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Interview und Zwischenfazit von VfL Gummersbach Geschäftsführer Francois Xavier Houlet nach den ersten Saisonmonaten 

François Xavier Houlet (VfL Gummersbacd Geschäftsführer) zeigt sich nach den ersten Monaten der Saison optimistisch. Viel Spaß beim lesen des Interviews. Archivfotos: ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

 

  • Das erste Viertel der Handballsaison ist vorbei, der VfL Gummersbach steht mit 11:5-Punkten auf Platz sechs der Tabelle. Wie ist deine Zwischenbilanz?

François Xavier Houlet: Wir können mit der sportlichen Situation absolut zufrieden sein. Wir haben bisher zehn Pflichtspiele absolviert – acht in der Liga, zwei im Pokal – und haben nur zwei davon verloren. Und die beiden Niederlagen resultieren aus den Spielen gegen Kiel und den HSV, was keine Schande ist. Die Mannschaft präsentiert sich kompakt, wird von Spiel zu Spiel besser und tritt sehr diszipliniert auf. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. In der Liga stehen wir im oberen Drittel und im DHB-Pokal haben wir das Achtelfinale erreicht – wir stehen also gut da.

 

 

  • Nach den Abgängen vor und während der Saison sahen manche den VfL schon im Abstiegskampf. Nun steht der VfL in einer ganz anderen Tabellenregion.

FXH: Wir sollten nicht zu euphorisch sein und nicht vergessen, dass bisher erst ein Viertel der Spiele hinter uns liegt. Der gute Tabellenplatz ist daher nur eine Momentaufnahme. Wir werden aber nicht, wie von manchen prognostiziert, in den Tabellenkeller abrutschen. Auch wenn wir große Namen verloren haben, steckt noch viel Potenzial in der Mannschaft. Dazu haben wir ein sehr gutes Trainerteam.

 

 

  • Was macht dich so optimistisch?


VfL Gummersbach Geschäftsführer Francois Xavier Houlet: Die Mannschaft hat Charakter, sie hat sich weder von den vielen Abgängen noch von den finanziellen Problemen des Clubs von ihrem Weg abbringen lassen. Das zeigt, dass es in der Mannschaft stimmt. Dazu leistet unser Trainer Sead Hasanefendic sehr gute Arbeit. Er hat das Team im Griff und spornt es immer wieder im Training und im Spiel zu starken Leistungen an. Ich denke, die positive Grundstimmung hält auch an, wenn mal einige Rückschläge hintereinander kommen.

 

 

  • Der VfL muss in den kommenden acht Wochen 13 Spiele bestreiten. Wie wird der kleine Kader mit der Belastung zu Recht kommen?

FXH: Vor uns liegt ein Hammerprogramm. Das wird eine spannende Zeit. Wir treffen auf starke Gegner und müssen in Liga und im Europapokal viele Reisen hinter uns bringen. Wenn ich mir alleine unsere Gegner im Dezember angucke: Lemgo, Flensburg, Göppingen, Magdeburg, Berlin – dieser Monat wird eine echte Herausforderung. Wir können nur hoffen, dass wir von weiterem Verletzungspech verschont bleiben, denn mit Adrian Pfahl fällt bereits ein wichtiger Spieler für lange Zeit aus. Somit fehlt uns ein Linkshänder, der aus dem Rückraum angreifen kann.

 

 

  • Wie kann der Ausfall von Adrian ausgeglichen werden?

FXH: Da ist die gesamte Mannschaft gefordert, denn wir müssen den Ausfall intern kompensieren. Eine Neuverpflichtung können wir uns bei der aktuellen wirtschaftlichen Situation nicht erlauben. Ich bin mir aber sicher, dass die Jungs das schaffen werden, auch wenn einige Umstellungen erforderlich sind. Es kann aber auch positiv sein und für Überraschungsmomente sorgen, wenn ein Rechtshänder auf der rechten Rückraumposition spielt. Frankreich ist mit dieser Konstellation sogar Weltmeister geworden (lacht).

 

 

  • Am Sonntag um 17.45 Uhr gastieren die Rhein-Neckar-Löwen in der Kölner Arena. Das ist ein bisschen wie David gegen Goliath.

FXH: Von der finanziellen Ausstattung und der Kaderstärke gesehen, sind die Löwen und der VfL nicht vergleichbar. Kronau hat ein Potenzial fast wie Kiel und der HSV und ist ein Kandidat für ganz nach oben. Wenn sie einen Spieler abgeben, können sie direkt einen neuen holen. Da sind wir weit von entfernt. Doch in der Tabelle haben die Löwen derzeit nur einen Punkt mehr als der VfL und das zählt.

 

 

  • Kann dem VfL am Sonntag eine Überraschung gelingen?

FXH: Im Handball ist alles möglich: Wenn die Chance da ist und die Löwen haben nicht ihren besten Tag erwischt, werden unsere Jungs alles dafür geben, diese Chance auch zu nutzen. Da bin ich mir sicher. Doch auch wenn es nicht klappt, die Mannschaft hat aber ein gutes Spiel gezeigt und sich mit Kampf und Leidenschaft gegen die Niederlage gestemmt, kann ich damit leben.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 

 

 


 

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06 1007 · 07 3 · # Samstag, 16. Dezember 2017