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Update: Spielbericht “Spiel um Platz 3” unter Kommentare “am Ende des Artikels” >> VfL Gummersbach – TuS N-Lübbecke

 

Lufthansa Final Four! VfL Gummersbach nach klarer 10 Tore Niederlage gegen die Rhein Neckar Löwen nur noch Chance auf Platz 3

VfL Gummersbach – Rhein-Neckar-Löwen 21:31 (10:14)

Der Traum vom Sieg des Lufthansa Final Four für den VfL Gummersbach ist vorbei! Gänsehautstimmung in der Hamburger Colorline-Arena – um 18. Mal findet in der Hansestadt das größte deutsche Handballevent statt: das Lufthansa Final Four um den DHB-Pokal. Zum zweiten Mal hintereinander ist auch der VfL Gummersbach dabei – qualifiziert durch einen Sensationssieg im Viertelfinale gegen den Vorjahressieger THW Kiel. „Habt Spaß, genießt das Spiel, heute kann euer Tag werden“, gab VfL-Trainer Sead Hasanefendic seinen Spieler kurz vor dem Anwurf mit auf den Weg. Es wurde leider nicht der Tag der VfL-Spieler, nach einer nervösen und harmlosen Vorstellung verloren die an diesem Tag schwachen Oberbergischen mit 21:31. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

Hamburg – Die Spannung vor dem Spiel war fast greifbar, der VfL – unterstützt von rund 1.200 mitgereisten Fans – trat in Braun an und hatte den Anwurf, Viktor Szilagyi setzte den ersten Angriff jedoch neben den Kasten. Dass es in diesem Spiel heiß hergehen wird, merkten die Zuschauer bei einer kleinen Ringeinlage von Drago Vukovic und Karol Bielecki.

 

Sekunden später hielt Goran Stojanovic einen Siebenmeter von Gudjonsson, doch auch der folgende VfL-Angriff lief ins Leere – nach fast vier Minuten war immer noch kein Tor gefallen.

 

 

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Nach einer Zeitstrafe für Vedran Zrnic spielten die Rhein-Neckar-Löwen in Überzahl, doch Goran Stojanovic war erneut auf dem Posten. In Unterzahl holte Adrian Wagner durch einen energischen Einsatz über die Außen den ersten Siebenmeter für die Oberbergischen heraus: Viktor Szilagyi verwandelte sicher zum 1:0 (6. Minute). Der erste Treffer des Final Four 2010 war gefallen. Auch der erste Treffer der Löwen fiel durch einen Siebenmeter: Olafur Stefansson glich aus.

 

 

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Das erste Überzahlspiel für den VfL verlief erfolglos: Bielecki traf trotz nummerischer Unterlegenheit zweimal und brachte die Löwen in Führung. VfL-Kapitän Robert Gunnarsson scheiterte im Gegenzug hart bedrängt. Viktor Szilagyi machte es besser: Der Österreicher sorgte mit seinem zweiten Siebenmetertreffer für den 3:3-Ausgleich (10. Minute).

 

 

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Der VfL bekam trotzdem nicht die rechte Sicherheit ins Spiel: Besonders im Abschluss hatten die Oberbergischen Probleme. Zu überhastet und zu ungenau agierte die Offensive in dieser Phase, die Löwen nutzten dies und gingen mit 6:3 in Führung. Als Tkaczyk auf die Bank musste, trafen Adrian Pfahl und Vedran Zrnic, doch auch Gudjonsson setzte den Ball in die Maschen – der VfL lag mit 5:7 hinten (18. Minute).

 

 

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Dem VfL gelang nur wenig, die Löwen erhöhten auf 5:8. Immerhin traf Viktor Szilagyi mit seinem dritten Siebenmeter zum 6:8. Als Groetzki einen Tempogegenstoß durch Adrian Wagner per Foul stoppte, waren die Löwen erneut in Unterzahl. Viktor Szilagyi gelang es jedoch nicht zu verkürzen, der Spielmacher scheiterte mit einem Siebenmeter an Löwen-Keeper Szmal. Erneut ging eine Überzahl zu Ende, ohne das dem VfL ein Tor gelang.

 

 

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Als Myrhol das 6:9 verkürzte, zog Sead Hasanefendic die grüne Karte. Nun kam erstmals Christoph Schindler auf die Platte, der im Angriff Geoffroy Krantz ersetzte. Der VfL-Neuzugang machte auch sofort eine Lücke für Adrian Pfahl frei, der zum 7:9 verkürzte (24. Minute). Das beeindruckte die Löwen nicht sonderlich, besonders Rückraumshooter Karol Bielecki war nicht in den Griff zu bekommen: Das 8:11 war bereits sein fünfter Treffer. Die Schlussphase wurde für den VfL richtig bitter: Uwe Gensheimer erhöhte auf 9:13, Adrian Wagner verpasste die Gelegenheit zum Anschlusstreffer und semmelte einen Siebenmeter über das Tor – fast schon symptomatisch für die Abschlussschwierigkeiten der Oberbergischen. Zwanzig Sekunden vor der Halbzeitsirene hatte Robert Gunnarsson noch mal die Möglichkeit zu verkürzen, doch auch der Kapitän scheiterte aus kurzer Entfernung an Szmal – die Löwen gingen mit einer 10:14-Führung in die Halbzeit.

