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VfL kämpfte aufopferungsvoll, doch am Ende jubelte die die anderen. Frisch Auf! Göppingen – VfL Gummersbach 31:29 (15:14)

Der VfL kämpfte aufopferungsvoll, doch am Ende jubelten die anderen: Obwohl die Oberbergischen 50 Minuten lang die bessere Mannschaft waren, reichte es in Göppingen nicht und das Team von Sead Hasanefendic verlor das Verfolgerduell mit 31:29 und fährt trotz guter Leistung mit leeren Händen nach Hause. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

Eine Abtastphase gab es nicht: Beide Mannschaften zeigten von Beginn an, dass sie den Zuschauern guten und temporeichen Handball bieten wollten: Der Gastgeber legte vor, doch Adrian Pfahl sorgte mit einem Hammer aus dem Rückraum für den Ausgleich. Dass der Halbrechte seine Fußverletzung hinter sich gelassen hat, zeigte sich auch beim 3:3. Selbstbewusst schoss der Linkshänder den Ball aus der Hüfte ins Netz. Nach sechs Minuten ging der VfL das erste Mal in Führung.

 

 

 

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Vedran Zrnic verwandelte einen Siebenmeter sicher zum 3:4. Vor dem Spiel fragten sich die VfL-Fans, wie die Oberbergischen den Göppinger Top-Shooter Lars Kaufmann in den Griff kriegen wollen. VfL-Coach Sead Hasanefendic entschied sich für eine 5:1-Deckung, bei der Vedran Zrnic als erster Verteidiger die Kreise von Kaufmann störte. In der Anfangsphase ging die Rechnung auf: Frisch Auf! tat sich im Spielaufbau schwer, der VfL ging konzentriert und bissig zur Sache. Dazu nutzten die Oberbergischen den Schwung der guten Defensive und zeigten sich vor dem Tor eiskalt: Nach elf Minuten führte der VfL in der EWS-Arena mit 5:8 – Frisch Auf!-Trainer Velimir Petkovic zog die grüne Karte, um den oberbergischen Spielfluss zu stoppen.

 

Doch der VfL ließ sich nicht beirren: Adrian Wagner fing einen Kaufmann-Pass ab und leitete den nächsten Angriff der in orange spielenden Gäste ein. Jörg Lützelberger konnte nur durch Foul gestoppt werden, den fälligen Siebenmeter verwandelte Vedran Zrnic zum 5:9 (13. Minute). Zur Mitte der ersten Halbzeit mussten mit Kaufmann und Haas gleich zwei Göppinger das Feld verlassen, der VfL nutzte die Überzahl nur zu einem Tor, gleichzeitig traf Kaufmann aber nur wenige Sekunden, nachdem er wieder auf die Platte durfte. Nach 18 Minuten verkürzte Göppingen durch Opera auf 9:11, Frisch Auf! war wieder im Spiel. Beim VfL war nun auch erstmals Kapitän Robert Gunnarsson auf der Platte – es traf jedoch erneut Vedran Zrnic, der auf Außen wunderschön von Viktor Szilagyi in Stellung gebracht wurde: 11:13 (21. Minute). Der Vorsprung des Hasanefendic-Team schmolz, auch weil Lars Kaufmann nun immer besser ins Spiel fand und mit einem Rückraumtreffer auf 12:13 verkürzte. Doch der VfL ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, Keeper Goran Stojanovic parierte dreimal in Folge, Robert Gunnarsson traf, der VfL führte wieder mit zwei Toren – 12:14/24. Minute.

 

 

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Für den VfL begann nun allerdings eine schwierige Phase: Adrian Wagner und kurz danach Drago Vukovic wurden für zwei Minuten auf die Bank verbannt, Frisch Auf! war über eine Minute mit zwei Spielern mehr auf der Platte. Der Gastgeber nutzte die Überzahl und verkürzte durch Schöne, kurz darauf sorgte Lars Kaufmann für den Ausgleich: 14:14/27. Minute. Als Steffen Fäth von Schweikardt gefällt wurde, übersahen das die Schiedsrichter Brauer und Holm gnädig und gaben stattdessen im Gegenzug Siebenmeter für den Gastgeber und eine Zwei-Minuten-Strafe für Vedran Zrnic. Zwei Minuten vor Schluss ging Frisch Auf! somit  in Führung: 15:14. Adrian Wagner verpasste den Ausgleich, als er mit einem Siebenmeter an Tahirovic scheiterte – zur Halbzeit war der Gastgeber mit einem Tor vorne.

