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Von VfL Gummersbach – Wer einen Blick auf die Tabelle der Gruppe 2 in der Hauptrunde der Champions League wirft, könnte den Eindruck gewinnen, dass nach der Hälfte der Gruppenspiele alle Entscheidungen gefallen sind. Angesichts von zwei ausstehenden Heimspielen dürfte in der Tat der Topfavorit Ciudad Real mit vier Punkten Vorsprung vor dem Rest nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen sein, und nur der Gruppensieger qualifiziert sich für das Halbfinale.

 

Aber wenn der VfL am Sonntag in Slowenien beim RK Gorenje Velenje antritt (Anwurf 17.30 Uhr), geht es um mehr als um Image und internationale Reputation. Immerhin 10.000 Euro schreibt die EHF den Clubs für jeden Punkt gut. Dank des besten Torverhältnisses führen die Gummersbacher noch auf dem zweiten Tabellenplatz das Verlierertrio an. Dass diese Position in der 2.500 Zuschauer fassenden Halle der beschaulichen 32.000-Einwohner-Stadt, die sechzig Kilometer nordöstlich der Metropole Ljubljana liegt, nur mit einer überdurchschnittlichen Leistung verteidigt werden kann, belegt ohne Zweifel der letzte Auftritt des slowenischen Dauervizemeisters in der Königsklasse, denn gegen Montpellier HB wurde 33:28 (14:14) gewonnen.

 

Überragender Spieler war an diesem Tag im Übrigen Sebastjan Sovic. Der Linksaußen warf sechs Tore und neutralisierte als vorgezogener “Indianer” in einer offensiven 5-1-Deckung den Tunesier Wissem Hmam, der mit seinen gefürchteten Gewaltwürfen aus der Distanz nur zwei Mal erfolgreich war. Stark spielte auch wieder der andere Außen, Pavel Bashkin erzielte fünf Treffer. Der künftige Gummersbacher Drago Vukovic führte Regie und steuerte ebenfalls fünf Tore bei. Nachdem Velenje in der 42. Minute sich erstmals mit drei Toren absetzen konnte, gaben die größeren Wechselmöglichkeiten den Ausschlag.

 

Die Homogenität des siegreichen Teams dokumentiert auch die Statistik, die in diesem Duell zehn Torschützen listet. Bei den Franzosen, die bekanntlich am kommenden Mittwoch in der Eugen-Haas-Halle auflaufen, fehlten mit Joel Abati, Michael Guigou, Jan Sobol und David Juricek vier wichtige Akteure. Auch bei der 22:31-Niederlage gegen Ciudad Real hatte sich Velenje in der “Domovanje” besser geschlagen, als es das Ergebnis ausdrückt. In der 36. Minute stand dieses Spiel beim 15:16 noch auf der Kippe, die klare Niederlage wurde erst in den letzten fünf Minuten besiegelt.

 

 Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason: “Wer gegen Montpellier mit fünf Toren gewinnt, hat eine starke Mannschaft. Velenje ist nach den Eindrücken in dieser Saison sicher besser als der dritte slowenische Club, RK Koper, und der hat gerade den TBV Lemgo im EHF-Cup ausgeschaltet. Wir müssen uns nach dem schwachen Auftritt gegen TuSEM Essen natürlich steigern, wenn wir dort bestehen wollen. Velenje hat nach dem Sieg gegen Montpellier neues Selbstvertrauen und den Heimvorteil.

 

Im Hinspiel war es schon knapp. Da haben wir aber bei klarer Führung die Konzentration verloren. Unser Ziel hat sich nicht verändert, wir nehmen jedes Spiel ernst und verschenken nichts. Wir wollen Zweiter in der Gruppe werden. Der erste Platz ist ja vergeben, es sei denn, es passiert ein Wunder. Rechnerisch ist die Luft raus, aber mit einem Sieg in Velenje und einem Heimsieg gegen Montpellier wären wir Zweiter. Das ist zu schaffen. Taktisch haben wir mit der Rückkehr von Oleg Kuleshov gegen die offensive Deckung wieder mehr Alternativen.”

 

Das Spiel wird im Internet bei www.ehfCL.com  live und kostenlos übertragen, der VfL bietet diesmal keinen Live-Ticker an.

 

 

 


 

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06 994 · 07 3 · # Sonntag, 17. Dezember 2017