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Die Staatsanwaltschaft Köln und die Kreispolizeibehörde des Rheinisch-Bergischen-Kreises in Bergisch Gladbach konnten Mitglieder einer Bande festnehmen, die für mehrere hundert Wohnungseinbrüche im Bereich Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis, Köln, Bonn, Rhein-Sieg-Kreis und Mettmann in Betracht kommen.

 

Seit Oktober 2007 war im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis eine Zunahme von Wohnungseinbrüchen festzustellen, unter anderem durch die Vorgehensweise des Erkletterns von Balkonen und Loggien. Am 07.11.2007 kam es zu Tageswohnungseinbrüchen in Schildgen. Ein aufmerksamer Zeuge entdeckte einen Täter und beobachtete dessen Vorgehen. Er konnte das Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs ablesen.

 

Die sich hiernach anschließenden Ermittlungen in den Kreispolizeibehörden deuteten auf einen Serienzusammenhang einer überörtlich agierenden Tätergruppe hin. Mitte November 2007 wurde dann eine gemeinsame Ermittlungsgruppe eingerichtet, welche der hiesigen Behörde angegliedert wurde. Diese Ermittlungsgruppe setzte sich aus Beamten des Rheinisch-Bergischen Kreises und des Oberbergischen Kreises zusammen. Die Ermittlungen führten zur Identifizierung einer Bande, deren Mitglieder aus den Staaten Ex-Jugoslawiens stammen.

 

Als Bandenmitglieder konnten bislang ein 24-jähriger slowenischer, ein 36-jähriger mazedonischer und acht 25-36-jährige serbisch-montenegrinische Staatsbürger ermittelt werden. Vier der ermittelten Tatverdächtigen haben zwar im Bereich der Bundesrepublik Deutschland einen festen Wohnsitz, verfügen jedoch bislang lediglich über einen zeitlich begrenzten Aufenthaltstitel. Die anderen Bandenmitglieder haben hier in Deutschland keinen festen Wohnsitz und reisten mit verfälschten Ausweisdokumenten ein. Als Kopf der Bande wurde ein 32-jähriger Serbe und Montenegriner identifiziert, der die Straftaten plante und zusammen mit den Mittätern die Ausführung, die anschließende Lagerung, Absatz und Verwertung des erlangten Diebesgutes straff organisierte.

 

Das Gros der Bande ist bereits einschlägig in Erscheinung getreten bzw. rechtskräftig im gleichen Deliktbereich verurteilt. Am Abend des 19.12.2007 gelang es, drei Bandenmitglieder in dem von Ihnen geführten Mietwagen im Bereich des PP Köln zu stoppen. Es bestand der dringende Verdacht, dass die Männer sich für kurz zuvor begangene Wohnungseinbrüche im Raum Siegburg verantwortlich zeigen könnten. Vor dem Zugriff durch die eingesetzten Polizeibeamten gelang zwei Tatverdächtigen jedoch die Flucht. Dabei ist das auffallend aggressive Fluchtverhalten herauszustellen. So fuhren die Tatverdächtigen mit dem von ihnen genutzten PKW auf einen eingesetzten Kollegen zu, streiften diesen leicht, um ca. 200m weiter ihr Fahrzeug bis zum Stillstand abzubremsen.

 

Anschließend sprangen die Männer aus dem Auto und flüchteten in verschiedene Richtungen zu Fuß weiter. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte einer der Täter festgenommen werden. Die flüchtigen Täter setzten sich den späteren Ermittlungen zur Folge noch in der Nacht ins benachbarte Ausland bzw. in ihr Heimatland ab. Am 12.01.2008 gelang es den Ermittlern dann, ein Verkaufsgeschäft von Diebesgut zu beobachten. Es wurde Beute im Werte von mehreren tausend Euro an einen aus Luxemburg eingereisten Hehler abgegeben.

 

Das Bandenmitglied und der Hehler aus Luxemburg wurden vorläufig festgenommen. Noch in der Nacht konnten insgesamt 3 Objekte (1 Wohnung und 1 Garage im Kölner Stadtgebiet, sowie 1 Pkw) durchsucht und ein weiteres Täterfahrzeug sichergestellt werden. Die Durchsuchungen führten zur Auffindung von umfangreichen Diebesgut, welches nach Angaben eines Bandenmitgliedes aus nahezu 170 Wohnungseinbrüchen stammen soll. Am 15.01.2008 schließlich kam es zu einem von langer Hand in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Köln geplanten Einsatzes.

 

Hierbei wurden zwei weitere Bandenmitglieder festgenommen und drei tatrelevante Objekte in Köln durchsucht. In den durchsuchten Räumlichkeiten konnte erneut Beweismaterial aufgefunden werden. Die Bandenmitglieder sprechen in ihrer Vernehmungen von bis zu 400-500 Wohnungseinbrüchen, welche in der Zeit von September bis Dezember durch die Bande begangen worden sein sollen. Tatsächlich können den Beschuldigten schon jetzt mehr als 100 (aktuell genau 113) Wohnungseinbruchstaten konkret nachgewiesen werden.

 

Dabei sind die bislang zugeordneten Straftaten in den Bereichen des Rheinisch-Bergischen-Kreises (43), des Oberbergischen Kreises (39), des Rhein-Sieg-Kreises (3), der Städte Köln/Leverkusen (22), Langenfeld/Monheim (5) sowie in Bonn (1) begangen worden. Die Zuordnung von Straftaten ist bei weitem noch nicht abgeschlossen und dauert an. Der Wert der gesamten Beute dürfte im sechsstelligen Bereich liegen. Gegen fünf Bandenmitglieder wurde die Untersuchungshaft angeordnet, gegen zwei Beschuldigte wurde Untersuchungshaft unter Verschonung angeordnet.

 

Zwei Täter befinden sich derzeit noch auf der Flucht. Der 32-jährige Kopf der Bande verletzte sich nach seiner Flucht aus Deutschland bei einem Verkehrsunfall in Banja Luca. Mittlerweile ist er seinen schweren Verletzungen erlegen. Die abschließenden Ermittlungen werden noch mehrere Wochen andauern. Wie oben beschrieben konnten durch die Polizei eine Vielzahl von Gegenständen aufgefunden werden, die aus Einbruchstaten stammen dürften (z.B. Schmuck, Bargeld in Form von Sorten).

 

Die Polizei sucht auf diesem Wege nach den rechtmäßigen Eigentümern. Die Gegenstände sind im Internet eingestellt und können dort unter dem

Link in der Bildergallery 

eingesehen werden. Bürgerinnen und Bürger, die glauben, einen Gegenstand auf den Bildern erkannt zu haben, wenden sich bitte unter Angabe des Gegenstandes und ihrer Namen und Erreichbarkeiten per Email an folgende Adresse: gl.dirk.kk2@polizei.nrw.de

 

Quelle: Polizeipressestelle Rheinisch-Bergischer Kreis (Peter Raubuch)

 

 


 

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06 2486 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017