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Montpellier HB – VfL Gummersbach 41:37 (22:18)

 

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Verlass war im ersten Champions League Gruppenspiel des VfL Gummersbach auf Roman Pungartnik (12 Treffer), der von der Rechtsaußenposition schöne Treffer erzielte und die Partie offen hielt. Aber auch er konnte die Niederlage in Montpellier nicht verhindern. Archivfotos: ´Der Sasse´ (Christian Sasse) [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

 

Montpellier/Frankreich – (Von VfL Gummersbach) Im ersten Gruppenspiel der Hauptrunde in der Champions League musste der VfL am Ende zur Kenntnis nehmen, dass der Ausfall von zwei wichtigen Spielern in dieser Phase des Wettbewerbs nicht zu kompensieren war, zumal nicht alle Gummersbacher an diesem Abend in Montpellier im Palais des Sports René Bougnol ihr volles Leistungspotenzial ausschöpften. Neben dem Langzeitverletzten Vedran Zrnic zerschlugen sich auch beim Patienten Oleg Kuleshov alle Hoffnungen auf einen Einsatz.

 

Trotzdem begannen die Gummersbacher vor 3.000 Zuschauern erstaunlich selbstbewusst und überraschten die Südfranzosen zu Beginn mit einer konzentrierten Leistung im Angriff und in der Abwehr, in der Goran Stojanovic bis zur Auszeit von Montpelliers Trainer Patrice Canayer seine besten Paraden zeigte.

 

Nach 11:30 Minuten führten die Gummersbacher nämlich mit 10:5 – und schienen danach aber nahezu paralysiert. Momir Ilic, der bis dahin drei Treffer erzielt hatte, wurde fortan mit einer Manndeckung aus dem Spiel genommen. Nachdem er zum 8:11 noch einen Siebenmeter gegen Daouda Karaboue verwandelte, gelang ihm anschließend so gut wie nichts mehr. Beim 13:13 (20.) warf der Serbe einen weiteren Siebenmeter sogar am Tor vorbei. Die Probleme im Gummersbacher Rückraum spitzten sich zu, auf der anderen Seite kam Wissem Hmam so langsam auf Touren.

 

Verlass war nur noch auf Roman Pungartnik, der von der Rechtsaußenposition schöne Treffer erzielte und dientoi_roman_pungartnik_vfl_gummersbach-300.jpg Partie offen hielt. Daneben gab Gudjon Sigurdsson wie gewohnt sein Bestes, auch als Spielmacher für den blassen Geoffroy Krantz und bei den wenigen Gegenstößen.

 

Sein Siebenmeter zum 16:16 nach 25 Minuten sollte an diesem Abend der letzte Gleichstand sein. Die vielen Fehlversuche und harmlosen Würfe seiner Mitspieler nutzten die Gastgeber nun zu leichten Toren und Gegenstößen über Rechtsaußen Alexandre Tomas.

 

Während sich Daouda Karaboue im Tor von Montpellier steigerte, bekamen Goran Stojanovic und der zwischenzeitlich eingewechselte Nándor Fazekas kaum einen Ball zu fassen. Bis auf wenige Aktionen bestand der Angriff des VfL weiterhin nur aus dem Duo Sigurdsson/Pungartnik.  

  

 

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 [ Vier schnelle Treffer zu Beginn des zweiten Abschnitts von Montpellier ließen die Hoffnungen der Gummersbacher Fans auf den Nullpunkt sinken. ]

 

Momir Ilic agierte glücklos, Alexis Alvanos fand keine Lücke, Robert Gunnarsson konnte sich am Kreis selten freimachen. Doch auch die Gastgeber ließen nach der klaren Führung von 29:21 die Zügel schleifen, ihnen fehlten ebenfalls durch einige Ausfälle die Alternativen. So kämpften sich die nie aufgebenden Gummersbacher wieder Tor um Tor heran.

 

Über 30:23, 31:26, 33:27, 34:30, 35:31 hatte der VfL zehn Minuten vor dem Ende den Abstand plötzlich wieder auf 36:33 verkürzt und witterte eine kleine Chance, die das Ende bis zum 39:36 (55.) offen ließ. Doch Momir Ilic vergab, und so geriet Montpellier nicht mehr unter Druck. Denn dann hatte noch einmal Wissem Hmam seine großen Auftritte, mit seinen Gewaltwürfen von der Freiwurflinie sorgte der Tunesier schließlich für die endgültige Entscheidung, denn die Treffer 37, 39, 40 und 41 gingen auf sein Konto. Die Gummersbacher scheiterten derweil mehrfach an Daouda Karaboue.

 

 


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  • Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

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“Zwischen der 15. und 40. Minute hatten wir einfach zu große Probleme in der Abwehr. Vorne haben wir vor allem zu Beginn taktisch gut gespielt, aber mit zunehmender Spielzeit fehlten die Tore aus dem Rückraum. Nach der 10:5-Führung wurden wir vorne zu ungeduldig, während Montpellier mit dreizehn Würfen dreizehn Tore erzielte. Die Tore von Hmam aus zehn bis zwölf Metern hätten wir natürlich verhindern müssen, er konnte ohne Körperkontakt werfen.

Wenn wir ihn aber nicht bearbeiten, sind wir selber Schuld. Nachteilig wirkte sich auch unser Standardproblem durch zwei die Spezialistenwechsel aus, da waren wir für die Schnelle Mitte sehr anfällig. Ohne Zrnic und Kuleshov fehlten auch die taktischen Alternativen. Oleg wäre gegen die offensive Deckung von Montpellier sicher eine gute Variante gewesen, und bei der Manndeckung gegen Ilic konnten wir nicht unsere schon oft erfolgreiche Antwort mit drei Linkshändern geben.”

 

 

Die Spielstatistik folgt …

 

 


 

 

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06 1096 · 07 2 · # Freitag, 15. Dezember 2017