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HSV Hamburg – VfL Gummersbach 31:39! (17:17)

Favoritenschreck VfL Gummersbach zeigte Tabellenführer HSV Hamburg die kalte Schulter und zog überraschend mit acht Toren davon. Ein unglaubliches Spiel vor 10.000 Zuschauern in der Colorline-Arena in Hamburg…

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Pascal Hens konnte es kaum glauben. Der VfL Gummersbach bezwingt den HSV Hamburg mit acht Tore Differenz in der Color Line-Arena in Hamburg. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de
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Bester Torschütze der in orange angetretenen Gummersbacher war Rechtsaußen Vedran Zrnic mit zwölf Treffern.
Selbst der erneut starke Keeper Goran Stojanovic (12/2 Paraden) reihte sich in die Liste der Torschützen ein und traf ins leere HSV-Tor. Martin Schwalb überraschte das Publikum (und den VfL) und brachte im eigenen Angriff Pascal Hens als siebten Feldspieler für Torwart Jogi Bitter.
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Auch das letzte VfL-Tor war dem Kapitän vorenthalten, Robert Gunnarsson traf zum vierten Mal ins Netz.

 

Hamburg – Der VfL Gummersbach wurde erneut seinem Ruf als Favoritenschreck gerecht: Das Team von Trainer Sead Hasanefendic gewann nach einer fantastischen spielerischen und taktischen Leistung mit 39:31 beim Tabellenführer HSV Hamburg und nahm völlig verdient beide Punkte aus der Color Line-Arena in Hamburg ins heimische Gummersbach mit.

 

 

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Der Tabellenführer hatte den besseren Start in das Dienstagabendspiel: Hans Lindberg bezwang schon nach wenigen Sekunden den VfL-Keeper Goran Stojanovic per Siebenmeter. Doch im Gegenzug zeigte auch Vedran Zrnic seine gewohnte Sicherheit vom Siebenmeter-Strich und glich ebenfalls per Strafwurf aus.

 

Der HSV brachte sich durch zwei schnelle Tore mit 3:1 in Führung, Vedran Zrnic überwand jedoch erneut den deutschen Nationaltorwart „Jogi Bitter“ aus sieben Meter und schaffte den 2:3-Anschluss. Zudem musste der Auslöser des Siebenmeters, Hans Lindberg, für zwei Minuten auf die Bank. Doch die Überzahl nutzte der VfL nicht, zwar netzte Christoph Schindler, doch der HSV traf in Unterzahl ebenfalls – nach zehn Minuten lag der Tabellenführer mit 6:4 vorne. Der VfL hatte sich vorher zwei unnötige Ballverluste erlaubt, die der HSV sogleich zu Toren ummünzte, doch auch die Oberbergischen schlugen aus den Hamburger Fehlern Profit: Die in orange angetretenen Gummersbacher spielten eine 3:0-Serie und drehten durch Tore von Vedran Zrnic, Drago Vukovic und Adrian Pfahl das Ergebnis: der VfL ging mit 7:6 in Führung, HSV-Trainer Martin Schwalb zog die grüne Karte und nahm die erste Auszeit des Abends.

 

 

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Das Team von Sead Hasanefendic versuchte die Hamburger Angriffswucht bereits im Ansatz zu stoppen und setzte auf eine 3:3-Deckung. Diese Abwehrvariante stellte den HSV immer wieder vor Probleme, nach einer Viertelstunde lag der VfL mit 7:8 in Front. Nach dem Ausgleich durch Lindberg sahen die 10.000 Zuschauer in der Colorline-Arena eine kuriose Szene: Adrian Wagner bugsierte den Ball am eigenen Kreis artistisch zu Christoph Schindler, der mit einem langen Pass Robert Gunnarsson auf die Reise schickte.

 

 

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Der Isländer traf zum 8:9, wurde dabei aber derart von Jogi Bitter behindert, dass der HSV-Torwart…

 

 

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…vom Schiedsrichtergespann Methe/Methe für zwei Minute auf die Bank geschickt wurde.

