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Oberbergischer Kreis – Das Ordnungsamt des Oberbergischen Kreises registriert zurzeit eine große Anzahl an Verkaufsveranstaltungen. Allein seit vergangener Woche haben das Kreisordnungsamt und die Ordnungsämter der Kommunen fünf Werbeveranstaltungen überprüft. Auch für die kommende Woche liegen mehrere Termine unterschiedlicher Veranstalter vor. „Der Ablauf ist fast immer gleich“, berichtet Franz Josef Steinfort vom Ordnungsamt des Oberbergischen Kreises von den zurzeit häufigen Kontrollen.

 

„Bei Erscheinen des Ordnungsamtes findet die Veranstaltung zumeist gar nicht statt, weil sich der eigentliche Moderator noch auf dem Weg zur Veranstaltung befinden soll und dann plötzlich eine Autopanne oder einen Unfall hat oder aber spontan erkrankt ist.“ Oder die Verkaufsveranstaltung gehe im Schnellverfahren über die Bühne, so dass es Gästen passieren könne, bereits um 10.30 Uhr das versprochene Mittagessen serviert zu bekommen.

 

„Anfang der Woche hat ein Veranstalter von den Kontrollen Wind bekommen und gleich die in Engelskirchen geplante Veranstaltung storniert.“ Bei den Kontrollen wird darauf geachtet, dass, sofern die Veranstaltung nicht angemeldet ist, keine Verkäufe getätigt oder Bestellungen angenommen werden. Außerdem achten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordnungsämter dafür, dass die Gäste solcher Veranstaltungen die in den Einladungsschreiben versprochenen Präsente erhalten und das zugesagte Essen serviert bekommen.

 

Ein Verkauf von Produkten ist nur dann erlaubt, wenn die Veranstaltung als so genanntes „Wanderlager“ rechtzeitig vom Veranstalter bei den zuständigen örtlichen Ordnungsbehörden angemeldet wird. Doch die Ordnungsbehörden werden so gut wie nie kontaktiert. Ist die Veranstaltung nicht angemeldet, darf auch nichts verkauft werden. Die Produkte können dann nur beworben und vorgestellt werden. Eine Ausnahme bilden Reisen. Da ein Urlaub im Süden nicht als Ware gilt, dürfen Reisen verkauft werden. Steinfort mahnt grundsätzlich zur Skepsis, wenn Einladungen zu Verkaufsveranstaltungen mit dubiosen Gewinnmitteilungen verbunden sind.

 

Außerdem häuften sich derzeit die Hinweise auf Gewinnmitteilungen über hohe Bargeldgewinne. Der Gewinn warte unter einer mit 2,99 Euro pro Minute sehr teuren 0900-Rufnummer darauf, abgerufen zu werden. „Solche Briefe sollten gleich im Papierkorb landen“, rät Steinfort. Gleiches gelte für angebliche Gewinne einer so genannten „Loteria Primitivo“ aus Spanien. In diesem Fall werden Gewinner sogar aufgefordert zwecks Überweisung ihre Bankverbindung preiszugeben. Der Experte beim Ordnungsamt empfiehlt schlicht: „Finger weg.“

 

Quelle: Angela Altz (OBK)

 


 

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06 1220 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017