 

 

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Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hat: Der VfL gestattete den Löwen ein einfaches Tor – Groetzki traf nach wenigen Sekunden zum 10:15. Nach einer schnellen Kombination über Adrian Pfahl und Viktor Szilagyi verkürzte Geoffroy Krantz. Das nächste VfL-Tor ging auf das Konto von Vedran Zrnic, er traf per Siebenmeterdreher zum 13:17.

 

 

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Der VfL nutzte nun endlich eine Überzahlsituation, Adrian Pfahl und Jörg Lützelberger trafen per Tempogegenstoß – 15:17 (36. Minute). Nun war auch der VfL-Anhang wieder da: Laute „VfL-, VfL-Rufe“ schallten aus dem blauen Block. Die Aufholjagd der Oberbergischen wurde durch zwei Löwen-Treffer und drei eigenen Fehlversuchen gestoppt, nach 40 Minuten lagen die Mannheimer mit 19:16 in Front. Es blieb dabei: Gegen die starke Löwen-Defensive war für Szilagyi und Co kaum ein Durchkommen, aus dem Rückraum gelang fast nichts, einfache Tore waren absolute Mangelware. In Überzahl überwand Viktor Szilagyi Löwen-Torwart Szmal mit einem Wurf durch die Beine: 18:21. Mehr ging nicht in der Überzahl, eine Viertelstunde vor Schluss waren die Löwen weiterhin mit vier Toren in Front: 18:22.

 

 

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Es deutete nichts darauf hin, dass der VfL nochmal zurück ins Spiel kommen würde. Die Löwen waren an diesem Tag einfach die bessere Mannschaft. Manojlovic baute die Führung auf 18:24 aus und holte sogar noch eine Zeitstrafe gegen Christoph Schindler heraus. Selbst ein Siebenmeter in Unterzahl nutze der VfL nicht zum Torerfolg: Vedran Zrnic platzierte den Ball hinter das Tor. Selbst mit einem Mann mehr konnten sich die Oberbergischen gegen die Löwen-Abwehr nicht entscheidend durchsetzen, immerhin traf Adrian Pfahl per Siebenmeterroller zum 19:25 (49. Minute). Der VfL konnte nur noch Ergebniskosmetik betreiben, die Löwen dominierten das Spiel und bauten ihre Führung sogar noch aus. Als Bjarte Myrhol zum 20:28 und 20:29 traf, bahnte sich ein Debakel für den VfL an. Der VfL war im Angriff viel zu harmlos und konnte der physischen und psychischen Präsenz der Löwen nichts entgegensetzen. Während die gelben Löwen-Fans „Oh wie ist das schön“ anstimmten, waren die VfL-Anhänger fassungslos, ihre Mannschaft verlor das Halbfinale des Lufthansa Final Four mit 21:31.

 

 

Stimmen zum Spiel:

 
Sead Hasanefendic
(VfL-Trainer): „Die Löwen waren heute in allen Belangen besser. Uns ist nichts gelungen, daher bin ich natürlich enttäuscht. Wir haben in der zweiten Halbzeit eine kurze Phase gehabt, da waren wir einen Schritt davor, den Anschluss zu schaffen, doch wir haben es dann doch nicht geschafft. Trotzdem sollten wir zufrieden sein, dass wir uns zum zweiten Mal für dieses fantastische Turnier qualifiziert haben.“

 

 


Axel Geerken
(VfL-Geschäftsführer): „Die Löwen haben verdient gewonnen, auch wenn die Niederlage vielleicht mit ein paar Toren zu hoch ausgefallen ist. Meinen Glückwunsch an die Löwen, sie haben eine sehr starke Leistung gezeigt. Wir hatten fast zu keiner Zeit, die Möglichkeit auf einen Sieg zu hoffen. Wir haben im Angriff zu wenig Durchschlagkraft gezeigt und waren besonders im Rückraum zu harmlos.“

 

 

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Ola Lindgren
(Löwen-Trainer) „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Wir hatten eine sehr aufmerksame 6:0-Abwehr, einen guten Mittelblock und einen starken Torwart. Wir haben wenig technische Fehler gemacht und waren sehr diszipliniert. Wir haben das Spiel dominiert und daher verdient gewonnen. Es gab in der zweiten Halbzeit einen kleinen Wackler, doch auch das haben wir geschafft und unsere Linie wiedergefunden.“

 

 

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Thorsten Storm
(Löwen-Manager) „Ich hatte viel Respekt vor den unbequemen Gummersbachern, dabei bin ich sehr begeistert von der Leistung unserer Mannschaft. Wenn wir morgen wieder so spielen, haben wir alle Chancen hier zu triumphieren.“

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

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06 4450 · 07 3 · # Montag, 18. Dezember 2017