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HSV Hamburg – VfL Gummersbach 33:30 (18:15)

 

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Pascal Hens führt HSV zum Sieg! In einer spannenden Partie  war, der Mann mit dem Irokesenschnitt, Pascal Hens alias ´Pommes´ mit zehn Treffern erfolgreichster Torschütze für die Hamburger. Archivfotos: Christian Sasse (2), Dennis Sasse (1) [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

 

Hamburg – (Von VfL Gummersbach) FINAL UPDATE! Es bleibt dabei. Seit 1985 hat der VfL im deutschen Pokalwettbewerb kein Glück, auch im 23. Anlauf nach dem letzten Cupgewinn war das Viertelfinale das Maß aller Dinge. Dabei hatte es in der Alsterdorfer Sporthalle vielversprechend für die Gummersbacher begonnen, denn sie hatten rund 27 Minuten das Spiel diktiert. Gegen die offensive Deckung der Hamburger hatte VfL-Trainer Alfred Gislason das richtige taktische Mittel gefunden.

 

Nach der Führung durch Berrtrand Gille übernahmen die Oberberger das Kommando und setzten sich sogar über 1:3 und 2:4 durch Robert Gunnarsson auf 2:5 ab. Der isländische Kreisläufer machte sich immer wieder frei und warf beim 4:6 nach zwölf Minuten schon sein drittes Tor. Oleg Kuleshov kam jetzt als Spielmacher für Geoffroy Krantz und sorgte für eine Tempoverschärfung. Mit 5:7 (15.), 7:9 und dem Gegenstoßtreffer des gerade eingewechselten Gudjon Sigurdsson zum 8:10 hatte HSV-Trainer Martin Schwalb die Nase voll und nahm eine Auszeit, um sein Team neu zu sortieren. Vor allem der Torwartwechsel sollte sich für die Hamburger bis zur Pause auszahlen, denn der glücklose Per Sandström hatte nur einen einzigen Ball gehalten und wurde von Johannes Bitter ersetzt. Außerdem wählte er nun eine defensive 6-0-Deckung.

 

Auch auf der anderen Seite gab es einen Wechsel. Goran Stojanovic hatte ebenfalls kaum einen Ball gesehen und so versuchte Alfred Gislason mit dem an der Hand bandagierten Nándor Fazekas mehr Stabilität in die Abwehr zu bekommen. Vorne lief es allerdings zunächst weiter nicht schlecht. Roman Pungartnik warf das 9:11, anschließend überstand der VfL sogar beim 11:12 eine schwierige Phase in doppelter Unterzahl und konnte sich nach 27 Minuten erneut mit 12:14 behaupten.

 

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Dann war an diesem Abend aber alle Handballherrlichkeit vorbei. Allerdings war jetzt in erster Linie HSV-Keeper Johannes Bitter dafür verantwortlich, dass das Spiel kippte. Fünf von sechs Bällen hielt der Weltmeister bis zur Pause, dazu nutzte Hamburg vor allem dank des überragenden Pascal Hens die Schwächen auf der rechten Deckungsseite.

 

Körperlich hatte der Mann mit dem Irokesenschnitt einen klaren Vorteil, teilweise ohne Körperkontakt traf der Nationalspieler wie er wollte aus allen Lagen. Nach dem 16:14 konnte zwar Roman Pungartnik noch einmal den Anschluss erzielen, aber die Gummersbacher agierten in den letzten Minuten der ersten Hälfte zu hektisch und zu unkonzentriert.

 

Das Spiel wurde in drei Minuten praktisch auf den Kopf gestellt, denn nach sechs Gegentoren lag Hamburg plötzlich mit drei Toren vorn. In der zweiten Hälfte bemühten sich die Gummersbacher wieder sichtlich um Tempo, doch der Rückstand war eine schwere Hypothek, denn die Gastgeber hatten offenkundig mehr personelle Alternativen und der VfL im Positionsspiel seine Probleme.

