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LVR und KoKoBe Lindlar informieren über Ambulant Betreutes Wohnen / Neue Broschüre vorgestellt / Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung als Ziel

 

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Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) will mehr behinderten Menschen die Teilhabe an einem “normalen” Alltag ermöglichen. Dem Wohnen mit ambulanter Unterstützung kommt hierbei eine große Bedeutung zu. Denn der Weg aus dem Heim in das Ambulant Betreute Wohnen bedeutet einen Zugewinn an Freiheit und Selbstbestimmung. Foto:LVR

 

Köln/Lindlar – Das das Ambulant Betreute Wohnen bei Menschen mit Behinderungen auf große Zustimmung stößt, zeigt die Entwicklung der letzten Jahre. Während im Jahr 2005 im Oberbergischen Kreis 150 Menschen mit Behinderung mit ambulanter Betreuung in der eigenen Wohnung lebten, waren es 2006 schon 180.

 

Gemeinsam mit der Koordinierungs-, Kontakt – und Beratungsstelle Lindlar (KoKoBe) hat der LVR nun seine neue Broschüre “Leben wie es uns gefällt” vorgestellt. Mit dieser Broschüre will der LVR in den kommenden Monaten im ganzen Rheinland noch mehr Menschen den Weg in die Selbstständigkeit aufzeigen und so neue Lebensperspektiven eröffnen. Die Broschüre besteht aus Beispielen von Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit schon gewagt haben oder sich auf dem Weg dorthin befinden. Hinzu kommen Kontaktadressen und Informationen über die Hilfesysteme.

 

“Das Ziel ist die gelebte Normalität. Die Menschen mit Unterstützungsbedarf erhalten die Möglichkeit, ihr Leben weitgehend selber in die Hand zu nehmen und selber zu bestimmen, mit wem sie wie zusammenleben möchten. Dennoch wird niemand alleine gelassen, jeder und jede dort unterstützt, wo Hilfe benötigt wird”, so LVR-Sozialdezernentin Martina Hoffmann-Badache.

 

Neben den Vorteilen, die das Ambulant Betreute Wohnen für die Menschen mit Handicap bietet, kostet es nur etwa 50 bis 70 Prozent eines Heimplatzes. Damit leistet diese Wohnform gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Sozialsysteme. In NRW sind die beiden Landschaftsverbände, Rheinland (LVR) und Westfalen Lippe (LWL) für die Finanzierung und Steuerung der Hilfen für behinderte Menschen zuständig. Sie haben sich mit den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrt in NRW darauf geeinigt, dass bis 2009 rund 3.500 mehr behinderte Menschen statt im Heim in der eigenen Wohnung leben.

 

Quelle: Christoph Göller

 


 

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06 1153 · 07 2 · # Donnerstag, 7. Dezember 2017