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Kölnarena – Es ist noch gar nicht so lange her, da firmierte der nächste Gegner des VfL in der Ballwerferbranche unter der Bezeichnung TBV Deutschland. 2003 kam der Deutsche Meister aus Lemgo und stellte nicht nur das Gerüst der Nationalmannschaft, sondern ging auch als Erfinder der “Schnellen Mitte” in die Geschichte ein. Der Hochgeschwindigkeitshandball galt zu dieser Zeit als ostwestfälische Erfindung, vier Jahre später hat die Konkurrenz in der Eliteliga diese Spielart weiterentwickelt und perfektioniert.

 

Die goldene Generation in Lemgo hat sich inzwischen zum großen Teil verabschiedet. Die Weltmeister Markus Baur, der Spielertrainer bei Pfadi Winterthur wurde, und Christian Schwarzer, der seine Karriere bei den Rhein-Neckar Löwen ausklingen lässt, waren im Sommer aber nicht die einzigen Verluste. Der Wechsel von Filip Jicha zum THW Kiel brachte wenigstens 400 000 Euro Ablösesumme ein, die wieder investiert werden konnten, denn vier weitere Abgänge (u.a. Michael Binder und Asgeir Hallgrimsson) sorgten für Handlungsbedarf auf dem Spielermarkt.

 



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Wenn der TBV Lemgo am Samstag (15 Uhr) zum 51. Bundesligaduell zwischen beiden Klubs in der Kölnarena aufläuft, werden die Fans also eine völlig neu zusammengestellte Mannschaft sehen. Fünf Spieler der Stammsieben sind weg, neun Zugänge sollen helfen, die Lücken zu füllen. Die Ostwestfalen blieben dabei ihren Motto treu, in erster Linie auf deutsche Spieler zu setzen.

 

Die Weltmeister Florian Kehrmann und Carsten Lichtlein konnten mit dem begehrten Göppinger Michael Kraus und Lars Kaufmann von der HSG Wetzlar dann auch zur Vorbereitung auf die Saison 2007/2008 nicht nur zwei weitere Darsteller des Wintermärchens begrüßen, sondern mit Rolf Herrmann (TuS N-Lübbecke) auch einen weiteren Nationalspieler. Vom VfL holte Manager Volker Zerbe noch Kreisläufer Jörg Lützelberger und für den Rückraum den 100-fachen dänischen Nationalspieler Lasse Boesen von Kolding KIF.

 

Peter Meisinger vom TV Großwallstadt soll aus neun alten und neun neuen Spieler jetzt eine komplett neue Mannschaft formen. So wunderte es nicht, dass er in der laufenden Saison auch wegen der vielen Verletzungen eine Berg- und Talfahrt erlebte. Die Heimniederlage gegen den MT Melsungen zählt dabei sicher zu den Tiefpunkten, die Niederlagen gegen die SG Flensburg oder die Rhein-Neckar Löwen waren dagegen fast zu erwarten. Zuletzt gab es einen klaren Sieg gegen den Wilhelmshavener HV. Dass der TBV Lemgo in der Vergangenheit gewöhnlich als eine Art Angstgegner des VfL gehandelt wurde, scheint die Statistik nicht eindeutig zu belegen. In der Bilanz hat der VfL 22 Siege, Lemgo 24 Siege auf dem Konto, fünf Mal endeten die Duelle Unentschieden.

 

 

Alfred Gislason (VfL Gummersbach):

 

“Mit der Leistung und der Einstellung beim Sieg gegen Nordhorn können wir natürlich auch Lemgo schlagen. Die tolle Quote von 24 gehaltenen Bällen der Torhüter, die kompakte und engagierte Abwehrarbeit und das schnelle Angriffsspiel waren die Grundlagen. Jeder hat etwas für die Mannschaft gegeben, aber Oleg Kuleshov hat an diesem Tag herausragend gespielt, obwohl er eigentlich wegen seines geschwollenen Knies gar nicht auflaufen wollte. Er muss noch einmal durchhalten, dann haben wir ja eine längere Pause. Von der Qualität erwartet uns ein ähnliches Spiel, denn der Kader von Lemgo ist mindestens so stark, wenn nicht sogar noch etwas besser.

 

Nordhorn hat in dieser Saison allerdings stabiler gespielt, Lemgo dagegen sehr schwankende Leistungen von sehr gut bis sehr schlecht gezeigt. Ich hoffe, dass wir am Samstag einen schlechten Tag vom TBV erwischen. Die Spielweise hat sich nach meiner Einschätzung trotz des Trainerwechsels und der umfangreichen Spielertransfers nicht wesentlich geändert. Schon im letzten Jahr wurde das jahrelang durchgängig praktizierte 6-0-System der Abwehr zeitweise durch ein offensives 3-2-1-System ersetzt. Sie laufen noch immer einen guten Gegenstoß, allerdings funktioniert die zweite Welle noch nicht so perfekt wie früher.

 

Florian Kehrmann ist schließlich noch da, den darf man keine fünf Sekunden aus den Augen lassen. Sie haben natürlich ein Problem durch die Verletzungen von Geirsson und Kaufmann. Boesen kam ja nachträglich. So ist es kein Geheimnis, dass Lemgo noch keine eingespielte Formation hat. Wir vertrauen der Mannschaft, die gegen Nordhorn gewonnen hat. Momir Ilic spielt wohl nicht, er braucht die anschließende Pause, um fit zu werden. 

 

 

Quelle: VfL Gummersbach

 


 

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06 941 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017