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Leserbrief von Andreas Grothe (Manager und 1.Vorsitzende TTC Schwalbe Bergneustadt) zum Thema: Herausnahme von seinem Sohn Markus Grothe bei der WTTV-Endrangliste der Jungen beim Stande von 2:0 Spielen wegen angeblich nicht spielberechtigten Noppen-Außen-Belags. Archivfoto: Christian Sasse [ Foto + TV Agentur NTOi.de ]

 

Bergneustadt – Vater Andreas Grothe ist selbst Noppenspieler. Zum bemängelten Schläger seines Sohnes Markus Grothe schriebt er an den WTTV: “Es fehlten im Fingerbereich ein paar Noppen, da der Spieler diese durch ständiges Drehen des Schlägers und gleichzeitiger Auflage des rechten Zeigefingers zwangsläufig beschädigt. Auf der eigentlichen Spielfläche des Belages fehlte keine einzige Noppe!” (Wir berichten bereits…)

  

 

Leserbrief Andreas Grothe an den WTTV!

 

Mein Sohn Markus war hoch motiviert. Er hatte sich mit seinem Trainer besonders intensiv auf die WTTV-Endrangliste der Jungen vorbereitet. Mit erst 14 Jahren ist allein die Teilnahme an diesem hochklassigen Event schon ein Erfolg. Die ersten beiden Spiele wurden gewonnen, offenbar hatte sich die Quälerei im Training gelohnt. Mein Sohn war stolz und freute sich schon auf sein drittes Spiel. Doch diesmal wurde sein Schläger beanstandet.

 

Der Oberschiedsrichter ließ nicht mit sich reden und das Turnier war damit für meinen Sohn mangels Ersatzschläger beendet. Seltsam war, dass der „aufmerksame OSR“ sich so sehr mit den Belägen der Spieler beschäftigen musste, dass er die überwiegend frisch geklebten Schläger der anderen Teilnehmer der Endrangliste gar nicht bemerkte.

 

Na ja, man kann ja auch nicht alle Spieler aus dem Turnier werfen?! Was lernt man daraus? Es ist nicht entscheidend ob man gut spielt oder fleißig trainiert, sondern ob man einen gut oder schlecht aufgelegten Schiedsrichter hat! Hätte mein Sohn im dritten Spiel einen der ersten beiden Zählschiedsrichter gehabt, hätte er prima weiterspielen können!

 

Nebenbei bemerkt: Mit dem gleichen Schläger wurden auch die DMM der Jugend und die Bezirksendrangliste der Jugend gespielt. Immer mit geprüften Schiedsrichtern, die den Belag nicht beanstandet hatten. Ein Oberschiedsrichter sollte, gerade im Jugendbereich, soviel Fingerspitzengefühl haben, dass reine Ermessensentscheidungen im Zweifel für den Angeklagten getroffen werden.

 

Schade um unseren Sport, wenn wir den Wettkampf nicht mehr an der Platte austragen. Der Vorwurf, dass kein Ersatzschläger vorhanden war, ist völlig praxisfern. Gerade Abwehrspieler haben eine sehr lange Eingewöhnungsphase und können mit einem Ersatzschläger (auch wenn Holz und Beläge gleich sind) auf dem hohen Niveau einer WTTV-Endrangliste nicht spielen. Selbst im Profi-Bereich kommen Ersatzschläger kaum vor. Auch kann sich sicher nicht jeder den finanziellen Aufwand eines baugleichen Ersatzschlägers leisten.

 

Übrigens ist der Schläger meines Sohnes nach genauem Studium der Wettspielordnung (Ziffer 4.4 der internationalen TT-Regeln Teil A) doch in Ordnung, zumindest glaubt dass die überwiegende Mehrheit der Befragten. Um das Restrisiko Schiedsrichter auszuschalten, habe ich meinem Sohn trotzdem einen neuen Schläger gekauft. Sicher ist sicher!

 


 

 

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06 1327 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017