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VfL Gummersbach verläßt siegreich ohne Drago Vukovic und Viktor Szilagyi beim Tabellennachbarn TV Großwallstadt das Feld. 

TV Großwallstadt – VfL Gummersbach 25:26 (14:14) 

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Auch ohne die verletzten Stammspieler Drago Vukovic (Foto) und Viktor Szilagyi setze sich der VfL Gummersbach beim Tabellennachbarn TV Großwallstadt durch und gewann das 66. Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine mit 25:26. VfL-Kapitän Robert Gunnarsson gelang in einer umkämpften Partien der Siegtreffer für dden VfL Gummersbach. Nach dieser kämpferisch sehr starken Leistung bleibt der VfL auf Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 
Der VfL trat in der Frankenstolz-Arena stark ersatzgeschwächt an: Trainer Sead Hasanefednic musste nicht nur auf Rückraumangreifer Drago Vukovic (Gehirnerschütterung), sondern kurzfristig auch noch auf Spielmacher Viktor Szilagyi (Magen-Darm-Infekt) verzichten. Die beiden Ausfälle schienen die VfL-Offensive in der Anfangsphase zu lähmen – die ersten drei Angriffe blieben erfolglos. TVG-Nationalspieler Steffen Weinhold brachte das Heimteam mit 2:0 in Führung, es dauerte bis zu Minute Fünf, ehe Geoffroy Krantz den ersten Gasttreffer zum 2:1 erzielte.

 

 


Der VfL kam nur schwerlich in Tritt, die erste Überzahlsituation ging mit 1:1-Toren aus, auch weil Adrian Wagner einen Siebenmeter nur an die Latte setzte. Der TVG führte mit 4:2, dann jedoch sorgten Christoph Schindler mit einem Rückraum-Hammer und Vedran Zrnic mit einem trickreichen Heber für den 4:4-Ausgleich. Der kroatische Nationalspieler war es dann auch, der die erste Zeitstrafe für die Oberbergischen kassierte. Der TVG nutze dies und ging mit 6:4 in Front (12. Minute). Beide Teams offenbarten Lücken in der Deckung, den Angreifern wurde der Torerfolg auf beiden Seiten oftmals zu leicht gemacht. Dass es nach einer Viertelstunde nur 7:6 stand, war den beiden Torhütern Mattias Andersson und Goran Stojanovic zu verdanken, die mehrmals ihre Klasse unter Beweis stellten.

 

 


Das Spiel blieb zerfahren, der VfL zeigte besonders im Abschluss Schwächen. Symptomatisch ein Tempogegenstoß, den Vedran Zrnic freistehend am Tor vorbei warf. Als Goran Stojanovic beim Stande von 9:7 bereits seinen zweiten Siebenmeter (19. Minute) hielt, bekam der VfL etwas mehr Sicherheit ins Spiel. Vedran Zrnic und Christoph Schindler verkürzten auf 10:9. Steffen Weinhold sorgte mit seinem vierten Treffer wieder für den Zwei-Tore-Abstand. Der blieb auch nach 25 Minuten bestehen, der Gastgeber führte mit 12:10. Sead Hasanefendic brachte die Youngster Steffen Fäth und Jonathan Eisenkrätzer und das Team erzielte durch Adrian Pfahl auch das 12:11 – der neue TVG-Coach Michael Biegler reagierte daraufhin mit einer Auszeit. Der nächste Angriff brachte Großwallstadt zwar kein Tor – dafür aber eine Zeitstrafe für Jörg Lützelberger. Der VfL fand jedoch trotz Unterzahl eine Lücke in der TVG-Abwehr und glich durch Adrian Pfahl aus: 12:12 (27. Minute). Kneer brachte den TVG kurzzeitig in Führung, doch Christoph Schindler traf eine Minute vor der Halbzeitsirene per Hüftwurf und glich wieder aus. Der TVG schloss Sekunden vor Schluss einen Angriff durch Csaba Szücs erfolgreich ab, doch erneut Christoph Schindler setzte sich durch und traf mit dem Halbzeitpfiff zum 14:14.

 

 

 

