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Krisenmanagementübung mit konventionellem Sprengstoff unter Beimischung chemischer Stoffe! Einsatzkräfte üben für den Erstfall. Oberbergischer Kreis beteiligt sich am Mittwoch 27. Januar an einer bundesweiten Krisenmanagement Übung…

Bei einer Übung testeten Feuerwehrmänner die Ausrüstung zur Dekontamination Verletzter. Wie greifen die Maßnahmen von Behörden, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen ineinander, wenn Deutschland von Anschlägen getroffen wird? Um sich auf diesen Ernstfall vorzubereiten, findet unter der Federführung des Bundesinnenministeriums am 27. und 28. Januar eine länderübergreifende Krisenmanagement-Übung (LÜKEX 09/10) statt. (Foto: OBK)

 

Auch der Oberbergische Kreis beteiligt sich am 27. Januar an der Übung. Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat die bundesweite Übung auf Landesebene um drei ähnliche Szenarien in Gummersbach, Dormagen im Rhein-Kreis-Neuss und Lemgo im Kreis Lippe erweitert. Während in Köln die Rettungsmaßnahmen nach der Detonation einer schmutzigen Bombe geprobt werden, werden in den drei Kreisen ähnliche Anschlagsszenarien mit konventionellen Sprengstoffen unter Beimischung chemischer Stoffe Teil der Übung sein.

 

An der Übung in Gummersbach beteiligen sich neben der örtlichen Feuerwehr und den Rettungsdiensten wie dem THW, der Krisenstab des Oberbergischen Kreises und der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Gummersbach. Die neue Ausrüstung zur Dekontamination von Einsatzkräften und Verletzten wird zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um ein Zelt mit Duschen und einer Waschvorrichtung, die ermöglicht, auch liegende Patienten von möglichen chemischen Verunreinigungen zu befreien. Das Landesinnenministerium hatte im Oktober die Ausrüstung an den Oberbergischen Kreis übergeben. Erstmals zum Einsatz kam die Ausrüstung nach einem Unfall mit Schädlingsbekämpfungsgift am 10. Januar in Gummersbach. Für die Übung werden die Moltkestraße ab Ecke Wiedenhof und die Reininghauser Straße in den Abendstunden gesperrt.

 

  

 

Hintergrund Lükex 09/10

Die Krisenmanagementübung Lükex 09/10 (Länderübergreifende Krisenmanagementübung/ Exercise) mit bundesweit voraussichtlich bis zu rund 3.000 Teilnehmern findet am 27. und 28. Januar 2010 statt. An der Übung nehmen alle 16 Bundesländer teil, wobei vier von ihnen – Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein – als Kernübungsländer besonders intensiv üben.

 

Lükex 09/10 ist eine gemeinsame Übung des Bundes und der Länder. Die Gesamtleitung nimmt der Sicherheitsstaatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI) im Einvernehmen mit den entsprechenden Entscheidungsträgern der Länder wahr. Hauptzweck von Lükex 09/10 ist es, das Zusammenwirken zwischen den Krisenstäben des Bundes und der Länder auf politischer und administrativer Ebene und die Koordination der verfügbaren Ressourcen unter Einbindung privater Unternehmen und Organisationen zu üben.

 

Bund und Länder führen die gemeinsame Stabsrahmenübung Lükex 09/10 seit 2004 durch. Bei den Übungen wird das gesamtstaatliche und gesamtgesellschaftliche strategische Krisenmanagement in außergewöhnlichen Gefahren- und Schadenslagen geübt mit dem Ziel, den Bevölkerungsschutz vorzubereiten und dadurch der Bevölkerung im Krisenfall bestmöglichen Schutz zu gewähren.

 

Quelle: Oberbergischer Kreis

 

 


 

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06 3717 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017