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´Ein Herz für die Hauptschüler´

CDU-Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach besuchte die Herman Linden Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Marienheide…

CDU-Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach lässt sich von dem geschäftsführenden Gesellschafter Frank Hartkopf die Werkshalle der Herman Linden Maschinenfabrik GmbH & Co. KG zeigen. Fotos: Klaus Kelle Communication
Frank Hartkopf, geschäftsführender Gesellschafter der Herman Linden Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Marienheide zeigt dem CDU-Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach eine der neuen Mischmaschinen.
CDU-Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach, Frank Hartkopf und Alexander Schneider, beide Geschäftsführer in der Herman Linden Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Marienheide bei der Besichtigung der Montagehalle des Unternehmens.

 

Marienheide – Um Fragen der Ausbildung von Jugendlichen, der Exportwirtschaft, der Qualitätssicherung und der Unternehmensstrategie ging es beim heutigen Besuch des CDU-Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach in der Firma Herman Linden Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Marienheide.

 

Das Familienunternehmen wird bereits in der dritten Generation geführt und stellt im weitesten Sinne Misch- und Knetmaschinen her – z. B. zur Herstellung von Kaugummi, Silikon und anderen zähflüssigen Materialien.

 

Der Verband der Familienunternehmer lädt in den Wochen vor der Landtagswahl am 9. Mai überall in Nordrhein-Westfalen Landespolitiker der etablierten Parteien in Unternehmen ein. „Die andere Seite“ heißt diese Aktion, die den Abgeordneten die Sichtweise der mittelständischen Wirtschaft auf aktuelle politische Themen deutlich machen soll – im Gespräch zwischen Politik, Geschäftsführung, Arbeitnehmern und Auszubildenden.

 

 

Peter Biesenbach zeigte sich beeindruckt von der Stabilität des Unternehmens, das trotz Krisenzeiten in der Weltwirtschaft nicht nur seinen Umsatz halten, sondern – so Geschäftsführer Alexander Schneider – sogar Rücklagen aus den Gewinnen bilden konnte.

 

 

Ausführlich erklärten Geschäftsführer Alexander Schneider und der geschäftsführende Gesellschafter Frank Hartkopf – dessen Großvater das Unternehmen einst gründete – wie durch Tradition und Festhalten an zwar teuren, aber Qualität sichernden Standards, das Unternehmen seinen weltweit guten Ruf absichert. „Wir sind nicht die Billigsten, aber wir gehören zu den Besten. Wenn wir nicht sicher sind, ob wir eine Maschine nach den Wünschen des Kunden wirklich nach höchsten Ansprüchen bauen können, dann lassen wir lieber die Finger davon“. Biesenbach lobte den Anspruch des Unternehmens, in der Region zu bleiben und trotz deutlich billigeren Produktionsbedingungen, nicht ins Ausland abgewandert zu sein „Wir könnten bestimmt 50 Prozent billiger sein, wenn wir in China produzieren würden“, so Gesellschafter Hartkopf „Aber dann wären wir nach fünf Jahren kaputt, weil wir die Qualität nicht mehr aufrecht erhalten könnten“, sagte Geschäftsführer Schneider. Und „Made in Germany“ gelte in der Welt noch etwas. Konkurrenz hat man hauptsächlich weltweit, nicht in Deutschland „Unser Exportanteil ist immer mindestens 50 Prozent, manchmal auch bis zu 80 Prozent“, so Schneider. Oft kommen Kunden aus der ganzen Welt auf Besuch in den kleinen Ort Marienheide, lassen sich Maschinen erklären und dürfen im Werk Maschinen testen „Die Welt ist in Marienheide zu Hause“, staunte Biesenbach, der auch erfuhr, dass sich das Marienheider Unternehmen verstärkt dem amerikanischen Markt zuwenden möchte.

 

 

Wenn es überhaupt etwas gibt, das dem Unternehmen Sorgen macht, so ist es die mangelnde Ausbildungsfähigkeit vieler Schulabgänger. „Mir liegen vor allem die Hauptschüler am Herzen, dass sie Betriebe finden, in denen sie eine Ausbildung bekommen und sich eine Existenz schaffen können“, warb Biesenbach für diese jungen Leute. Auch hier setzt die Herman Linden GmbH auf Kontinuität und hohe Ansprüche – und Hauptschüler sind gerne gesehen: „Gymnasiasten haben wir eigentlich nie. Wir haben unseren eigenen Eignungstest entwickelt, mit dem wir die Bewerber testen. Es ist aber manchmal erschreckend, dass es manche nicht einmal schaffen, einen Satz ohne mehrere Fehler zu schreiben“, weiß Geschäftsführer Hartkopf. Derzeit habe man fünf Auszubildende, die wahrscheinlich auch anschließend alle übernommen werden. „Wir haben so komplizierte Maschinen, so vielfältige Anforderungen, dass man sagen kann, ein Mitarbeiter braucht etwa fünf Jahre, um alles zu beherrschen, bevor wir ihn auch zu den Kunden weltweit schicken können, wenn es ein Problem gibt, das vor Ort behoben werden muss“, erklärt Alexander Schneider. „Wenn wir in jemanden investieren und ihn ausbilden, dann übernehmen wir ihn anschließend auch“.

 

Quelle: Birgit Kelle (KLAUS KELLE COMMUNICATION)

 

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06 5841 · 07 9 · # Dienstag, 12. Dezember 2017