 

 

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Zwar bekam in der nächsten Aktion auch Adrian Pfahl zwei Minuten, doch der VfL war keinesfalls beeindruckt und zog durch Tore von Viktor Szilagyi und Drago Vukovic (2) gar auf 10:13 (19. Minute) davon. Der VfL spielte konzentriert und temporeich und hielt sich diszipliniert an die taktischen Vorgaben von Sead Hasanefendic. Der HSV dagegen glänzte meist nur durch Einzelleistungen von Hans Lindberg, der nach 25 Minuten bereits sieben Treffer auf seinem Konto hatte. Folglich führte der Gast nach 27 Minuten verdient mit 16:14. Die letzten zweieinhalb Minuten hatten es in sich: Nach einer Strafe für Drago Vukovic verkürzte erneut Lindberg in Überzahl auf 15:16, Djuvak glich aus, zudem musste Viktor Szilagyi für zwei Minuten auf die Bank. Trotz doppelter Unterzahl setzte sich Vedran Zrnic über Rechtsaußen durch und brachte den VfL wieder in Führung, doch kurz vor dem Halbzeitpfiff glich der Tabellenführer wieder aus – die beiden Mannschaften gingen mit einem 17:17-Unentschieden in die Kabinen. Der VfL hatte den Anwurf – das Tor machte jedoch Lindberg, der den Ballgewinn nach einem Schindler-Fehlwurf zum 18:17 nutzte. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten, nur wenige Sekunden nachdem die Oberbergischen wieder komplett waren, traf VfL-Kapitän Robert Gunnarsson per Heber.

 

 

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Martin Schwalb überraschte das Publikum (und den VfL) und brachte im eigenen Angriff Pascal Hens als siebten Feldspieler für Torwart Jogi Bitter. Der Erfolg blieb aus: Vedran Zrnic traf zweimal – einmal ins leere Tor und einmal gegen Pascal Hens, der ins Tor geeilt war. Der kroatische Nationalspieler blieb auch weiterhin aus sieben Meter sicher, nach 37 Minuten lag der VfL nach dem dritten Zrnic-Tor in Folge mit 20:21 in Front. Und es wurde aus VfL-Sicht noch besser: Adrian Pfahl, Vedran Zrnic mit seinem achten Treffer und Adrian Wagner bauten mit ihren Toren die VfL-Führung auf 21:24 (40. Minute) aus.

 

 


Martin Schwalb nahm seine Auszeit, doch auch die kurze Pause brachte das Hasanefendic-Team nicht aus dem Tritt, nach 45 Minuten erhöhte Vedran Zrnic den Vorsprung gar auf vier Tore: 23:27. Der VfL musste nach einer Strafe von Vukovic erneut in die Unterzahl, kassierte aber dank eines souveränen Goran Stojanovic im Kasten nur einen Gegentreffer (24:27/49. Minute).

 

 

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Als sich erst Drago Vukovic und dann Adrian Pfahl durchsetzten und mit ihren Toren auf 24:29 erhöhten, wurde es ruhiger in der Colorline-Arena. Sollte dem VfL etwa die Sensation gelingen und den großen Favoriten in eigener Halle besiegen? Vedran Zrnic traf nach 50 Minuten per Siebenmeter zum 24:30, und es wurde immer verrückter: Erst traf Adrian Wagner ins leere HSV-Tor, dann sogar Torwart Goran Stojanovic – fünf Minuten vor Schluss zeigte die Anzeigetafel nach einem Unterzahltreffer von Christoph Schindler ein vorher selbst von kühnsten Opeisten nicht geglaubtes 27:35 für den VfL Gummersbach. Die oberbergischen Angreifer trafen nach Belieben: Adrian Pfahl, Christoph Schindler und Robert Gunnarsson schraubten das Ergebnis auf 28:38 hoch. Auch das letzte VfL-Tor war dem Kapitän vorenthalten, Robert Gunnarsson traf zum vierten Mal ins Netz. Die beiden Gegentreffer von Flohr und Vori in der Schlussminute fielen nicht mehr ins Gewicht, die VfL-Profis zeigten eine phänomenale Leistung und gewannen beim Tabellenführer HSV Hamburg nach einem taktischen Meisterstück mit 31:39.

