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Rhein-Neckar Löwen – VfL Gummersbach 38:33 (22:16)

 

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Dass die positive Serie des VfL nach fünf ungeschlagenen Spielen in der TOYOTA Handball-Bundesliga am zweiten Weihnachtstag in der SAP Arena in Mannheim endete, war nach einer starken Anfangsphase nicht unbedingt zu erwarten. Aber ein Total-Blackout nach einer 7:11 Führung (13.) von gut zehn Minuten hatte den Rhein-Neckar Löwen wohl den entscheidenden Vorteil beschert, der sich bis zum Ende auszahlen sollte. Archivfotos: Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

 

Von VfL Gummersbach – Gudjon Sigurdsson traf zwischenzeitlich zum 10:12 (16.), und dann konnten sich die Gummersbacher Fans in der mit über 11.000 Zuschauern fast ausverkauften Halle erst wieder freuen, als der Kapitän in der 25. Minute auf 18:13 verkürzte. Versöhnlich stimmte nach der Sirene die gute Moral der Mannschaft, die sich auch nach einem Rückstand von sieben Toren nie aufgab und sogar noch die Möglichkeit hatte, das Spiel zu kippen.

 

Doch dann sorgten die eigenen Fehler dafür, dass die Gastgeber sich der größten Sorgen entledigten und nie mehr ernsthaft in Bedrängnis gerieten. Den Ausschlag gaben in der Schlussphase die größeren personellen Varianten der Mannheimer, die sich bis weit in die zweite Hälfte den Luxus leisteten, die Neueinkäufe Tkaczyk und Bielecki auf der Bank sitzen zu lassen.

 

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Dagegen konnte der VfL den Substanzverlust von wichtigen Leistungsträgern nach den intensiven Belastungen der letzten Wochen nicht mehr kompensieren. Begonnen hatten die Gummersbacher aber erstaunlich selbstsicher und konzentriert. Gegen die noch offene Deckung der Löwen zog Oleg Kuleshov die Fäden, fand immer wieder Robert Gunnarsson am Kreis und machte das 2:4 (5.) selber. Momir Ilic hatte noch Kraft, und nach seinen drei Toren in diesem Abschnitt setzte sich der VfL nach elf Minuten sogar auf 5:9 ab. Bei den Löwen, die mit dem Kreisläufer Andrej Klimovets auf Linksaußen improvisieren mussten, passte noch nicht viel zusammen. Zerfahrene Aktionen und Hektik kennzeichnete das Spiel, in dem der VfL nach den Treffern von Alexis Alavanos und Vedran Zrnic beim 7:11 seine erwähnte Auszeit nahm.

 



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Im Angriff klappte jetzt rein gar nichts mehr und die Abwehr war nicht mehr vorhanden. Oleg Velyky warf ohne Körperkontakt Tore nach Belieben, das 20:13 sogar aus gut zwölf Metern. Ein Torwartwechsel brachte keine Wende, denn auch der eingewechselte Nándor Fazekas bekam so gut wie keinen Ball zu fassen. Zwei Siebenmeter von Vedran Zrnic und ein Gewaltwurf von Roman Pungartnik zum 22:16-Pausenstand ließen einen Funken Hoffnung, auch wenn die Probleme gegen die umgestellte Deckung der Löwen nicht zu übersehen waren.

 

Mit Gudjon Sigurdsson als dritte Variante auf der Mittelposition versuchte VfL-Trainer Alfred Gislason dem Angriff neue Impulse zu geben. Doch der Abstand konnte zunächst nicht verringert werden. Über 25:18, 27:20 und 29:22 (41.) schienen die Löwen einem souveränen und lockeren Sieg entgegen zu steuern, der vermeintlich nur noch verwaltet werden musste. Doch plötzlich explodierte Roman Pungartnik, vier Tore des Slowenen in Folge und ein weiteres von Gudjon Sigurdsson machten das Spiel beim 30:27 in der Mitte der zweiten Halbzeit doch wieder spannend.

 

Jetzt holte Löwen-Coach Iouri Chevtsov mit Karol Bielecki seine erste Trumpfkarte von der Bank, wenig später kam auch Grzegorz Tkaczyk. Beim VfL ließ jetzt die Konzentration wieder nach, Vedran Zrnic vergab einen Gegenstoß, wenig später passierte Kenneth Klev das gleiche Malheur. Tkaczyk warf das 34:29, und Alfred Gislason nahm in der 52. Minute noch einmal eine Auszeit. Doch auch sein bester Rückraumschütze war an diesem Abend nicht frei von Fehlern.

 

Roman Pungartnik rutschte der Ball aus der Hand, dann warf er nach einem Gegenstoß am Tor vorbei und erhielt anschließend ein Stürmerfoul angelastet. Trotzdem war der VfL durch sein 34:32 nach 57:28 Minuten noch immer am Drücker, bis schließlich Routinier Christian Schwarzer die Löwen mit dem 35:22 zwei Punkte sicherte.

 

 

Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

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“Es war wohl entscheidend, dass wir in der Mitte der ersten Halbzeit eine grausame Phase von zehn Minuten hatten. Da wurden die Bälle weggeworfen und dem Gegner die Tore leicht gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir super gekämpft. Als wir wieder dran waren, haben wir es dem Gegner wieder mit unseren eigenen Fehlern sehr leicht gemacht. Die Löwen haben eine zweite und dritte Garnitur, wir haben nur eine Garnitur. Das machte sich in der zweiten Halbzeit bemerkbar. Bei uns sind einige Spieler nach den harten Wochen nicht mehr auf der Höhe. Vor allem Momir Ilic ist seit zwei, drei Spielen völlig platt. Er ist aber eigentlich unser Haupttorschütze. Wir mussten uns deshalb jedes Tor hart erarbeiten, während die Löwen immer zu leichten Toren kamen.“

 

 

  • Torschützen:

 

 

# Feldspieler Tore Quote 7m Quote
10 Roman Pungartnik 8/10 80% 0/0 0%
13 Momir Ilic 5/11 45% 0/0 0%
22 Gudjon Valur Sigurdsson 5/8 63% 0/0 0%
21 Alexandros Alvanos 2/3 67% 0/0 0%
18 Robert Gunnarsson 2/3 67% 0/0 0%
77 Vedran Zrnic 10/15 67% 8/8 100%
20 Oleg Kuleshov 1/1 100% 0/0 0%
14 Sverre Andreas Jakobsson 0/0 0% 0/0 0%
7 Kenneth Klev 0/1 0% 0/0 0%

# Torwart Paraden 7m-Paraden
12 Goran Stojanovic 8 0
1 Nándor Fazekas 1 0

 

 

  • Strafzeiten:

 

 

Name 2min Gelbe Rote
7 Kenneth Klev 4 0 0
14 Sverre Andreas Jakobsson 2 0 0
21 Alexandros Alvanos 0 0 0
18 Robert Gunnarsson 0 1 0
20 Oleg Kuleshov 0 0 0
12 Goran Stojanovic 0 0 0
13 Momir Ilic 0 0 0
22 Gudjon Valur Sigurdsson 0 0 0
77 Vedran Zrnic 0 0 0
1 Nándor Fazekas 0 0 0
10 Roman Pungartnik 0 0 0

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 

 


 

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06 1131 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017