 

Über 21:17 (37.), 24:20 und 27:24 (50.) verwalteten sie den Abstand, weil sich die Gummersbacher zu viele technische Fehler leisteten und in der Folge nicht alle Spieler ihre optimale Leistung abrufen konnten. Ein Stürmerfoul von Oleg Kuleshov, eine Zeitstrafe für Robert Gunnarsson und ein Fangfehler von Vedran Zrnic ließen in dieser 50. Minute die Hoffnung auf eine Wende bei den oberbergischen Fans auf den Nullpunkt sinken. Doch mit einem Siebenmeter von Momir Ilic zum 31:28 (55.) gab es urplötzlich doch noch eine kleine Chance.

 

Alfred Gislason versuchte noch einmal taktisch alles, nahm Pascal Hens und den erstaunlich blassen Kyung-Shin Yoon in Manndeckung. Momir Ilic verwandelte noch einen Siebenmeter zum 31:29, da mussten noch zweieinhalb Minuten gespielt werden. Hamburg schien verunsichert und unter Druck, hielt aber jetzt routiniert fast sechzig Sekunden den Ball in den eigenen Reihen und hatte Glück, dass beim Gegenstoß der Pass von Momir Ilic zu Oleg Kuleshov nicht ankam . Mit dem Treffer zum 32:29 durch Torsten Jansen war dann alles gelaufen.

 

 

  • Torschützen:

 

VfL Gummersbach: Stojanovic (9 P., 1.-22., 31.-60.); Fazekas (0 P, 22.-30.); Zrnic 8, Gunnarsson 7, Ilic 6/3, Pungartnik 5, Sigurdsson 2, Wagner 1, Kuleschow 1, Alvanos, Krantz, Klev, Jakobsson,

 

HSV Hamburg: Bitter (11/1 Paraden, 21.-60.); Sandström (3 P., 1.-21.); Hens 10, Jansen 8, G. Gille 5, B. Gille 3, Lijewski 3, Lindberg 2, Ursic 1, Yoon 1/1, Flohr, Torgovanov,

 

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:3 (4.), 2:3 (7.), 3:5 (8.), 5:7 (15.), 7:7 (17.), 7:9 (19.), 9:11 (21.), 11:11 (22.), 12:12 (25.), 12:14 (26.), 14:14 (28.), 16:14 (29.), 17:15 (30.), 18:15 (30.) – 18:16 (33.), 19:17 (35.), 21:17 (36.), 23:18 (39.), 23:20 (43.), 24:21 (46.), 25:23 (47.), 28:24 (51.), 29:26 (53.), 31:27 (55.), 31:29 (58.), 33:29 (60.), 33:30 (60.)

 

 



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Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

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Nach dem 12:14 haben wir leider zu früh abgeschlossen und vor der Pause dann Hamburg drei Tore geschenkt. Das rächt sich natürlich gegen so ein Spitzenteam. Es wurde aber auch deutlich, dass insgesamt bei uns einiges an Qualität fehlte. Wenn man gegen Flensburg, Kiel oder eben Hamburg gewinnen will, müssen die Torhüter zwanzig Bälle halten und der Angriff mehr bringen.

 

In der ersten Halbzeit wurde bei uns fast kein Ball gehalten und auf der anderen Seite machte aber Bitter sein Tor zu. Als wir nach der Pause endlich wieder Druck aufgebaut hatten, wurden klare Chancen vergeben und zu viele technische Fehler gemacht. Insgesamt fehlte uns heute im Rückraum die Durchschlagskraft. Gegen Spitzenklubs muss man aus allen drei Positionen Tore machen, das war leider bei uns nicht so. Trotzdem hatten wir am Ende noch eine kleine Chance, doch mit dem Fehlpass von Momir Ilic war beim 31:29 alles gelaufen.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 


 

 

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06 1600 · 07 2 · # Sonntag, 17. Dezember 2017