen ebenso zum Repertoire wie das Spiel aus dem Rückraum, in dem viel rotiert wird. Deshalb ist es müßig, sich auf einen einzelnen Spieler einzustellen. Sie bevorzugen eine sehr bewegliche defefensive 6-0-Deckung mit dem sehr starken Peric im Tor, in der Kreisläufer Gyula Gal schon mal kräftig zur Sache geht. Ich kenne Veszprém gut, schon mit Magdeburg haben sich ständig in der Champions League unsere Wege gekreuzt. Spieler wie Peric, Gal oder Gergö Ivancsik waren schon damals dabei und garantieren Routine.

 

Es gibt dort eine lange Handball- Tradition. Das Jugendscouting funktioniert hervorragend. In Konkurrenz mit Celje Pivovarna Lasko und RK Zagreb wird der gesamte Ostmarkt erfasst und unter diesen drei Top-Clubs aufgeteilt. So rücken immer wieder Talente nach.”

 

Noch Tickets erhältlich

Das Spiel, das im deutschen Fernsehen von Eurosport und im ungarischen Fernsehen von Viasat 3 live übertragen wird, beginnt um 17 Uhr. Die Kölnarena öffnet um 15:30 Uhr, es sind Tickets für alle Preisgruppen über die Vorverkaufsstellen und am Samstag an der Tageskasse der Kölnarena erhältlich.

 

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Der 2. Spieltag:

 

VfL Gummersbach – MKB Veszprém KC

  • 06.10.2007
  • 17:00 Uhr
  • Köln

 

 Celje Pivovarna Lakso – Valur Reykjavik

  • 06.10.2007
  • 17:15 Uhr
  • Celje

 

 Quelle: VfL Handball Gummersbach GmbH – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fa. Stadionwelt

 


 

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06 1358 · 07 2 · # Freitag, 15. Dezember 2017