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Der VfL kam gut aus der Kabine und übernahm durch ein Siebenmetertor von Vedran Zrnic und einen Treffer von Jörg Lützelberger erstmals die Führung – 14:16. Doch die war nicht von langer Dauer, ein Doppelschlag brachte dem TVG wieder den Ausgleich. Dazu holte Kreisläufer Jens Tiedtke eine Zweiminuten-Strafe gegen Christoph Schindler heraus. Doch der VfL zeigte sich unbeeindruckt: Trotz Unterzahl brachten Steffen Fäth und Adrian Pfahl ihre Farben (an diesem Abend übrigens signal-orange) wieder in Front: 16:18. Doch der TVG wendete das Blatt: Selber in Unterzahl nach einer Strafe für Kneer spielte der Gastgeber eine 3:0-Serie und lag plötzlich wieder mit einem Tor in Front. Ein Kempa-Tricktor von Adrian Pfahl nach Vorarbeit von Adrian Wagner brachte das 19:19 (38. Minute). Jörg Lützelberger und Adrian Wagner brachte den VfL nach 40 Minuten wieder mit zwei Toren in Front (20:22), die Oberbergischen deckten wieder offensiv, doch Tiedtke konnte sich erneut durchsetzten und verkürzte auf 21:22. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten, keine der beiden Mannschaften schaffen es, sich vorentscheidend abzusetzen. In Überzahl nach einer Szücs-Strafe scheiterte Vedran Zrnic aus vielversprechender Position an Andersson, im direkten Gegenzug musste Geoffroy Krantz auf die Bank und Michael Spatz brachte die TVG wieder in Führung. Eine Viertelstunde vor Schluss schien sich das Blatt in Richtung Heimteam zu wenden, doch Stojanovic parierte in dieser wichtigen Phase einen Siebenmeter von Köhrmann. Das brachte Großwallstadt aber nicht aus dem Konzept, Michael Spatz traf zum 24:22 und holte zudem eine Strafe für Steffen Fäth heraus – nun lagen die Trümpfe wieder beim TVG.

 

 


Adrian Pfahl verkürzte – diesmal in Überzahl nach einer Tiedtke-Strafe – auf 24:23, mehr gelang dem VfL aber trotz personeller Überlegenheit nicht. Die beiden Torhüter zeigen ihre Klasse, Andersson parierte zweimal gegen Zrnic und Pfahl, Goran Stojanovic (Foto) entschärfte phänomenal einen Tempogegenstoß von Tiedtke. Mit seinem ersten Treffer sorgte VfL-Kapitän Robert Gunnarsson für den 24:24-Ausgleich (53. Minute), das Spiel ging in seine entscheidende Phase.

 

 


Sead Hasanefendic setzte auf die Jugend und brachte neben Steffen Fäth auf halblinks den 19-jährigen Robin Teppich auf Linksaußen. Zweieinhalb Minuten vor Schluss zeigte die Anzeigetafel ein 25:25 (Gunnarsson hatte erneut getroffen), der VfL war in Ballbesitz, Sead Hasanefendic nahm seine Auszeit – doch der folgende Angriff der Oberbergischen blieb erfolglos. Robin Teppich deckte Weinhold offensiv und brachte den TVG aus dem Konzept, Szücs warf über das Tor. 29 Sekunden vor Schluss traf Gunnarsson zum 25:26, Michael Biegler zog nun die grüne Karte und brachte den siebten Feldspieler – doch an Goran Stojanovic war auch mit einem Mann mehr kein Vorbeikommen, der Montenegriner parierte auch den letzten Wurf und hielt die beiden Punkte für den VfL fest. Während die Großwallstädter auf den Boden sanken, tanzten die VfL-Profis vor Freude über den hart erkämpfen, aber nicht unverdienten Sieg auf der Platte.

 

 

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„Das war heute ein unglaublich wichtiger Sieg für meine Mannschaft, ich bin sehr zufrieden. Wir mussten ohne unsere Stammspieler Drago Vukovic und Viktor Szilagyi antreten und waren dadurch geschwächt, doch wir haben trotz vieler schwerer Momente im Spiel nie die Ruhe und Konzentration verloren. Das war eine fantastische Leistung der Mannschaft. Ich hebe Christoph Schindler, Geoffroy Krantz und Adrian Pfahl hervor, die 60 Minuten lang auf der Platte gestanden und trotzdem mit viel Energie und Kraft gespielt haben. Wir haben mit einer offenen Deckung gespielt, das ist sehr kraftraubend, doch trotzdem haben die Jungs das komplette Spiel über dagegen gehalten und auch kritische Situation überwunden. Auch die jungen Spieler – Steffen Fäth, Robin Teppich und Jonathan Eisenkrätzer – haben ihre Sache sehr gut gemacht und eine gute Leistung gezeigt. Wir haben hier eine richtig gute Truppe zusammen. Jeder Spieler, der das VfL-Trikot trägt, gibt alles für das Team. Das macht mich sehr zufrieden, denn es zeigt, dass unser Weg der richtige ist“, bilanziert VfL-Trainer Sead Hasanefendic (Foto) zufrieden.

 

  • Tore VfL: Krantz 3, Wagner 1, Schindler 5, Fäth 1, Lützelberger 2, Gunnarsson 3, Pfahl 5, Zrnic 6
  • Paraden Goran Stojanovic: 19 (43 Prozent)
  • Zeitstrafen: VfL 5/ TVG 5
  • Zuschauer: 4000

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

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06 3454 · 07 3 · # Dienstag, 12. Dezember 2017