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Trainer Gislasson lobte die gute Leistung von Nandor Fazekas

Das erste Champions League Spiel der Saison war am Ende für den VfL zwar eine klare Sache, doch getrübt wurde der Sieg durch die erneute Verletzung von Torwart Goran Stojanovic. Nach fünf Minuten musste der Gummersbacher Pechvogel seinen Einsatz beenden, die alte Oberschenkelzerrung war wieder aufgebrochen. Nandor Fazekas hielt in der sechsten Minute den ersten Ball und dokumentierte einmal mehr, dass auf ihn Verlass ist. In einer schwachen ersten Hälfte war der Ungar der beste Gummersbacher, der in erster Linie dafür verantwortlich war, dass es zu einem knappen Pausenvorsprung reichte.


Die junge Mannschaft von Fram kämpfte bis zum Umfallen und lief genau die Gegenstöße und die zweite Welle, die die rund 50 mitgereisten Fans vom VfL gewöhnlich erwarten. Vor allem im Abschluss fehlte die letzte Konzentration, so dass die Gastgeber vor rund 2000 Zuschauern in der nicht ausverkauften Halle nach 22 Minuten sogar mit 10:8 vorne lagen. Es war einmal mehr Gudjon Sigurdsson, der in seiner Heimat nicht zu halten war und in diesem Abschnitt noch am besten traf.

In der zweiten Halbzeit ließ allerdings die Kraft von Reykjavik nach. Die klare Pausenansprache von VfL-Trainer Alfred Gislason verfehlte ihre Wirkung nicht. Der Gummersbacher Tempohandball lief nun in seiner bekannten Form ab: die Abwehr packte aggressiv und beweglich zu, blitzschnell wurde in die Offensive umgeschaltet und jetzt auch konzentriert geworfen. Über 14:19 (36.) , 17:28 (45.) und 23:33 (53.) sorgte der VfL für klare Verhältnisse und einen ungefährdeten Sieg.

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Kapitän Gudjon Sigurdsson – Sechzehn Tore und nur zwei Fehlversuche wies die Statistik

In der Schlussphase konnte sich auch noch Christian Ramota mit einigen Paraden auszeichnen. Insgesamt machte sich aber mit zunehmender Spielzeit immer mehr bemerkbar, dass FRAM Reykjavik auf allen Positionen nicht die individuelle Klasse besaß, um über sechzig Minuten den VfL in ernsthafte Verlegenheit zu bringen, auch wenn dieser mit einem Minikader dieses Champions League Debüt bestritt. Neben den Langzeitverletzten Denis Zakharov, Zouzou Houlet und Sverri Andreas Jakobsson stand Alfred Gislason wie gemeldet auch Robert Gunnarssson nicht zur Verfügung. Der Kreisläufer war zuhause geblieben, weil seine Frau Nachwuchs bekommen hatte. Ohne fünf war Kapitän Gudjon Sigurdsson der beste Werfer in der Halle, sechzehn Tore und nur zwei Fehlversuche wies die Statistik als überragende persönliche Bilanz aus.

Trainer Alfred Gislason (VfL Gummersbach):
Das waren heute zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten. Die ersten dreißig Minuten waren – milde ausgedrückt – eine Katastrophe. Hinten wie vorne stimmte die Leistung und die Einstellung nicht. Die Abwehr machte Fehler, der Gegenstoß klappte selten und vorne veranstalteten wir ein Wurftraining. In der zweiten Halbzeit haben wir dann normal gespielt, jetzt stimmten hinten Einsatz, Kampfgeist und Bewegung und der Ball wurde ordentlich nach vorne gebracht. Als wir nicht mehr blind geworfen haben, konnten wir uns sofort absetzen. Hervorheben muss man die gute Leistung von Nandor Fazekas.”

Gummersbach: Stojanovic, Fazekas, Ramota; Sigurdsson (16), Alvanos (6), Narcisse (4), Lützelberger (3), Ilic (4), Zrnic (4), Spatz (1), Wiegert, Vucicevic.

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Text: VfL Gummersbach / Archivfotos: Christian SaSSe (Fotoagentur NTOi.de)

 


 

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06 1226 · 07 2 · # Freitag, 15. Dezember 2017