 

 

Stimmen zum Spiel:

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Sead Hasanefendic
(Trainer VfL Gummersbach): “Ich bin selbstverständlich zufrieden nach solch einer Leistung. Unsere Strategie war es mitzuhalten, egal wie lange. Und diese Strategie ist aufgegangen. Ein großes Lob an meine Jungs, ich kann ihnen nur ein großes Kompliment für diese tolle Leistung machen. In vielen Situationen hat der HSV mehr und mehr resigniert, während wir mehr und mehr an uns geglaubt haben, das war ein Schlüssel zum Erfolg heute.”

 

 

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Axel Geerken
(VfL Gummersbach Geschäftsführer): Es war wieder ein unglaubliches Spiel. Das haben wir schon gegen Kiel gesagt und ich dachte nicht, dass wir solch eine Leistung noch einmal wiederholen können, doch es ist der Mannschaft wieder gelungen. Hier ist heute etwas Besonderes passiert, Sead hat eine taktische Meisterleistung vollbracht und den HSV mit der 3:3-Deckung verunsichert. Als wir vor der Halbzeit ein paar Fehler gemacht haben und es Unentschieden stand, hatte ich Bedenken, ob die Mannschaft das hohe Tempo durchhalten kann, doch die Jungs haben das super gemacht. Sead hatte in der Halbzeit darauf hingewiesen, dass die ersten Minuten der zweiten Halbzeit spielentscheidend werden könnten und hat damit Recht behalten. Als der HSV dann auf den siebten Feldspieler gesetzt hat, konnten wir vier Tore erzielen und dem HSV wegziehen. Die Mannschaft hat erneut bei einem Fernsehspiel eine großartige Leistung gezeigt. Diese Aufmerksamkeit hilft uns auch auf anderen Ebenen.“

 

 

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Martin Schwalb
(Trainer HSV Hamburg): „Glückwunsch an den VfL für eine konzentrierte und spielerische Leistung von der ersten bis zur 60. Minute. Wir haben von Anfang an große Probleme gehabt, die Beine ins Spiel zu bringen. Nach ein, zwei verworfenen Bällen haben wir es nicht mehr geschafft, unseren klaren Kopf zu behalten. Man hat gesehen, dass dieses Spiel immer schwerer wurde. Das haben die Jungs auch irgendwann selbst gespürt und zu viel Respekt gezeigt. Ich möchte mich noch einmal bei den Fans für die unterstützende Stimmung trotz dieser Niederlage bedanken.“

 

 

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Christoph Schindler
(VfL Gummersbach): „Solch einen deutlichen Sieg habe ich vor dem Spiel nicht für möglich gehalten. Man will zwar jedes Spiel gewinnen, aber wenn es gegen den Spitzenreiter geht, denkt man nicht an solch ein Ergebnis. Wir wollten den HSV unter Druck setzen und das Spiel so lange wie möglich offen halten – das ist uns gelungen, wir haben Hamburg mit unserer Verteidigungsvariante geschockt. Ich bin hier in eine sehr intakte Mannschaft gekommen, das macht das Einleben sehr leicht. Zudem hat der Trainer sofort auf mich gesetzt, da bin ich froh, dass ich das Vertrauen mit meinen sechs Toren heute rechtfertigen konnte.“

 

Hans Lindberg (HSV Hamburg): „Nach dem Untenschieden zur Halbzeit haben wir in der zweiten Halbzeit alles falsch gemacht. Die Taktik mit dem siebten Feldspieler hat nicht geklappt, zudem hatten wir große Probleme mit der taktischen Aufstellung von Gummersbach. Wir haben heute ganz schlecht gespielt, uns ist rein gar nichts gelungen. Wir haben zwar heute verloren, doch es war nur ein Spiel, das wir schnell abhaken müssen. Wir wollen weiterhin Deutscher Meister werden.“

 

 

  • Tore VfL: Zrnic 12/6, Vukovic 7, Pfahl 6, Schindler 6, Gunnarsson 4, Wagner 2, Szilagyi 1, Stojanovic 1
  • Paraden: Stojanovic 12/2
  • Zeitstrafen HSV 4/VfL 6
  • Zuschauer: 10000

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

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06 3644 · 07 4 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017