 

Der VfL hatte den Anwurf – und Drago Vukovic nutzte den Ballbesitz und traf zum Ausgleich. Die Oberbergischen legten einen Blitzstart hin und münzten durch Tore von Vedran Zrnic, Adrian Wagner und Adrian Pfahl den Rückstand in einen 18:15-Vorsprung um. Vedran Zrnic hatte sogar die Möglichkeit, die Führung noch auszubauen, doch sein Siebenmeter knallte an den Pfosten. Der VfL ließ sich aber auch von dieser Szene nicht aus dem Rhythmus bringen und zeigte sich unbeeindruckt: Viktor Szialgyi traf aus dem Gewühl zum 16:20 – die in stattlicher Zahl angereisten VfL-Fans jubelten lautstark. Doch Göppingen ließ sich nicht entmutigen – nach 40 Minuten verkürzten die Gastgeber auf 19:21, das Spiel blieb eng. Michael Haas gelang durch einen Siebenmeter der Anschlusstreffer, zudem spielte der VfL nach einer Szilagyi-Strafe in Unterzahl. Doch die Oberbergischen überstanden die numerische Unterlegenheit ohne Gegentor und trafen sogar durch einen Schuss aus spitzem Winkel von Drago Vukovic (21:23/45. Minute). Göppingen tat sich weiterhin schwer gegen das Hasanefendic-Team, die 5:1-Deckung schmeckte den Gastgebern nicht, dazu behielten die Oberbergischen auch in den kniffligen Situationen die Ruhe. Als Goran Stojanovic parierte und Robert Gunnarsson den Ballbesitz nutzte und zum 23:26 traf, zog Petkovic erneut die grüne Karte (49. Minute).

 

Göppingen brachte frisches Personal und spielte eine 3:0-Serie. Nach 51. Minuten gelang dem Gastgeber der Ausgleich – und nur kurze Zeit später sogar die Führung: 27:26. Den VfL-Profis schwanden die Kräfte, Göppingen nutzte die längere Bank und wartete auf Gummersbacher Fehler. Als dann noch die Schiedsrichter einen erfolgreichen Torwurf von Drago Vukovic wegen Zeitspiels abpfiffen und Göppingen vier Minuten vor Schluss zum 29:27 traf, war das Spiel entschieden. Der Substanzverlust beim VfL war spürbar, der VfL konnte in den entscheidenden Phasen nicht mehr nachlegen. Der VfL kämpfte aufopferungsvoll, doch am Ende reichte es wie schon gegen Flensburg am vergangenen Spieltag nicht: Göppingen gewann das Verfolgerduell mit 31:29.

 

 

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„Ich bin zufrieden mit unserer Leistung, aber trotzdem enttäuscht. Gegen solchen Gegner in Halle mit solch starkem Publikum muss man erst einmal so ein Spiel zeigen. Wir haben konzentriert und diszipliniert gespielt und standen taktisch clever in der Verteidigung, doch wie schon gegen Lemgo und Flensburg haben wir in der Endphase den Sieg verschenkt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die anderen Mannschaften einen größeren Kader und eine längere Bank haben und in engen Situationen noch einmal personell nachlegen können. Bei uns häuften sich in der Schlussphase die kleinen Fehler. Ein Pass kommt nicht an, Gegenstöße werden ermöglicht und wir kassieren einfache Tore. Es ist schade, dass wir zehn Minuten vor Schluss noch mit vier Toren geführt haben und trotzdem mit leeren Händen nach Hause fahren müssen. Es war eine große Leistung, doch über die gesamte Spielzeit gesehen, fehlte uns dann doch etwas. Wenn man hier in Göppingen etwas holen will, muss man überragend sein und das waren wir dann leider doch nicht“, so VfL-Coach Sead Hasanefendic.

 

 

„Wir haben in den letzten zehn Minuten die Kraft verloren, wir waren hinterher in der Verteidigung zu spät und sind dann in Rückstand geraten. Es ist dann ganz schwer in so einer Halle, einem Rückstand hinterher zu laufen. Wir waren knapp am Sieg dran und es ist brutal schade, dass wir keine Punkte mitnehmen können. Die Mannschaft hätte mehr verdient, doch so ist der Sport, wir müssen nun ohne Punkte nach Hause fahren“, sagte VfL-Spielmacher Viktor Szilagyi nach dem Spiel.

 

 

 

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Frisch Auf!-Coach Velimir Petkovic war verständlicherweise hochzufrieden nach dem knappen Sieg seiner Mannschaft: „Der Sieg bedeutet uns sehr viel, es gibt zwar nur zwei Punkte, doch von solchen Spielen lernen meine Jungs. Wir sind zweimal zurückgekommen, das gibt Selbstvertrauen. Die gute Verteidigungsleistung in den letzten zehn Minuten war der Schlüssel zum Erfolg. Der VfL hat eine starke Leistung gezeigt, doch wir waren den entscheidenden Tick besser“, sagte Velimir Petkovic.

 

 

  • Tore VfL: Wagner 4, Vukovic 7, Lützelberger 1, Gunnarsson 4, Szilagyi 3, Pfahl 5, Zrnic 5/2
  • Zeitstrafen 5:5
  • Zuschauer: 5200

     

 

 

 


 

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06 1432 · 07 2 · # Freitag, 15. Dezember 2017