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VfL Gummersbach steht nach Sieg gegen ABC de Braga in Portual im Europapokal Viertelfinale..

Der VfL Gummersbach steht im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger. Nach dem 30:26-Hinspielsieg gegen ABC de Braga vergangene Woche in Gummersbach (wir berichten ausführlich), gewann der VfL auch das Rückspiel in Portugal mit 28:27 (13:15). Trainer Sead Hasanefendic hatte bereits vor dem Duell gegen den Tabellen-Zweiten der portugiesischen Liga gewarnt, dass es eine sehr schwere Aufgabe für den VfL werden würde. Der Trainerfuchs sollte Recht behalten. Genau wie im Hinspiel zeigte sich Braga als unbequemer Gegner, der von Beginn an seine Chance auf das Viertelfinale nutzen wollte. Verzichten musste der VfL auf Neuzugang Christoph Schindler, der für das Rückspiel gegen Braga noch nicht spielberechtigt war. Rechtsaußen Vedran Zrnic konnte dagegen nach seiner Knieprellung wieder mitwirken. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

(Von Holger Klein) Vor rund 1.200 Zuschauern in der Pavilhão Flávio Sá Leite fand der VfL Gummersbach gegen ABC de Braga zunächst gut in die Partie und führte nach wenigen Minuten durch drei Treffer von Adrian Pfahl und einem Tor von Vedran Zrnic mit 4:2. Doch Braga ließ sich davon nicht beeindrucken und glich durch Levko Naumovsky und Luis Bogas den Spielstand kurze Zeit später aus.

 

Adrian Wagner und Drago Vukovic sorgten wiederum für einen Zwei-Tore-Vorsprung nach elf Minuten. In der 17. Minute mussten die Oberberger zum ersten Mal einen Rückstand hinnehmen. Carlos Matos traf für Braga und Bogas sorgte sogar für den 6:8-Rückstand aus Gummersbacher Sicht. Pfahl gab prompt die Antwort für den VfL und erzielte das 7:8. Es sollten nicht die einzigen Treffer von Pfahl bleiben, der einen überragenden Tag erwischte und mit zehn Treffern bester Schütze des Spiels war.

 

Als Eduardo Salgado und Eduardo Gaifem für Braga trafen und der VfL mit 7:10 zurücklag, nahm Sead Hasanefendic nach 21 Minuten seine erste Auszeit – eine wichtige Maßnahme, denn in der Folgezeit fand der VfL wieder seine Linie. Zrnic, Pfahl und Robert Gunnarsson trafen zum 10:10-Ausgleich nach 23 Minuten. Eine Minute vor der Halbzeit stand es 13:13, Ole Rahmel, Gunnarsson und Jörg Lützelberger konnten sich in die Torschützen-Liste eintragen. Angetrieben von den Fans, schlug Braga allerdings wieder zurück und erzielte durch Mario Peixoto und Tiago Pereira noch zwei weitere Treffer. Der VfL musste mit einem 13:15-Rückstand in die Halbzeit-Pause.

 

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Auch in der zweiten Hälfte ließ Braga den VfL und seine mitgereisten Fans nicht verschnaufen. Mit einer konzentrierten und offensiven Verteidigung machte Braga der Mannschaft von Hasanefendic das Leben schwer und auch vorne waren die Portugiesen gefährlich. Braga zog auf 20:16 davon – das Zittern der VfL-Anhänger begann. Doch Gummersbach kämpfte sich zurück ins Spiel.

 

Geoffroy Krantz, Jörg Lützelberger und wieder Krantz verkürzten auf 19:20 nach 47 Minuten. Jetzt kamen die Oberberger richtig ins Rollen, zwei Tore von Pfahl und ein Treffer von Gunnarsson drehten die Partie – der VfL führte wieder mit 22:21. Braga-Trainer Jorge Rito versuchte mit einer Auszeit den guten Lauf der Oberbergischen nach 49 Minuten zu unterbrechen, doch der VfL blieb konzentriert und engagiert. Der fantastisch aufgelegte Adrian Pfahl und Drago Vukovic sorgten dafür, dass die Führung für den VfL auch nach 53 Minuten weiterhin Bestand hatte. Jörg Lützelberger markierte mit seinem Tor das 27:25 fünf Minuten vor Spielende. In der restlichen Spielzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, doch der VfL hatte stets eine Antwort parat. Als Vukovic in der 58. Minute zum 27:25 traf, war das Viertelfinale greifbar nahe. Braga hoffte in der Schlussphase nach dem 27:27-Ausgleich in der letzten Minute zumindest auf einen Heimsieg, doch Vedran Zrnic sicherte dem VfL das Viertelfinale und den Auswärtssieg in Portugal.

 

 

Es gab allerdings nicht nur positive Nachrichten vom Europapokal-Rückspiel.

Adrian Wagner verdrehte sich während der Partie das Knie und musste die restliche Spielzeit auf der Bank pausieren. Ob und wie lange Wagner ausfallen wird, werden die kommenden Untersuchungen zeigen. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt dem VfL nicht. Bereits am Mittwoch empfangen die Oberbergischen in der Handball-Bundesliga die HSG Wetzlar (20.15 Uhr, Eugen-Haas-Halle). Noch kürzer ist die Erholungszeit für Ole Rahmel, Jonathan Eisenkrätzer und Markus Hammerschmidt, die mit der U23 des VfL schon am Sonntag wieder im Einsatz sind. Die Auslosung für das Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger findet am kommenden Dienstag statt.

  • Tore: Krantz 2, Wagner 1, Vukovic 5, Lützelberger 3, Gunnarsson 3, Pfahl 10, Rahmel 1, Zrnic 3/2
  • Paraden: Stojanovic 16
  • Strafzeiten: Braga/2 VfL/3

 


Trainer Sead Hasanefendic: „Ich bin glücklich, dass wir das Viertelfinale des Europapokals erreicht haben. Wir haben in den Spielen gegen Braga nicht unsere beste Leistung gezeigt, aber wir wollten unbedingt sowohl das Hinspiel, als auch das Rückspiel gewinnen. Das haben wir geschafft. Ich bin stolz, dass die Mannschaft heute gegen Braga auch in schwierigen Phasen Charakter gezeigt und wieder ins Spiel zurückgefunden hat. Wir wussten, dass Braga kein einfacher Gegner ist, aber wir haben verdient die nächste Runde erreicht.“

 

Geschäftsführer Axel Geerken: „Europapokalspiele sind immer etwas ganz Besonderes. Ich freue mich, dass wir das Spiel gewonnen und uns für das Viertelfinale qualifiziert haben. Es war eine umkämpfte Partie und ein hartes Stück Arbeit gegen Braga. Es war schön, dass uns sogar einige Fans nach Portugal begleitet haben. Wir wollten auch für unsere Fans das Rückspiel unbedingt gewinnen.“

 


Adrian Pfahl: „Wir haben uns heute gegen eine gut organisierte und technisch starke Braga-Mannschaft schwer getan. Umso schöner ist es, dass uns nach dem Hinspielsieg auch ein Erfolg im Rückspiel gelungen ist. Auch wenn der Sieg heute sicherlich etwas glücklich war, ziehen wir verdient in die nächste Runde ein. Ich freue mich, dass ich meinen Teil zu diesem Erfolg beitragen konnte.“

 

Quelle: Steffi Damaschke / VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1756 · 07 3 · # Dienstag, 12. Dezember 2017