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Zu viele technische Fehler und ungenutzte Torchancen! VfL Gummersbach führte lange Zeit gegen TuS N-Lübbecke ließ aber am Ende beide Punkte in Nettelstedt

TuS N-Lübbecke – VfL Gummersbach 27:26 (12:14)

Ohne Punkte endet für den VfL Gummersbach die Auswärtstour nach Nettelstedt. Obwohl das Team von Trainer Sead Hasanefendic in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich mit drei Toren in Führung lag, ging das Spiel denkbar knapp mit 27:26 verloren. Dem VfL unterliefen zu viele technische Fehler, die Angreifer ließen viele Torchancen ungenutzt. Zudem fehlten letztlich die Mittel gegen TuS-Neuzugang Frank Loke, der sechsmal traf. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

Nettlestedt (Von Holger Klein) – Es ging munter los in der Merkur-Arena: Ohne große Abtastphase und mit offenem Visier legten die beiden Mannschaften los. TuS-Nationalspieler Arne Niemeyer erzielte die Führung für das Heimteam, die VfL-Kapitän Robert Gunnarsson sogleich wieder egalisierte. Niemeyer traf erneut, diesmal war er Drago Vukovic, der für den oberbergischen Ausgleich sorgte.

 

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Nach vier Minuten waren bereits sechs Tore gefallen (3:3). TuS-Neuzugang Frank Loke, der nur Stunden vor Ende der Transferperiode aus Zagreb verpflichtet wurde, zeigte kurz darauf sein Weltklasseformat und sorgte mit einem Doppelschlag für das 5:3. Die Antwort kam postwendend von VfL-Spielmacher Viktor Szilagyi: Auch der Österreicher traf zweimal hintereinander und besorgte so den 5:5-Ausgleich (10. Minute).

 

 

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Durch einen Siebenmeter von Vedran Zrnic ging der VfL das erste Mal in diesem Spiel in Führung, doch lange hatte diese keinen Bestand. Das Heimteam spielte eine 3:0-Serie – auch der frühere Gummersbacher Alexandros Alvanos gehörte dabei zu den Torschützen – und lag wieder in Front. Der VfL glich durch Viktor Szilagyis vierten Treffer aus (8:8/18. Minute), es ging Hin und Her, immer wenn ein Team traf, glich das andere wieder aus. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, beim Stande von 9:9 nahm VfL-Coach Sead Hasanefendic seine erste Auszeit (21. Minute).

 

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VfL-Torwart Goran Stojanovic schien die kleine Pause gut getan zu haben, der Montenegriner parierte gleich darauf einen Siebenmeter von Tluczynski. Beim VfL war nun auch Neuzugang Christoph Schindler auf der Platte, die Tore erzielten aber noch die Kollegen: Nach einer 3:0-Serie durch Tore von Geoffroy Krantz, Vedran Zrnic und Jörg Lützelberger lag der VfL erstmals mit drei Toren in Führung (13:10/28. Minute), doch zwei Jurecki-Treffer brachten den TuS wieder auf Schlagdistanz.

 

 

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Für den letzten Treffer in Durchgang eins war aber erneut Viktor Szilagyi zuständig: 17 Sekunden vor der Halbzeitsirene traf der Spielmacher zum 12:14-Halbzeitstand. Der VfL ging mit einer knappen Führung in die Kabine.

 

 


Das erste Tor in Halbzeit zwei ging auf das Konto von Alexis Alvanos, dazu kassierte Viktor Szilagyi auf Geheiß des Schiedsrichter-Duos Holger Fleisch und Jürgen Rieber eine Zwei-Minuten-Strafe.

 

 


Die Oberbergischen zeigten ein gutes Unterzahlspiel und erzielten durch Robert Gunnarsson sogar ein Tor zum 13:15. Der VfL setzte sich durch Tore von Drago Vukovic und dem nach einer Knieprellung wieder genesenen Vedran Zrnic wieder mit drei Toren in Führung, doch Nettelstedt schaffte durch Jurecki und Rui wieder den Anschluss (16:17/35. Minute). Das Spiel blieb eng – auch weil der polnische Nationalspieler Michal Jurecki sowie der brasilianische Auswahlspieler Renato Rui ihre Treffsicherheit zeigten. In der 44. Minute ging der Gastgeber wieder in Führung: TuS-Kreisläufer Loke traf zum 21:20. Nettelstedt zog nun das Tempo an, der VfL geriet in immer mehr in Bedrängnis. Als Loke, Rui und erneut Loke trafen, lag der TuS mit drei Toren in Führung.

 

 

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Sead Hasanefendic zog die grüne Karte und hoffte mit neuer taktischer Ausrichtung, doch noch die Wende einleiten zu können. Der VfL verkürzte durch die ersten beide Tore von Christoph Schindler im VfL-Trikot auf 26:25 (55. Minute). Durch ein Siebenmeter-Tor von Vedran Zrnic gelang dem VfL der Ausgleich – vier Minuten vor Schluss war das Spiel wieder offen. Zwei Minuten vor Schluss brachte Loke den TuS mit seinem sechsten Treffer wieder in Führung. Dem VfL gelang es in der Schlussphase nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. Das Hasanefendic-Team verlor in Nettelstedt denkbar knapp mit 27:26.

 

 

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„Wir lagen lange Zeit in Führung, haben es aber trotzdem nie richtig geschafft, uns abzusetzen“, sagte VfL-Geschäftsführer Axel Geerken nach dem Spiel. Das Match sei sehr eng gewesen, doch leider neigte es sich zu Spielende in Richtung Nettelstedt. „In der Schlussphase haben wir einige Fehler zu viel gemacht“, sagte Geerken. Ein Sieg wäre drin gewesen, doch dafür hätte sich der VfL einfach zuviel Fehler erlaubt. „Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass Lübbecke eine starke Mannschaft beisammen hat. Ihr Neuzugang Frank Loke hat ein sehr gutes Spiel gezeigt und wichtige Tore erzielt. Zudem wollte der TuS die Niederlage gegen Dormagen vor eigenem Publikum wettmachen. Die waren einen Tick heißer als wir“, sagte der Geschäftsführer.

 

 

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Auch VfL-Trainer Sead Hasanefendic war enttäuscht über den Ausgang des Spiels. Der Coach bemängelte die geringe Durchschlagkraft seines Rückraumes. „Da hätte mehr kommen müssen.“ Auch für Sead Hasanefendic war TuS-Neuzugang Frank Loke der Matchwinner. „Er hat in den entscheidenden Phasen die Tore gegen meine Mannschaft gemacht“, bedauerte der VfL-Trainer.

 

  • Tore VfL: Krantz 2, Wagner 4/2, Schindler 2, Vukovic 2, Lützelberger 1, Gunnarsson 3, Szilagyi 7, Zrnic 5/2
  • Strafminuten: TuS 2/ VfL 4
  • Zuschauer: 1906

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1917 · 07 3 · # Dienstag, 12. Dezember 2017